• Unterhaltungsabend Feuerwehr Vaduz
    Rasant ging es zu und her bei der Unterhaltung der Feuerwehr Vaduz.  (Rudi Schachenhofer Bendern)

Das Streben nach Glück in Vaduz

Am Samstag wurde anlässlich der traditionellen Dreikönigsunterhaltung von der Feuerwehr Vaduz das Stück «Dr Otto spelt Lotto» aufgeführt.
Vaduz. 

Das dreiteilige Werk aus der Feder von Jeannette Robia-Züger überzeugte das Publikum im Vaduzer Saal durch viel Slapstickmomente und ein charmantes Zusammenspiel des neunköpfigen Ensembles. Auch dieses Jahr war die Dreikönigsunterhaltung der Feuerwehr Vaduz ein Erfolg.

Fotostrecke: Unterhaltungsabend Feuerwehr Vaduz
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Wie es der Name des Theaterstücks schon verrät, hat die Hauptfigur Otto Gerster, dargestellt von Rigobert Wolf, ein grosses Faible für Glücksspiele wie Jassen oder Lotto. Diese gut gemeinte, jedoch nicht sehr sichere Investition in die Wohlstandserhaltung seiner Familie geschieht sehr zum Missfallen seiner Gattin Gerti, die von Renate Lageder mit viel Feuer gemimt wurde. Damit der Haussegen bei den Gersters wieder gerade hängt, unternahm Otto im Verlauf des Stückes einiges, um seine Leidenschaft für das Ankreuzen von den richtigen Zahlen zu verheimlichen, was ihn in zahlreiche teils recht absurde Situationen brachte.

Der ganz normale Wahnsinn
Die Familie Gerster hatte im Stück mit einigen Alltagsproblemen zu kämpfen. Die Mutter und Rappenspalterin Gerti wurde beim Schwarzfahren erwischt, Tochter Käthi (Sandra Lageder) hätte gerne den Segen ihrer Mutter für die Beziehung zu ihrem unbetuchten Martin (Robin Ospelt) und Ottos altledige Halbschwester Monika (Bernadette Mauss) lieferte sich einen regelrechten Kleinkrieg mit der Hausherrin.

Durch diese vielen kleinen Problemchen und Missverständnisse entstanden Situationen, die auch Familien im Publikum bekannt vorkamen und so für viele Lacher sorgten. Vieles wirkte vertraut bei der grossen Familienzusammenkunft und doch schwebte über allem die Thematik des Strebens nach Glück. Ist Geld oder in diesem Fall ein Lottogewinn der Schlüssel zur absoluten Freude und Zufriedenheit?

Geld, Freundschaft und Familie
Dass Geld allein nicht glücklich macht, wurde auch Otto klar, als er endlich im Lotto gewonnen hatte. Er musste nämlich seiner Gemahlin unbedingt weiter verheimlichen, dass ihn das Zockerfieber wieder gepackt hatte. Durch das Verstecken des Geldes und einem glücklichen Zufall fiel das Geld jedoch seiner Tochter und seinem Schwiegersohn in spe in die Hände, sodass schlussendlich doch noch die ganze Familie von seinem guten Händchen profitieren konnte. Auch seine Halbschwester Monika wandelte sich durch die neu gewonnene Liebschaft mit dem charmanten Bahnangestellten Gerry, der von Max Walser dargestellt wurde, von einer verbitterten Altledigen zu einem frisch verliebten Türteltäubchen.

Das Stück und die sympathischen Darsteller zeigten, dass Freundschaft, Familie und Liebe mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen sind. So hat zum Beispiel Ottos Kollege Hugo, grandios inszeniert von Tobias Thanei, jegliche Eskapaden zu dessen Schutz auf sich genommen. Egal, ob es um den Kauf der gleichen Jacke ging oder darum, sich in Frauenkleidern als Affäre von ihm auszugeben. Beim Theater schimmerte neben den vielen skurrilen Momenten voller Witz immer auch wieder ein wenig die Kollegialität der Feuerwehr durch, denn nicht nur der Briefträger Bruno (Mario Becker), auch die Nachbarin Resi (Carmen Hemmerle) halfen mit, dass bei den Gersters wieder Frieden einkehrt.

Wer solche Freunde und eine so spannende Familienkonstellation hat, der braucht auch keinen grossen Hauptgewinn mehr, sodass Otto zum Schluss auch gerne darauf verzichtete und mit den Worten schloss: «Otto spelt ka Lotto!» Denn was ist Geld schon wert, wenn man es nicht mit seinen Liebsten teilen kann? (ci)

07. Jan 2019 / 11:51
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