• Grand Casino, Bendern
    Die Spielautomaten dürfen zwar benutzt werden, allerdings fordert die Abstandsregelung mindestens Trennwände.  (Tatjana Schnalzger)

Casinos haben Schweizer Schutzkonzept eingereicht

Die vier Liechtensteiner Spielbanken warten nun auf die Rückmeldung der Regierung.

Am Mittwoch hat der Schwei­zer Bundesrat entschieden, dass ab dem 6. Juni alle Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wieder öffnen dürfen – darunter fallen auch die Casinos. Der Schweizer Casino Verband hat dem Bundesrat schon am 14. Mai ein entsprechendes Schutzkonzept vorgelegt. In Liechtenstein wird die Regierung heute Nachmittag über weitere Lockerungen informieren. Die Casinos könnten dabei auch zur Sprache kommen. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass sich die Lockerungen im selben Rahmen befinden, wie sie vom Bundesrat kommuniziert wurde.

Unsicher, ob Schutzkonzept so angenommen wird
Die Casinos in Liechtenstein üben sich mit konkreteren Aussagen allerdings noch in Zurückhaltung. Man wolle abwarten, bis die hiesige Regierung bezüglich der Casinos kommuniziere, erklärt etwa der Medienverantwortliche der Casino Admiral AG, die in Ruggell und Triesen eine Spielbank betreiben. Dieselbe Antwort erteilt auch die Grand Casino Liechtenstein AG mit Sitz in Gamprin. «Wir wissen noch nicht, was von der Regierung bestimmt wird», heisst es. Martin Frommelt, Media Manager des Casinos Schaanwald, wurde etwas konkreter. So haben sich die vier liechtensteinischen Casinobetreiber bezüglich eines Schutzkonzeptes frühzeitig an einen Tisch gesetzt und es einvernehmlich verabschiedet.

Laut Frommelt erhoffen sich die Casinobetreiber heute auch bezüglich der Wiedereröffnung der Spielbanken eine positive Entscheidung von der Regierung. Das entsprechende Schutz­konzept wurde von den liechtensteinischen Casinos  am vergangenen Mittwoch bei den zuständigen Behörden eingereicht. «Wir haben ein analoges Schutzkonzept, wie es vom Schweizer Casino Verband am 14. Mai dem Bundesrat vorgelegt wurde, der Regierung übermittelt», erklärt Frommelt. Eine Rückmeldung würde bislang allerdings noch ausstehen. «Wir warten noch ab. Auf gestrige Nachfrage war noch unklar, welche Stelle das Schutzkonzept schliesslich überprüfen wird», sagt er weiter. Auch die Grand Casino Liechtenstein AG erklärt auf Anfrage, dass sie noch nicht genau wisse, ob die Regierung den Vorschlag der Liechtensteiner Casinobetreiber so annehmen werde, wie er von ihnen eingereicht wurde. Dennoch sind laut Martin Frommelt die Casinos aber auf jeden Fall gut für eine Wiedereröffnung vorbereitet – selbstverständlich aber sei noch unklar, ob allenfalls weitere Auflagen dazukommen oder abgeändert werden. 

Auf Blackjack und Co. muss vorerst verzichtet werden
Gemäss dem Schutzkonzept des Schweizer Casino Verbandes gelten die Massnahmen bei der Wiedereröffnung der Casinos – Restaurants und Bars in den Spielbanken sind von diesen Vorgaben ausgenommen. Als erste Massnahme führt der Schweizer Casino Verband die regelmässige Händehygiene an, die sowohl für Gäste wie auch die Mitarbeitenden gilt. Beim Eintritt in das Casino sollen dementsprechend Händehygienestationen bereitstehen. Kassen- und Empfangsmitarbeitende arbeiten mit Handschuhen und Trennwände müssen in diesen Bereichen aufgestellt werden. Ebenfalls zum Einsatz kommt der sogenannte Spuckschutz zwischen den Spielautomaten, wenn der geforderte Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Laut dem Media Manager des Casinos Schaanwald sei die Alternative, in gewissen Bereichen nur jeden zweiten Automaten freizugeben. Der Schweizer Casino Verband hat zudem entschieden, dass auf Tischspiele wie Roulette, Blackjack oder Poker vorerst verzichtet werden muss, da die Distanz- und Hygienegrundregeln dort nur schwer eingehalten werden können. Des Weiteren darf sich zur Gewährleistung des Minimalabstandes im Casino maximal ein Gast pro zehn Quadratmeter aufhalten. «Die Anzahl der sich gleichzeitig im Casino befindenden Personen wird durch systematische Kundenzählung registriert und überprüft», heisst es im Schutzkonzept. So werden die Gäste auch beim Eintritt ins Casino identifiziert und registriert. Zusätzlich wird es in den Schweizer Casinos und damit womöglich auch in Liechtenstein klar gekennzeichnete Bewegungs- und Aufenthalts­zonen für Gäste geben. Die regelmässige Desinfektion von Spielautomaten, Oberflächen und Gegenständen wird ebenfalls vorgeschrieben. So müssen Spielautomaten nach jeder Benutzung desinfiziert und entsprechend mit «Spielautomat ist desinfiziert» gekennzeichnet werden. (jka)

29. Mai 2020 / 08:42
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