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    Immer mehr Länder führen ein drittes Geschlecht ein. In Liechtenstein ist dies jedoch noch kein Thema.  (marrio31)

Drittes Geschlecht kein Thema in Liechtenstein

In einigen Ländern gibt es mittlerweile ein anerkanntes drittes Geschlecht. Auch in der Schweiz wird dessen Einführung diskutiert. In Liechtenstein ist es kein Thema, da noch keine Fälle von intersexuellen Kindern bekannt sind.
Vaduz. 

Deutschland hat ein neues Geschlecht eingeführt: Neben Mann und Frau können sich intersexuelle Menschen – Menschen also, deren Geschlechtsmerkmale sich weder dem weiblichen noch männlichen eindeutig zuordnen lassen – offiziell als «divers» im Personenstandsregister eintragen lassen. Damit soll unter anderem auch verhindert werden, dass Kinder nach der Geburt operiert werden. Sie sollen später ihr Geschlecht selbst bestimmen können. In der Schweiz wird die Einführung eines dritten Geschlechts diskutiert. In Liechtenstein ist es hingegen noch kein Thema.

40 000 Transgender leben in der Schweiz
Das dritte Geschlecht ist nicht neu. Länder wie Australien, Dänemark, Kanada, Argentinien, Indien oder Neuseeland haben eine dritte Variante bereits eingeführt. Auch Österreich hat diesen Sommer erstmals das dritte Geschlecht in einer Urkunde anerkannt. Wie die «Weltwoche» schreibt, ist die dritte Option häufig nicht ausschliesslich auf Intersexuelle begrenzt, so wie es Deutschland vorsieht, sondern steht auch Personen zur Verfügung, die im biologischen Sinn zwar Mann oder Frau sind, sich aber nicht in diese beiden Kategorien einordnen lassen wollen – Transgender oder Nichtbinäre, wie sie sich nennen. In der Schweiz gibt es zwar momentan noch die herkömmliche Unterscheidung von «Mann» und «Frau», aber auch dort bahnen sich Änderungen an. Im Frühling hat der Bundesrat eine Vorlage präsentiert, welche es 40 000 Transgendern ermöglichen soll, Geschlecht und Vornamen einfacher ändern zu können. So soll eine einfache Erklärung genügen, um den Eintrag im Personenstandsregister abzuändern. Der komplizierte Weg zum Zivilgericht soll den Betroffenen erspart werden. Doch es soll in naher Zukunft auch eine Lösung für jene Kinder, die mit einem unbestimmten Geschlecht geboren werden, und deren Eltern geben. Wie die «NZZ» berichtet, gibt es in der Schweiz jährlich rund 40 Neugeborene mit einer «Variante der Geschlechtsentwicklung». Spätestens drei Tage nach der Geburt muss allerdings das Geschlecht beim Zivilstandsamt gemeldet werden, selbst wenn die Geburtshelfer es noch nicht bestimmen konnten. Das kann für das intersexuelle Kind später zum Problem werden, wenn es dem «falschen» Geschlecht zugeordnet wurde. Auch für die Eltern ist dies oft eine schwierige Situation. 
Aus diesem Grund wird das dritte Geschlecht auch in der Schweiz diskutiert. Ein Postulat dazu wurde bereits eingereicht. Etliche Kantone, Parteien und Organisationen sind der Meinung, dass die Schweiz nachziehen und diese Option nun ebenfalls schaffen solle. Der Bundesrat arbeitet das Thema derzeit in einem Bericht auf.

Keine Fälle in Chur oder Grabs bekannt
In Liechtenstein wird die Diskussion rund um die Änderung des Geschlechts und die Einführung des dritten Geschlechts in der Schweiz und den umliegenden Ländern verfolgt. Wie das Innenministerium mitteilt, besteht hierzulande kein Handlungsbedarf, das Verfahren einer Geschlechtsänderung im Personenstandregister zu vereinfachen: «Bei Erbringung der entsprechenden Nachweise ist es in Liechtenstein möglich, sowohl den Namen wie auch den Personenstand zu ändern», teilt das Ministerium mit. Allerdings komme dies sehr selten vor – es handle sich hier um Einzelfälle. 
Führt die Schweiz das dritte Geschlecht ein, dann müsste Liechtenstein allerdings reagieren und die Gesetzgebung anpassen. Der Grund liegt auf der Hand: Die meisten Geburten finden in der Schweiz statt. Die Liechtensteiner Neugeborenen werden im Geburtenregister des jeweiligen Kantons registriert. Die Daten werden an das Zivilstandsamt in Vaduz übermittelt, das sie automatisch ins liechtensteinische Personenstandsregister übernimmt. Allerdings ist hierzulande wie auch im Spital Grabs und in der Frauenklinik in Chur noch nie das Problem aufgetreten, dass ein Kind geboren wurde, dessen Geschlecht nicht zugeordnet werden konnte. «Das ist extrem selten der Fall. Und uns ist diese Problematik nicht bekannt», sagt Dajan Roman, Mediensprecher des Kantonsspitals Chur. Auch das Zivilstandsamt Vaduz musste sich noch nie mit einem Eintrag auseinandersetzen, der nicht einem Geschlecht zugeordnet werden konnte. (manu)
 

04. Jan 2019 / 07:00
Geteilt: x
1 KOMMENTAR
Schwachsinn!
Die Natur hat zwei Geschlechter geschaffen. Also was soll das mit dem dritten Geschlecht? Transgender sind aus einer Fehlbildung der Natur entstanden. Kann passieren. Deswegen kann man dies aber noch lange nicht als drittes Geschlecht bezeichnen. Bald werden die Schwulen auch darauf pochen, als viertes Geschlecht anerkannt zu werden usw. Würde mich nicht wundern.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 04.01.2019 Antworten Melden

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