• «Dinner for One» mit Blumen
    Bettina Stahl-Frick hat ihre Pflanzen kurzerhand in imaginäre Kollegen umgewandelt.  (Bettina Stahl-Frick)

Homeoffice-Blog: «Dinner for One» mit Blumen

Die Mitarbeitenden des Vaduzer Medienhauses arbeiten derzeit im Homeoffice. Wie es ihnen dabei geht und mit welchen Stolpersteinen sie zu kämpfen haben, erzählt jeder Redaktor in einer Kolumne.

Heute schreibt Redaktorin Bettina Stahl-Frick:

«Hey yo – alles fresh?» – mit diesen Worten begrüsst der eine Redaktionskollege jeweils das Team am Morgen. Manchmal grinst er auch heiter in die Runde und fragt: «Munter und fidel?» Der andere Kollege kann den Schubser beim Vorbeigehen nicht lassen, ebenso wenig wie ein wiederum anderer seine Anspielungen auf meine Grösse nicht lassen kann. Beispielsweise zeigt er auf die ein Meter grosse Kiste mit Altpapier und meint zu mir: «Darin könntest du geradezu Längen schwimmen.» Aber keine Angst! Ich leide nicht unter seinen Sprüchen – denn sonst würde es mir jetzt nicht fehlen!

Ebenso vermisse ich den Blick einer Kollegin, begleitet mit einer Kopfbewegung in Richtung Terrasse. Will heissen: Sonnenpäuschen ist angesagt (bestenfalls mit Yes-Törtchen). Mir fehlt der Austausch mit all den kreativen Köpfen beim Gegenlesen unserer Texte. Oder die fast tägliche Frage einer anderen Kollegin: «Alls okay»? Und ist mal nicht alles okay, folgt unmittelbar das Gespräch, bei dem ich spätestens nach einer Minute wieder lachen muss.

Und jetzt sitze ich hier im Homeoffice. Ohne mein Redaktionsteam. Nur die Arbeit, die ist noch da. Selbst das schrille Gebimmel der Glocke immer zu Beginn der Redaktionssitzung geht mir ab. Da ist mir eine Idee gekommen: Ich versammle meine Pflanzen um mich herum und spreche einfach mit ihnen, als wären sie die Medienhäusler. Die Pflanzen freut’s und mich erheitert nur schon der Gedanke. Die Orchidee kommt beispielsweise mit ins Sonnenpäuschen, dem Glücksklee lege ich meine Artikel zum Gegenlesen vor, vom stacheligen Kaktus stecke ich Sprüche ein, mit den Weidenkätzchen gehe ich tratschen und der Schokoladenbaum dient als Nervennahrung.

Um in möglichst authentischer Medienhaus-Manier zu bleiben, darf dann auch das Feierabendbier nicht fehlen. Das wird ein Spass, und alleine bei der Vorstellung schiesst mir nur ein Gedanke durch den Kopf: «Dinner for One». Es könnte heute Abend also ziemlich lustig werden. Zum Glück habe ich nirgends einen Teppich mit Tigerkopf …

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27. Mär 2020 / 20:58
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