• Hotel Receptionist  giving the Room Keys
    Der Unternehmer wurde zwar schuldig gesprochen, kam trotzdem aber mit einem blauen Auge davon.  (iStock)

Blanker Unternehmer bucht Hotelaufenthalt und bezahlt nicht

Ein Unternehmer-Ehepaar gönnte sich für knapp 6000 Franken einen zehntägigen Aufenthalt in einem Tiroler Wellnesshotel. Doch bezahlen konnte es die Rechnung nicht.

Ein Liechtensteiner Unternehmer wollte seiner Frau eine Freude bereiten und hatte im Mai 2018 einen Aufenthalt in einem Tiroler Hotel  in Pertisau am Aachensee gebucht. Dort war das Ehepaar schon elf Mal zu Gast und kannte die Hoteliersfamilie bereits persönlich. «Wir pflegten ein freundschaftliches Verhältnis zueinander», erklärte der Beschuldigte gestern vor dem Landgericht. Dass er sich nun im Gerichtssaal wiederfand, ist auf eben diesen 12. Aufenthalt zurückzuführen: Nach dem zehntägigen Urlaub im Mai 2018 konnte der Liechtensteiner die Hotelrechnung von 5585 Franken nicht begleichen – ebenso wenig hatte seine Ehefrau die nötigen Finanzen dazu. Es folgte die Anzeige wegen schweren Betrugs. 
Zwar glaubte das Gericht dem Beschuldigten gestern, dass dieser nicht mit dem Willen nach Tirol gereist war, die Hoteliersfamilie zu schädigen. Dennoch ist laut dem Richter ein bedingter Vorsatz gegeben. «Sie haben gewusst, dass Sie blank sind und die Rechnung zu bezahlen schwierig werden könnte», hielt er dem Beschuldigten vor. 
Der Liechtensteiner wurde schuldig gesprochen, kam gleichzeitig aber mit einem blauen Auge davon. Die 100 Tagessätze zu je 10 Franken fallen bedingt auf eine Probezeit von drei Jahren an. Der Beschuldigte ist nach wie vor hoch verschuldet, besitzt weder Vermögen noch hat er derzeit ein Einkommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (jka)

17. Jan 2020 / 15:01
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1 KOMMENTAR
bedingt?
Das ist doch geradezu eine Einladung, es dem Täter nachzumachen.

Da macht jemand auf dicke Hose, obwohl er weiss, dass er pleite ist.

Ich buche ein Hotel, obwohl ich weder Vermögen noch Einkommen habe????

Für mich als Nichtrichter ist das nach "XMV, xundem Menschenverstand" ganz klar Vorsatz und schwerer Betrug. Punkt.

Ach, ja, es gab keinen Willen, die Hoteliersfamilie zu schädigen, denn man hat weder Körperverletzung begangen, noch Totschlag oder Mord, nur deren Vermögen wurde a bisserl geschädigt.

Und das ist ja nicht so schlimm, ist ja bloss Geld, gell? Soll man dem Täter gar noch dankbar sein?

Unglaublich. Gibt es denn gar kein Augenmass mehr?
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 17.01.2020 Antworten Melden

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