• Ein Dankeschön als Land

Unternehmer spenden 250 Liter Desinfektionsmittel

Nicht nur die Liechtensteiner Landesverwaltung sammelt Schnaps zur Herstellung von Desinfektionsmitteln. In Vorarlberg ist dieser Tage eine ganz ähnliche Aktion im Gange. Das Unternehmen Fritsch & Co. spendet Liechtenstein 250 Liter Desinfektionsmittel. Sie gehen an an Verwaltung, Sanitätsdienste und Spital.

Von Montag bis Mittwoch wurden auf einen Appell des Fussballvereins Austria Lustenau hin zahlreiche private Schnapsbestände nach entbehrlichen Spirituosen durchforstet. Seit gestern werden die letztlich aussortierten Exemplare in der Lustenauer Destillerie Freihof nun zu Ethanol redestilliert und anschliessend an gleicher Stelle zur Herstellung von Desinfektionsmittel nach Rezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genutzt.

Für Verwaltung, Spital, Sanitätsdienste und Bürger

Zahlen über die genaue Menge an gesammeltem Schnaps liegen aktuell noch nicht vor. Allerdings könne getrost von mehr als 2000 Litern an Altspirituosen ausgegangen werden, berichtet Johann Drexel, Geschäftsführer der Freihof-Destillerie. «Wir hätten nie mit einer so positiven Reaktion gerechnet und sind entsprechend sehr zufrieden.» Der Abschluss der Redestillation wird – abhängig von der tatsächlich zu verarbeitenden Menge an Schnaps – weiter oder weniger weit in die kommende Woche hineinreichen. Geht man davon aus, dass die Ausbeute letztlich bei gut einem Drittel der gespendeten Alkoholmenge liegen dürfte, kann wohl mit mindestens 700 Litern Ethanol gerechnet werden.

An diesem stolzen Ertrag wird auch das Land Liechtenstein partizipieren können. 250 Liter Desinfektionsmittel, so wurde es im Vorfeld vereinbart, sollen den Weg über die Grenze finden. Dort werde es an Verwaltung, Sanitätsdienste und Spital verteilt, wie Florian Fritsch, Chairman bei Fritsch & Co., sagt – aber auch «an die Liechtensteiner Bürger, die es brauchen». Die Investmentfirma Fritsch & Co. bildet als in Vaduz ansässiges Unterneh­men und Sponsor der Kinder- und Jugendabteilungen der Austria gewissermassen das Bindeglied zwischen Lustenau und Liechtenstein – und hat denn auch initiiert, dass ein Teil des Desinfektionsmittels ins Fürstentum geliefert wird. «Das Land unterstützt uns stets in allen Belangen, und wir hoffen, durch diese Spende etwas Unterstützung zurückgeben zu können. Wir sind hier mit mehreren Unternehmen und unserem Family-Office Fritsch & Co. fest verwurzelt und möchten auf diesem Wege auch Danke sagen», erklärt Florian Fritsch die Beweggründe.
Mit der Regierung Liechtensteins hat diesbezüglich bereits ein reger Austausch stattgefunden. Von Wirtschaftsminister Daniel Risch habe man sehr herzliche Danksagungen erhalten, so Fritsch. Aber darum geht es ihm letztlich nicht: «Es freut uns, dass wir auf diese Weise einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Gesamtsituation leisten können und hoffen, bald wieder zur Normalität zurückkehren zu können.» (bo)

27. Mär 2020 / 22:46
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