• Milizpreis Feuerwehr
    Landesfeuerwehrkommandant Peter Ospelt durfte die Auszeichnung entgegennehmen.  (Reto Tuchschmid)

Feuerwehrverband erhält Milizpreis für Frauenkampagne

Die Liechtensteiner Feuerwehrverband wurde mit dem «Swiss Re Milizpreis» ausgezeichnet. Dies als Würdigung für die Kampagne zur Förderung von Frauen in der Feuerwehr.

Die Feuerwehr steht im Dienst der Bevölkerung. Unter Lebensgefahr übt sie Brandbekämpfung aus. Doch auch neben dem Bevölkerungsschutz ist sie ein tragendes Glied der Gesellschaft, denn die Feuerwehr lehrt Kameradschaft und bietet Jugendlichen Eintritt ins Vereinswesen. Obwohl die Feuerwehr historisch klar männlich dominiert ist, entschied sich der Liechtensteinische Feuerwehrverband, mit der Kampagne «Frauen in der Feuerwehr» mehr Kameradinnen anzuwerben. Eben weil Frauen auch die Möglichkeiten haben sollten, im Dienst der Bevölkerung zu stehen und Kameradschaft im Rahmen der Brandbekämpfung zu erfahren. Mit Plakaten, Zeitungsinseraten und sozialen Medien bewarb der Verband sein Projekt landesweit im Mai und Juni des vergangenen Jahres. Die Kampagne erhielt in der Folge Aufmerksamkeit sowohl inner- als auch ausserhalb der Landesgrenzen.

Einstellung der  Feuerwehr honoriert
«Das Stereotyp des Feuerwehrmannes ist schon lange nicht mehr zeitgemäss», sagt Landesfeuerwehrkommandant Peter Ospelt. «Heutzutage erfüllt die Feuerwehr eine Vielfalt von Aufgaben. Da ist es logisch, dass wir auch die ganze Vielfalt von Menschen einbeziehen sollten.» Letzten Mittwoch, 4. September, honorierte der «Swiss Re Milizpreis» diese Einstellung des Liechtensteiner Feuerwehrverbandes. Neben dem Vaduzer Bürgermeister, Manfred Bischof, fuhren acht Repräsentanten der Liechtensteiner Feuerwehr – darun­ter die Feuerwehrfrauen Nadin Kindle, Gaby Mair, Nadja Oehri und Brigitte Wolfinger – nach Rüschlikon am Zürchersee, um neben vier anderen Feuerwehren ein Preisgeld von 10 000 Franken zu erhalten. Alle fünf Preisgekrönten zeichneten sich durch ihre innovativen Ideen aus.

An der Veranstaltung erfuhren die Liechtensteiner weitere Wertschätzung. Die Redner lobten, dass der Milizpreis, der dieses Jahr zum 19. Mal von der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft vergeben wurde, über die Grenzen wanderte und nun international sei. Die Auszeichnung werde jedes Jahr an eine andere Branche vergeben, doch «bei all den Milizpreisen, die wir vergaben, kamen die Gäste noch nie in einer schöneren Uniform», sagte Walter Kielholz, Verwaltungsratspräsident der Swiss Re. Dabei wurde der Liechtensteiner Feuerwehrverband auch für die schönsten Uniformen gefeiert. Der Höhepunkt der Preisverleihung war jedoch die Laudatio, welche das Besondere der Kampagne unterstrich.

«Die Liechtensteiner wollten nicht einfach eine Frauenquote erzielen. Sie haben erkannt, dass hier Potenzial steckt, welches die Feuerwehr viel aktiver nutzen kann», sagte Urs Bechtold. «Der Liechtensteiner Feuerwehrverband fuhr die Kampagne, die ansprechend sowie einladend war und vor allem den Frauen den richtigen Stellenwert zusprach. Deshalb war sich die Jury sehr schnell einig, den Liechtensteiner Feuerwehrverband auszuzeichnen.» Dieser habe in Bezug auf die Tagesverfügbarkeit und die Herausforderung, weiterhin genügend Leute zu rekrutieren, den richtigen Ansatz gewählt.
Dem pflichtet auch die Feuerwehrfrau Sylvia Mitchell bei. Die Eschnerin berichtet diesbezüglich von ihren Erfahrungen: «Ich kenne das Vereinsleben bereits vom Musikverein und der Guggenmusik. Den Zusammenhalt und die Geselligkeit finde ich schön. Das hier ist aber nochmals etwas anderes. In der Feuerwehr arbeiten wir alle für das gleiche Ziel: Bereit zu sein, wenn etwas passiert.» (dam)

10. Sep 2019 / 15:15
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