• Die Frau kann nicht mehr in ihre Wohnung zurückkehren.

Frau innerhalb von zehn Tagen zweimal überfallen

Nach den Vorfällen in Ruggell gibt es viele Fragen, doch die Landespolizei hält sich bedeckt.
Ruggell. 

Die Frau, die am Montag in Ruggell erneut überfallen und deren Wohnung in Brand gesetzt wurde, wurde bereits schon vor drei Jahren Opfer eines Einbruchdiebstahls. Dies bestätigte gestern die Landespolizei. Ausserdem sagte Andreas Schädler, Chef Kripo, auf «Vaterland»-Nachfrage, dass sich die 41-Jährige derzeit noch im Spital befindet. Da die Einliegerwohnung unbewohnbar ist, wurde hinsichtlich der Unterbringung mit der Gemeinde Ruggell Kontakt aufgenommen. Diese stellt ihr eine Notwohnung zur Verfügung. 

Beim Einbruchdiebstahl Medikamente gestohlen
Der erneute Überfall mit dem Brand in der Wohnung von Montag wirft nach jenem Raubüberfall vom 18. Oktober viele Fragen auf. Hinzu kommt nun, dass die Landespolizei gestern bestätigte, dass es bereits im Jahr 2016 zu zwei Vorfällen bei derselben Liegenschaft mit der gleichen Bewohnerin gekommen sei. «Es kam damals zu einem Einbruchdiebstahl sowie zu einem weiteren Vorfall, bei welchem eine unbekannte Täterschaft einen Teppich angezündet hat», sagte Peter Elkuch, Chef-Stellvertreter Kriminalpolizei. Eingebrochen wurde vor drei Jahren ebenfalls in die Einliegerwohnung, gebrannt habe es im Treppenhaus davor. Gemäss unbestätigten Informationen wurden Medikamente gestohlen. Zudem hätte es einen zweiten Einbruchversuch gegeben, der aber aus unbekannten Gründen misslungen sei. 

Mutmassungen aus Nachbarskreisen
Beim Raubüberfall vor über einer Woche wollte ein angeb­licher Postbote ein Paket abholen. Dabei wurde gemäss wei­teren, unbestätigten Aussagen Geld gestohlen. Niemand kann sich ausserdem erklären, weshalb die Frau, die in Nachbarskreisen als «ruhig und vorsichtig» beschrieben wird, den Mann überhaupt in die Wohnung gelassen hat. Nicht nur an jenem Montagmittag, sondern auch vorgestern ist die 41-Jährige alleine zu Hause gewesen, da ihr Ehemann bei der Arbeit war. Die Täterschaft müsse sie wohl genaustens beobachtet haben, so die Mutmassungen. Weshalb es jemand auf die Frau abgesehen hat, weiss niemand genau, denn sie sei eine, die «keiner Fliege was zuleide tue». 

«Ermittlungen laufen auf Hochtouren»
Da die 41-Jährige mit ihrem Ehemann in der Wohnung lebt, fragten sich manche, ob es sich wohl um ein Beziehungsdelikt handelt oder die Taten einen persönlichen Hintergrund hätten: «Die Ermittlungen zum Tathergang und zur Täterschaft laufen auf Hochtouren und dauern an», meinte der Kripochef. Auch zum Deliktgut von vorgestern und inwieweit die Über­fälle in Zusammenhang stehen, wollte Andreas Schädler aus «ermittlungstaktischen Gründen» nicht beantworten. (bc)

29. Okt 2019 / 22:43
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