• In den Bussen von Liemobil gilt neue eine Maulkorbpflicht. (Symbolbild)

Hunde müssen im Bus bald einen Maulkorb tragen

Das Hunde-Jahresabo wird bei Liemobil massiv günstiger – dafür gilt neu eine Maulkorbpflicht für die Vierbeiner. Zudem gibt es ein neues Velo-Abo.

Jeweils im Dezember ist Fahrplanwechsel – und auch bei Liemobil treten ab dem 15. Dezember 2019 einige Änderungen in Kraft. Sie betreffen unter anderem Hundebesitzer: Ein Maulkorb ist für die Vierbeiner neu Pflicht. Gleichzeitig senkt Liemobil den Preis für das Jahresabo «Hund» um rund 200 Franken. Neu gilt es für alle Zonen und kostet 80 Franken. 

Das Hunde-Abo war laut Alexandra Stocker, Abteilung Marketing undKommunikation bei Liemobil, bisher nur in sehr geringer Zahl im Umlauf – «und wenn, dann meist als Teil eines Familienabos, da es ansonsten doch recht teuer war», wie sie sagt. «Oftmals herrschte Unklarheit, ab welcher Grösse ein Hund bezahlen muss und ob er in einer ­geeigneten Box kostenlos befördert wird oder nicht.»

Mit diesem Hundeabo seien die Halter sorgenfrei unterwegs und es könnten Fragen zu Körpergrössen, ob eine Box benötigt werde oder nicht, geklärt werden. «Unser Ziel ist es, dass die Hundebesitzer für ihr Tier ein Abo kaufen und es dadurch zu keinen Unklarheiten mehr kommt.» Während Blinden- und Assistenzhunde sowie kleine zah­me Tiere in geeigneten Boxen bis maximal 30 Zentimeter Schulterhöhe gratis befördert werden, müssen für alle anderen Tiere Fahrscheine gelöst werden. 

Mit Aboeinführung wird Ablauf vereinfacht

Neu führt die Liemobil ausserdem ein Jahresabo für das Fahrrad ein. «Dies geschieht aber nicht aufgrund einer wachsenden Nachfrage, sondern eher als Ergänzung unserer Dienstleistung und als Förderung des Langsamverkehrs», erklärt Alexandra Stocker, Abteilung Marketing undKommunikation bei Liemobil, gestern auf Nach­frage. Die Kombination ÖV/Fahrrad werde vor allem in städtischen Gebieten gerne genutzt und auch die Liemobil wolle seinen Fahrgästen eine günstige Option bieten, um beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren und dann für den Heimweg den Bus zu nutzen. Bisher hätten Fahrgäste zunächst einen Einzelfahrschein lösen müssen, was vom Ablauf her aber eher mühsam gewesen sei.

Mit Einführung des Jahresabos fürs Fahrrad werde dieser nicht nur für den Fahrgast, sondern auch für den Busfahrer deutlich vereinfacht und es könne beliebig zwischen «Radeln» und Busfahren gewechselt werden. Während weiterhin Fahrrad-Fahrscheine für Einzel-, Tages-, Wochen- und Monatskarten erhältlich sein werden, werden Räder von Kindern unter sechs Jahren kostenlos befördert. Klappfahrräder, E-Scooter, Trottinette etc. in geklapptem Zustand würden als Handgepäck gelten. 

Ausweiskarte für Reisende mit einer Behinderung

Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität, die einen IV-Ausweis vorweisen können, gibt es ermässigte Jahres-, Monats- und Wochenabos. Einzelfahrten und Tageskarten werden zum Vollpreis ausgegeben. Und Reisende mit einer Behinderung, die gemäss ärztlichem Attest auf eine Begleitperson und/oder auf einen Blindenführhund angewiesen sind, erhalten eine «Ausweiskarte für Reisende mit einer Behinderung». Dieser Ausweis ermächtige den Inhaber, eine Begleitperson, einen Blindenführhund oder beides unentgeltlich mitzunehmen. 


Tiefere Fairtiq-Tarife

 

Die «Fairtiq-Fahrten» innerhalb Liechtensteins sowie grenzüberschreitend auf den Liemobil-Linien bis Buchs Bahnhof, Sevelen Büeli und Sargans Bahnhof werden ab dem 15. Dezember dauerhaft zehn Prozent günstiger als die beim Fahrer gelösten Einzelfahrten. Zudem werden die Tarife für Einzelfahrten, Tageskarten, Wochen- und Monatsabos für alle Zonen deutlich herabgesetzt und die 4-Zonen-Fahrscheine abgeschafft. (bc)

13. Nov 2019 / 10:30
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4 KOMMENTARE
................. insbesondere der Kinder
Um die eigene Meinung zu "bestärken" und das ganze zu dramatisieren, müssen dann Kinder herhalten. Eine alte und vielfach verwendete, "schleimige" Methode um den Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 20.11.2019 Antworten Melden
Richtig so
Ist in Vorarlberg schon seit Jahren so. Ich begrüsse diesen Entscheid. Leider gibt es sehr viele Hundehalter, und es werden immer mehr, welche Ihre Hunde überhaupt nicht im Griff haben. Zum Schutz der Kunden, insbesondere der Kinder, ein guter und wichtiger Entscheid.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 13.11.2019 Antworten Melden
Maulkörbe für teils Chauffeure
Die mitfahrenden Hunde stellen eine Gefahr dar, unfreundliche, garstige Chauffeure wären mit einem Maulkorb besser versehen. Mich interessiert, auf welchem Mist diese glorreiche Idee gewachsen ist.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 13.11.2019 Antworten Melden

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