• Mobiltelefon
    Bei einem Anbieterwechsel kann man nun auch in Liechtenstein die Telefonnummer mitnehmen. (Symbolbild)  (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Endlich kann man die Handy-Nummer mitnehmen

Ab Montag wird die Rufnummernportabilität auch in Liechtenstein endlich Realität. Nun kann man im Mobilnetz seine Rufnummer bei einem Anbieterwechsel behalten.

Es ist vollbracht: Nachdem die Rufnummernmitnahme im Festnetz bereits seit Sommer 2019 möglich ist, wird sie nun auch im Mobilnetz umgesetzt. Das teilte am Mittwoch das zuständige Amt für Kommunikation mit. Telekommunikationsbetreiber sind damit verpflichtet, die Rufnummernmitnahme oder Rufnummernportierung für Fest- und Mobilnetz verfügbar zu machen. Allerdings ist die Mitnahme der Telefonnummern auf das Land Liechtenstein mit der Landesvorwahl «+423» beschränkt. 

Zur Umsetzung dieser Entscheidung, die Rufnummernportabilität einzuführen, wurde im Sommer 2018 eine Arbeitsgruppe mit allen betroffenen Betreibern eingesetzt und vom Amt für Kommunikation eng begleitet. Wie das Amt für Kommunikation als Begründung schreibt, bedeute die Etablierung der Rufnummernmitnahme mehr Wahlfreiheit für die liechtensteinischen Konsumenten und trage ausserdem zu fairerem Wettbewerb bei.

Die Festnetztelefonie in Liechtenstein befindet sich im Sinkflug.

 

Ein Viertel aller Haushalte hat bereits ein Glasfaser-Abo

Gleichzeitig mit der Ankündigung der Rufnummernportabilität veröffentlichte das Amt auch die Marktstatistik 2019. Darin ist unter anderem zu sehen, wie sich der Trend zu Internet-Protocol-Diensten, kurz IP, weiter verstärkt hat. Das geht auf Kosten der «traditionellen» Festnetzanschlüsse. (siehe Grafik). Insgesamt nimmt die Zahl der Festnetzanschlüsse aber seit Jahren kontinuierlich ab. Grund dafür ist auch hierzulande der Siegeszug der Smartphones. So hat sich die Anzahl von mobilen Abonnements wieder um 2 Prozent erhöht, auf insgesamt 48 000 Stück.

Davon benutzen allerdings noch immer zwei Drittel eine Schweizer Vorwahl, nur ein Drittel benutzt die liechtensteinische. Immerhin gewinnen die Liechtensteiner seit Jahren Marktanteile hinzu, was nicht zuletzt an der Einführung der Roam-Like-at-Home-Tarifen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) liegen dürfte, welche ab Mitte 2017 eingeführt wurden.  Wie aus der Marktstatistik ausserdem hervorgeht, zeichnet sich bei den Festnetz-Internetanschlüssen der Ausbau des Glasfasernetzes sehr deutlich ab. So nahmen die Internetanschlüsse über Glasfaser von 1400 per Ende 2018 auf 4000 Stück per Ende 2019 zu. Damit sind bereits ein Viertel aller Internetanschlüsse in Liechtenstein mit der neuen Technologie ausgestattet. (ags)

31. Jan 2020 / 10:38
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