• Berno Büchel, Robin Schädler und Christian Frommelt (v. l.).
    Berno Büchel, Robin Schädler und Christian Frommelt (v. l.).  (Daniel Schwendener)

Internetseite gibt Wahlempfehlung

Welcher Landtagskandidat passt am besten zur eigenen politischen Position? Mit wem ist die Schnittmenge eher gering? Die Website www.wahlhilfe.li liefert Liechtensteins Wählern seit Donnerstagnacht Antworten – und hilft so bei der Meinungsbildung.

2013, als Liechtensteins Stimmbürger letztmals ihre Landtagsvertreter wählten, begann sich bei Robin Schädler ein Gefühl breitzumachen. Eines, das ihm sagte, trotz aller Informationen, die er über Broschüren oder Medien erhalten hatte, nicht so informiert zu sein, wie es für eine fundierte politische Meinungsbildung nötig wäre. «Es hat einfach noch etwas gefehlt. Etwas Handfestes», erzählt er. «Die Kandidaten waren für mich nicht richtig greifbar.»


Die Wahlen gingen vorüber, 25 alte und neue Abgeordnete 
zogen ins Parlament ein, doch Schädlers Gefühl blieb – und verfestigte sich zu einem Gedanken: Warum Liechtensteins Wählern nicht ein Instrument zur Verfügung stellen, das politische Positionen von Kandidaten konkret abbildet und die Entscheidungsfindung dadurch merklich erleichtern könnte? Gestern durfte Schädler im Liechtenstein-Institut in Bendern präsentieren, was aus jener anfänglichen Idee erwachsen ist: wahlhilfe.li. Gemeinsam mit diversen Kooperationspartnern hat der Liechtensteiner im Hinblick auf die Landtagswahlen 2017 eine Online-Wahlhilfeplattform lanciert, die das gewährleisten soll, was er sich vor vier Jahren gewünscht hatte: prägnante, verständliche und ansprechend aufbereitete Informationen.
45 Fragen bilden die Essenz


Das Herzstück von wahlhilfe.li bilden 45 vom Liechtenstein-Institut entwickelte Fragen, die zehn Themenbereiche abdecken und mittels der vier Auswahlmöglichkeiten «ja», «eher ja», «eher nein» und «nein» beantwortet werden können. Die Fragen wurden einerseits unter dem Eindruck des Austauschs mit smartvote.ch, dem längst etablierten Schweizer Pendant von wahlhilfe.li, erstellt. Andererseits wurden Einschätzungen der Parteipräsidenten sowie jener 18 aktuellen Landtagsabgeordneten berücksichtigt, die sich an einem (geglückten) Testlauf beteiligt hatten.
Jeder Frage beigefügt sind zudem Erläuterungen und die jeweiligen Pro-/Kontra-Argumente. Damit, so Christian Frommelt, Forschungsbeauftragter Politik am Liechtenstein-Institut an der gestrigen Pressekonferenz, wolle man dem Aspekt der politischen Bildung Rechnung tragen. Es gehe darum, jedem, der die Fragen beantworte, auch einen gewissen Kontext aufzuzeigen. (ob)

16. Dez 2016 / 21:49
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