• Ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen brannte am Sonntag lichterloh.
    Ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen brannte am Sonntag lichterloh.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Brandursache beim Mehrfamilienhaus in Schaanwald ist noch unklar – auch die Obduktionsergebnisse liegen noch nicht vor.

60 Feuerwehrleute aus Mauren, Vaduz und Eschen standen am Sonntagmorgen ab 7.15 Uhr in Schaanwald im Einsatz, um noch Schlimmeres zu verhindern. Doch auch wenn der Brand bei dem Mehrfamilienhaus, in dem insgesamt sechs Wohnungen untergebracht sind, gegen 13 Uhr gelöscht werden konnte, so herrschte schnell traurige Gewissheit, dass einer der Bewohner ums Leben gekommen war. Inzwischen hat die Landespolizei die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache sowie der Todesursache der aufgefundenen Person aufgenommen. «Ergebnisse liegen aber noch keine vor – diese Untersuchungen werden wohl einige Zeit in Anspruch nehmen», so Sibylle Marxer, Mediensprecherin der Landespolizei.

Grösstes Problem war die massive Hitze

Zur Unterstützung forderte die Maurer Feuerwehr, die mit 34 Mann vor Ort war, die Feuerwehr Eschen wie auch die Stützpunktfeuerwehr Vaduz an. «So konnten wir den Brand glücklicherweise relativ schnell unter Kontrolle bringen», erzählt Maurens Feuerwehrkommandant Max Bühler. Gegen 13 Uhr habe man mit den Aufräumarbeiten beginnen können. Die Brandwache blieb bis 20 Uhr vor Ort , bevor die Polizei das Gebäude schliesslich versiegelt habe. Problematisch für die Feuerwehren war gemäss Bühler vor allem die sehr grosse Hitze. Denn die Flammen hätten lichterloh durch das Fenster geschlagen und sich an der Fassade hoch bis zum Dachstuhl geschlängelt. Der letzte Brand dieser Grössenordnung in Mauren-Schaanwald liegt übrigens bereits zwei Jahre zurück und ereignete sich im Krummenacker in Mauren.

Video

Brand in Schaanwald
Ein Mehrfamilienhaus brennt in Schaanwald.

Bewohner des Hauses anderweitig untergebracht

Die aus den sechs Wohnungen evakuierten Bewohner konnten in der Zwischenzeit zum einen Teil bei Verwandten und Bekannten, zum anderen Teil in von der Gemeinde für solche Fälle vorgesehenen Wohnungen untergebracht werden. Gemäss Max Bühler konnten sie zwar noch einige wenige persönliche Dinge aus ihrem Zuhause holen, doch die Wohnungen seien durch die starke Rauchentwicklung unbewohnbar.

Tiefe Betroffenheit bei den Nachbarn

Das ganze Drama miterlebt hat eine Anwohnerin, die kurz nach 7 Uhr morgens durch Sirenen aus dem Schlaf gerissen wurde. Erst habe sie noch gedacht, es handle sich um Sirenen eines Krankentransports, der auf dem Weg nach Feldkirch sei. «Dann erst fiel mir auf, wie nahe sie waren. Plötzlich knallten Türen. Und dann kam auch schon die Feuerwehr ums Eck geschossen.»

Unter den Anwohnern habe keine Panik geherrscht, man habe den Ernst der Lage im Schockzustand erst gar nicht erkannt. Sehr schnell seien die Bewohner des brennenden Hauses sowie der beiden direkt angrenzenden Mehrfamilienhäuser evakuiert worden. «Zwischen neun und zehn Personen, darunter auch ein Kind sowie ein Jugendlicher, haben sich auf dem nahegelegenen Kinderspielplatz versammelt, bis das Kriseninterventionsteam eingetroffen ist», berichtet die Anwohnerin. Sie selbst hat den Betroffenen bis dahin gut zugeredet und sie mit Wasser versorgt. «Ich war froh, dass ich helfen konnte. Man weiss ja nie, wenn es einen selber trifft. Da ist man froh um jede helfende Hand.»

Bei dem Mann, der den Brand nicht überlebt hat, handelt es sich gemäss Aussagen der Nachbarn um eine ältere Person, die gesundheitlich angeschlagen und auf den Rollstuhl angewiesen war. Die Angehörigen seien noch am selben Tag informiert worden. «Wir sind hier im Quartier noch immer geschockt und tief bestürzt. Natürlich leiden wir mit den Angehörigen und allen vom Brand betroffenen Personen mit», so die Anwohnerin. Schliesslich kenne man die meisten Betroffenen. (dv)

17. Sep 2019 / 07:00
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