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    Die Kokon-Kita in Ruggell.  (Elma Korac)

Kita in Ruggell schon früher beanstandet

Die Ombudsfrau für Kinder und Jugendliche hat sich im Fall der Kita in Ruggell, gegen die Vorwürfe erhoben wurden, zu Wort gemeldet.

Zu den Vorwürfen gegen die Kita Kokon Kids Care in Ruggell hat sich Margot Sele, Ombudsfrau für Kinder und Jugendliche in Liechtenstein, in einem offenen Brief geäussert. Sie hat sich am Montag mit den Verantwortlichen des Amts für Soziale Dienste (ASD) getroffen, um sich ein Bild über die verzwickte Geschichte zu machen.

Gemäss den Gesprächen sind schon in den Jahren 2016 und 2017 Beschwerden gegen die Kita eingegangen. Laut dem offenen Brief ging es um unprofessionellen Umgang der Kita-Leitung mit den Personal, konkret mit Lernenden, und auch Beanstandungen zum Umgang mit Kindern.

Das ASD habe damals die Vorwürfe zu Protokoll genommen und die Leiterinnen damit konfrontiert. «Bezüglich der Vorwürfe war schon damals und ist auch heute die Wahrnehmung der Leiterinnen eine ganz andere», schreibt Sele. Bisher habe sich kein eindeutiger Tatbestand abgezeichnet. 

Beanstandungen von verschiedenen Personen
Das Fazit des ASD lautet: Es gibt Mängel und es besteht Handlungsbedarf – vor allem mit Blick darauf, dass es vor drei Jahren schon erste Beanstandungen gab. Dazu komme, dass diese Beanstandungen von verschiedenen Personen kommen würden. 

Im Raum stehen Vorwürfe gegen die Kokon Kids Care, wie etwa, dass Kinder in einen abgedunkelten Raum gesperrt wurden oder dass es auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sein soll. Aufgrund der Anzeige eines Elternpaares liegt der Fall eines Kindes bei der Staatsanwaltschaft, die derzeit prüft, Anklage zu erheben. 

Aussage gegen Aussage
Im aktuellen Fall steht in vielen Punkten Aussage gegen Aussage. «Einige Eltern haben sich positiv zur Betreuungsqualität geäussert. Andere Eltern gaben massive Vorwürfe zu Protokoll», schreibt Sele. Die Auswertung der Befragungen habe sich als schwierig erwiesen, da sehr viele subjektive, nicht wirklich überprüfbare Aussagen gemacht wurden. Parallel zu Vorwürfen einiger Eltern gebe es auch Hinweise wie etwa Protokolle von Elterngesprächen, dass seitens der Kita bewusst und fachgerecht, aufgrund pädagogischer Gesichtspunkte gehandelt wurde.

Auch ehemalige Mitarbeiterinnen Kita Kokon Kids Care äusserten sich laut dem Schreiben unterschiedlich zu den Fragen des ASD. Die Leiterinnen der Kita bestreiten die aktuellen Vorwürfe. Sie zeigen sich aber kooperativ und darum bemüht, die geforderten Massnahmen des ASD umzusetzen, so Ombudsfrau Sele. 

Das ASD fordert von der betroffenen Kita unter anderem, dass genügend pädagogisch ausgebildete Fachpersonen – gemäss Richtlinien des ASD -  in der Kita anwesend sind. Zudem muss der Betreuungsschlüssel jederzeit eingehalten werden. Nach rund drei Monaten nach Wiederaufnahme des Kita-Betriebes werde das ASD zudem alle Eltern dazu befragen, wie sie die Betreuungsqualität wahrnehmen. (vb)

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13. Jan 2020 / 16:20
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