• Freibad Mühleholz in Vaduz
    Ende Juni 2019 war Vollbetrieb im Freibad in Vaduz – ein solches Bild wird es in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise sicherlich nicht geben. Denn auch im Wasser soll die Personenanzahl eingeschränkt werden.  (Daniel Schwendener)

Jeder Badegast erhält zehn Quadratmeter

Heute informiert die Regierung auch über die Wiedereröffnung der Schwimmbäder – ein Schutzkonzept aus der Schweiz liegt vor.

In der Schweiz können die  Schwimm­bäder am 6. Juni wieder eröffnen – heute gibt die Liechtensteiner Regierung bekannt, wann neben den Hallenbädern das Freibad Vaduz und der Badesee «Grossabünt» in Gamprin wieder Badegäste empfangen dürfen. Somit mussten die Betreiber der Badeanlagen im Bezug auf die letzten Vorbereitungen wieder aufs Gaspedal treten. Denn würde der Eröffnungstermin analog zur Schweiz auf den 6. Juni fallen, wären das noch einmal zwei Tage früher als angenommen.

Abhängig vom heutigen Regierungsentscheid
Selbstverständlich müssen auch die Bäder, um überhaupt wieder eröffnen zu können, ein Schutzkonzept aufweisen. Hier­bei orientieren sich die Liechtensteiner Freibadanlagen an jenem, das vom Verband Hallen- und Freibäder (VHF) der Schweiz erstellt wurde. Bis gestern Nachmittag lagen bereits mehrere Konzeptfassungen vor – die endgültige jedoch noch nicht. Diese sollte frühestens gestern Abend online gestellt werden. Es werde noch über verschiedene Bedingungen verhandelt – so beispielsweise über die Regelung, dass jeder Badegast im Wasser zehn Quadratmeter Platz erhält. «Wir hätten diese Zahl gerne nach unten anpasst, dafür brauchen wir noch die Zustimmung des Bundesamts für Gesundheit», führt VHF-Geschäftsführer Martin Enz aus. Auch die Vorgabe mit einem Zutritt pro Becken hätte Enz gerne anders geregelt. Dieses Schutzkonzept muss abhängig vom heutigen Entscheid der liechtensteinischen Regierung auch noch von derselben genehmigt werden. Das Konzept umfasst zudem einige weitere Vorgaben wie Hygienerichtlinien für Sanitäranlagen. Auf der Webseite des VHF ist das Schutzkonzept ersichtlich.

Mit Schweizer Konzept noch 1000 Badegäste zulässig
Eine der zentralen Vorgaben für Bäder bleibt aber gemäss Martin Enz auch in der neuen Version bestehen: Die Zehn-Quadratmeter-Regel für den Aussenbereich. Bedeutet so viel wie: Jede Person erhält zehn Quadratmeter Platz. Beim Freibad Vaduz wären dies unter Einhaltung eben genannter Richtlinie ungefähr 1000 Personen. An Spitzentagen in vergangenen Jahren waren jedoch laut Geschäftsführer Martin Schnarwiler aber 4000 Badegäste vor Ort. An normalen Tagen zwischen 2500 bis 3000. Solche Besucherzahlen wird man in diesem Jahr nicht registrieren. Und somit wirken sich die neuen Bedingungen auch direkt auf die Einnahmen des Freibades aus. «Welche genauen Auswirkungen das schliesslich haben wird, können wir jetzt noch nicht sagen», sagt Schnarwiler.

Beim Badesee Gamprin finden auf der Liegewiese mit dieser Regelung 310 Personen Platz. Die Kontrolle über die Besucherzahlen sind im Frei­bad Vaduz einfacher als am Badesee. In Vaduz werden an der Kasse die Ein- und Austritte festgehalten. Im Badesee Gamprin jedoch war bis anhin keine Einlasskontrolle. Das solle sich auch bei der Eröffnung im Juni nicht ändern. Kurt Berger, Leiter Tiefbau der Gemeinde Gamprin und verantwortlich für die Badeanlage, erklärt, dass der Betriebswart die Situation im und ums Wasser im Auge behalten werde. «Funktioniert das nicht, werden wir mehr Personen anstellen, die die Badegäste sensibilisieren sollen», so Berger. Erst wenn auch diese Massnahme nicht greife, werde man über Einlasskontrollen nachdenken. Beide Badeanstalten setzen auch stark auf die Eigenverantwortung und Disziplin der Gäste.

Die Freude über die baldige Eröffnung überwiegt
Das Schutzkonzept bedeutet für das Freibad Vaduz ebenso wie den Badesee Gamprin einen deutlichen Mehraufwand – neues Personal mussten aber beide Bäder bis anhin nicht anstellen. Dazu kommt, dass weiterhin viele Unsicherheiten bestehen. Trotz alledem überwiegt bei den Badbetreibern jedoch die Freude über einen baldigen Neustart – denn die Liechtensteiner Regierung wird sich heute höchstwahrscheinlich dem Schweizer Kurs anschliessen. (qus)

Hinweis: Das Schutzkonzept des VHF kann unter www.vhf-gsk.ch eingesehen werden

29. Mai 2020 / 09:52
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