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    Die Pferdestute erlitt Verletzungen, insbesondere Blutungen.  (purple_queue)

Mann vergeht sich an Pferdestute

Ein Mann aus Liechtenstein musste sich am Vormittag wegen Tierquälerei vor dem Landgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, sich mehrere Male in einem Zeitraum von zwei Jahren an einer Pferdestute sexuell vergangen zu haben.
Vaduz. 

«Es tut mir sehr leid», sagte der Beschuldigte gestern vor Gericht. Er arbeite an sich und besuche auch regelmässig eine entsprechende Therapie. «Ich bin am Boden, weiter kann ich nicht mehr sinken.» Er hoffe, dass ihm die Menschen eine zweite Chance geben – «ich möchte es schaffen, mich wieder hochzukämpfen», so der Beschuldigte in seinem Schlusswort. Von seiner eigentlichen Einvernahme wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, damit der Mann seine Intimsphäre wahren kann.

Die Pferdestute erlitt Verletzungen

Gemäss Strafantrag der liechtensteinischen Staatsanwalt hat sich der Beschuldigte während zwei Jahren an einer Pferdestute sexuell vergangen. Erst habe er das Tier lediglich gestreichelt oder sich auf seinen Rücken gesetzt. Nach und nach habe er dann aber auch mit sexuellen Handlungen an dem Tier begonnen, indem er mit der Hand in das Tier eindrang. Sein letzter nächtlicher Besuch bei dem Pferd hatte Konsequenzen: Die Stute erlitt Verletzungen, insbesondere Blutungen. Der Pferdebesitzer erstattete schliesslich eine Anzeige. Der Beschuldigte zeigte sich gestern vollumfänglich geständig.

Die sexuellen Handlungen zu leugnen, hätte ihm auch nicht viel genutzt: Zum einen wurden DNA-Proben sichergestellt, zum anderen hat der Pferdebesitzer eine Überwachungskamera aufgestellt, auf deren Aufnahmen der Beschuldigte deutlich erkennbar ist. Der Besitzer hatte wohl schon seit längerem den Verdacht, dass sich der Beschuldigte über einen Zaun in den Stall schlich und sich dort Zutritt zu dem Raum verschaffte, wo die Stute mit anderen Pferden untergebracht war. Aufgefallen ist auch, dass der Beschuldigte seine Taten im Stall teilweise vorbereitete, indem er beispielsweise eine Regenhose zum Überstreifen bereit legte, um seine Hose nicht dreckig zu machen.

Besitzer erhält rund 10 000 Franken

Die Staatsanwältin forderte eine der Tat und Schuld angemessene Strafe. Als erschwerend zu bewerten sei der lange Zeitraum von zwei Jahren, in denen die Pferdestute immer wieder sexuell missbraucht wurde. Die Richterin verhängte schliesslich eine Geldstrafe in der Höhe von 14 400 Franken, allerdings bedingt. Lässt sich der Beschuldigte in den nächsten drei Jahren allerdings nichts zu Schulden kommen, muss er die Strafe nicht bezahlen. Kosten kommen dennoch auf ihn zu: Zum einen machte der Pferdebesitzer einen Privatbeteiligtenzuspruch in der Höhe von 9950 Franken geltend, welcher der Beschuldigte ohne Wenn und Aber anerkannte. Ebenso nahm er die von der Richterin ausgesprochene Weisung an, die angefangene Therapie fortzusetzen und von deren Verlauf dem Gericht vierteljährlich zu berichten.

Die verhängte Strafe bewege sich im oberen mittleren Rahmen, wie die Richterin sagte. Ausschlaggebend dafür sei der – wie auch von der Staatsanwälting erwähnte – lange Tatzeitraum. Als mildernd habe sie gewertet, dass der Beschuldigte sein Unrecht eingesehen und seine Therapie auf eigene Initiative angefangen hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (bfs)

12. Nov 2019 / 12:17
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