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    Die Strassensteuern sollen gemäss der Stiftung Zukunft.li von den gefahrenen Kilometern abhängig gemacht werden.  (Daniel Ospelt)

Fahren soll künftig seinen Preis haben

Wer zu Spitzenzeiten mehr fährt, soll mehr zahlen: Das könnte Stau minimieren.

Was vor vielen Jahren vielleicht noch eine Ausnahme war, ist heute die Regel: Stau auf Liechtensteins Strassen. Dies vor allem zu Spitzenzeiten am Morgen und Abend sowie an neuralgischen Punkten. Ideen, wie auf dieses Problem – das künftig noch grösser werden wird – gelöst werden kann, gibt es einige. Nun präsentiert die Stiftung Zukunft.li einen weiteren spannenden Ansatz, um auf die sich abzeichnende zunehmende Verkehrsbelastung zu reagieren. «Road Pricing» heisst das Modell, bei dem nur jene zahlen sollen, die mit ihrem Personenwagen zu Spitzenzeiten fahren. Ein Modell, das die Motorfahrzeugsteuer ersetzen, das Verhalten der Autofahrer ändern und die Verkehrsspitzen brechen bzw. das Staurisiko senken soll.

40 Rappen pro Kilometer – dafür keine Motorfahrzeugsteuer
Erfüllt sich die Hoffnung der Stiftung Zukunft.li, dass dieses Modell im Mobilitätskonzept der Regierung Einzug findet und der Landtag dieses ebenfalls befürwortet, werden künftig Fahrten während den Spitzenzeiten pro gefahrenem Kilometer 40 Rappen kosten. Diese Regelung gilt allerdings nur an Werktagen von 7 bis 9 und von 16 bis 18 Uhr und ausschliesslich für Personenwagen. Gleichzeitig würde die Motorfahrzeugsteuer, die heute unabhängig vom eigenen Nutzungsverhalten von allen bezahlt werden muss – abgeschafft. Die Kosten des Verkehrs würden künftig also stärker vom Verursacher getragen. 

Die Verantwortlichen der Stiftung Zukunft.li haben berechnet, dass das Staurisiko so um rund 20 Prozent gesenkt werden könnte und glauben zudem, dass das Modell eine Verhaltensänderung der Autofahrer zur Folge haben würde. «Der Mensch reagiert immer auf preisliche Anreize. Wenn er weiss, dass er nur zahlen muss, wenn er das Auto zu bestimmten Zeiten benutzt, wird er nach Alternativen suchen», ist Stiftungsratspräsident Peter Eisenhut überzeugt. Damit er aber auf Alternativen zurückgreifen kann, müsste das Netz für den öffentlichen Verkehr vor der Einführung von «Road Pricing» nochmals bedeutend ausgebaut werden. (dv)

17. Jan 2020 / 21:01
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16 KOMMENTARE
Abzocke und nichts anderes
1. Wem dient das abgezockte Geld: den Stiftungsgründern die sich so ein bequemes regelmässiges Einkommen sichern.
2. Wird etwas für die Umwelt damit gemacht? Nein, Liechtenstein kann das Geld nicht Zielgebunden einsetzen.
3. Was ist der Benefit für die Liechtensteiner? Es gibt keinen, auch wenn die Stiftung das an allen möglichen Vorträgen so suggeriert: den Verkehr wird das nicht reduzieren. Es ist einfach eine weitere politische Lüge ein paar weniger die das CO₂ Problem zur persönlichen Bereicherung auf Kosten der Allgemeinheit pervertieren und das in bester Autoverkäufermanier dem Volk andrehen wollen.
4. Gibt es Nachteile für das Volk? Ja, mindestens drei, weitere lassen sich ableiten; das Fahren wird teurer, das wiederum schlägt auf die in Liechtenstein angebotenen Güter und Dienstleistungen und macht alles noch teurer und drittens wirst du mit dem GPS Gerät jeden Meter überwacht.
Fazit: Big Brother is watching you und ein paar wenige bereichern sich auf Kosten vieler.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 13.02.2020 Antworten Melden
alexius meint dazu...
Verursacher sind nunmal die Autofahrer, welche alleine im Auto sitzen.
Ist das nächste dann ein Gesetz, wieviel Leute sich in einem Fahrzeug befinden müssen, damit ich mein Auto überhaupt noch bewegen darf? Fleisch darf nur noch Mittwoch & Sonntags gegessen werden etc.? Es war schon zu lesen dass auch Kühe mit ihren Fürzen, massiv zum "Klima-Notstand" beitragen. Kühe verbieten oder eine Strafsteuer für alle Viehhalter? Diese, gegen das Gesetz (Schulpflicht) verstossenden Schulschwänzer sollen doch bitte mal mit 7-8jährigen Kindern in ein Dreckloch kriechen und mithelfen, das immer mehr begehrte Lithium zu fördern. Aber das ist ja alles weit weg und wenn diese Leute wegen Krankeit vielleicht nicht einmal 20 Jahre alt werden, was solls. Hauptsache das i-Phone läuft einwandfrei und grad noch schnell ein paar Bilder von der Demo verbreiten. Denn man war schliesslich dabei, man fühlt sich für sehr wichtig. Also ab ihr "Weltverbesserer"nach Südamerika und nach Lithium graben.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 19.01.2020 Antworten Melden
Unnötige Redundanz
Es gibt bereits ein System das Verursacherprinzip orientiert ist. Das nennt sich Kraftstofftaxe und das zahlst du mit jedem Liter getankten und mehr verbrauchtem Benzin oder Diesel direkt. Wer ein Auto hat das nur 5 Liter pro 100 km verbraucht zahlt weniger, wer eins hat das 30 Liter verbraucht mehr. Wer mit dem Velo statt dem Porsche Cayenne die Gipfel im Denner und das Cüpli beim "Wo ma mi kennt" holen geht zahlt gar nichts, die Edelkarossenfahrer*innen mehr. Das von der Stiftung Zukunft vorgeschlagene System dient nur der Überwachung und dem bequemen noch Reicher Werdens der Stiftungen und dahinter stehenden Personen und Nutznieser. Auf Abzocke und zur auf Schritt und Tritt Überwachung des Volkes. Für die Umwelt oder zur Reduzierung von CO₂ wird dabei NULL und GAR nichts getan. Ende der Diskussion.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 13.02.2020 Antworten Melden

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