• So soll das Endergebnis in Eschen aussehen. Bild: Annagh/Schafhauser

«Haus Sozialfonds Kreuz» ist auf Kurs

Das Leuchtturmprojekt am Eschner Dorfplatz liegt im Zeitplan. Im Frühjahr 2020 soll es bezugsbereit sein.
Eschen. 

Interview: Nathalie Matt

Neben den Pfrundbauten und der Pfarrkirche auf dem Areal des ehemaligen Restaurants Kreuz entsteht derzeit eine in mehrfacher Weise attraktive Überbauung. Ende September 2018 erfolgte der Spatenstich für das Haus Sozialfonds Kreuz. Was konnte bisher alles realisiert werden?
Hanno J. Konrad: Der Rohbau mit dem darunterliegenden Tiefgaragengeschoss des Hauses Sozialfonds Kreuz ist praktisch fertig. Der Dachstuhl auf dem Haus B ist bereits montiert. Mit dem Einbau der Fenster wurde be-gonnen. Das Richtfest wird am 20. September – ziemlich genau ein Jahr nach dem Spatenstich – durchgeführt. Eine tolle Leistung aller Beteiligter, die nur dank einer konsequenten Projektsteuerung und der guten sowie verständnisvollen Zusammenarbeit aller Handwerker und Unternehmer möglich war.


Das Haus Sozialfonds Kreuz soll bis im Frühjahr 2020 fertiggestellt sein. Liegt man im Zeitplan?

Seit wir seitens der Firma Annagh im Herbst 2017 dem Sozialfonds das Investment Memorandum vorgelegt haben und der positive Finanzierungsbeschluss gefallen ist, halten wir den vereinbarten Zeitplan ein. Bei einem Projekt in dieser Grössenordnung ist dies nicht selbstverständlich, da tagtäglich von allen Partnern Entscheide gefällt werden müssen, die auch zu Verzögerungen 
führen könnten. Bisher haben aber alle am gleichen Strang gezogen und hatten immer das grosse Ganze vor Augen. Wir alle freuen uns auf die Fertigstellung des Leuchtturmprojekts für die Gemeinde Eschen-Nendeln.

Demnach gab es bisher gar keine Verzögerungen oder Zwischenfälle?

Zum Glück nein. Aber wir haben noch ein grosses Stück Arbeit vor uns. Gerade im kommenden Frühjahr, in den Wochen vor der Übergabe des Bauwerks an den Sozialfonds, werden alle nochmals stark gefordert sein, damit die Anker- und Wohnungsmieter ihr neues Zuhause rechtzeitig und mängelfrei beziehen können.

Was passiert nach der Fertigstellung des Rohbaus? Welche weiteren Arbeiten stehen auf dem Plan?

Momentan läuft die Abstimmung mit den zukünftigen Nutzern betreffend Mieterausbau, damit umgehend nach der Fertigstellung der Gebäudehülle mit dem Innenausbau begonnen werden kann. Gleichzeitig startet im Spätsommer die aktive Vermietung der elf Servicewohnungen.

Sie haben es soeben angesprochen: Es entstehen elf Wohnungen, die ohne Barrieren gebaut werden. Gab es bereits anfragen oder wurden schon Wohnungen vermietet?

Mietinteressenten können sich bei den beiden zuständigen Immobilienmaklern, Immoland und Marxer, melden. Diese führen eine Interessentenliste und nehmen die notwendigen Angaben auf. Stand heute gab es rund ein Dutzend Anfragen, wobei gerade in Eschen wohn-hafte oder arbeitstätige Personen vertieftes Interesse zeigen.

Gab es bisher keine Bedenken von potenziellen Mietern, dass im Erdgeschoss ein Pub und darüber Wohnungen entstehen sollen?

Auch dazu haben wir uns nebst einer fachgerechten Planung und Ausführung im Projektteam Gedanken gemacht. Weil aber das erste Obergeschoss, mit Ausnahme einer einzigen Studio-Wohnung, ausschliesslich von Dienstleistern genutzt wird, relativieren sich solche Bedenken ziemlich stark. Alle anderen zehn Mietwohnungen befinden sich nämlich im zweiten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss mit nach Süden und Westen hin ausgerichteten Loggias. Zum Pub: Persönlich kann ich es jedenfalls kaum erwarten, am Eschner Dorfplatz mit allen Partnern ein Guinness zu trinken, um mich für deren Einsatz zu bedanken.

 

Zum Projekt: 
Das Haus Sozialfonds Kreuz ist ein Neubauprojekt mit zwei rechtwinklig zueinander stehenden, verbundenen Gebäuden im Ortszentrum der Gemeinde Eschen. Vorgesehen ist eine Mischnutzung mit generell barrierefreien Wohnungen für jedes Alter, Gastronomie, Familienhilfe/Spitex, Kindertagesstätte (Kita) und Büros. Es handelt sich dabei um das erste Projekt von «Servicewohnen.li». Damit wird der Grundstein für generationenübergreifende Projekte in Liechtenstein gelegt. In enger Absprache mit der Gemeinde Eschen-Nendeln realisiert die Annagh Est. das Leuchtturmprojekt, als Projektentwicklerin und Totalunternehmerin.

22. Jul 2019 / 21:47
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