• Liechtenstein Fussball Challenge-League FC Vaduz - FC Winterthur
    Tunahan Cicek (M.) möchte heute erneut gegen Winterthur treffen. Seine gute Form spricht dafür: In den fünf Spielen seit dem Restart gelangen ihm drei Tore und drei Vorlagen.  (Eddy Risch)

Vaduz muss heute eine Siegesserie starten

Vergangene Woche liess die Frick-Elf fünf wichtige Punkte liegen. Gegen Winterthur darf sie sich somit keinen Fehler mehr erlauben.

So eine bittere Pille wie die 2:3-Niederlage am Freitag – diese ausgerechnet noch gegen die Grasshoppers, den ärgsten Konkurrenten um die Barrage – muss erst einmal runtergeschluckt werden. «Die Stimmung am Samstag war im Keller», berichtete Trainer Mario Frick gestern an der Medienkonferenz. Zum ersten Mal in diesem Jahr wurde man in einem Pflichtspiel bezwungen. Elf Runden ist es her, als Kriens die Frick-Elf im Dezember vor der Winterpause 1:2 schlug. Die jüngste Niederlage sei deshalb ein «Scheissgefühl» gewesen, das die Mannschaft so nicht mehr kannte.     

Abschlusstrainings nur noch hinter geschlossenen Türen
Die null Punkte werden der im Spitzenkampf gelieferten Leistung nicht gerecht. Zur Halbzeit lag Vaduz 2:0 in Führung, dann nutzte GC drei seiner vier Chancen effizient (47., 84. und 89.). Das Anschlusstor kam zum dümmsten Zeitpunkt, Andreas Wittwers später Sonntagsschuss bescherte letztlich den Sieg. Doch inzwischen habe die Frick-Elf die Grasshoppers abgehakt. Nun sind die Augen ganz auf das heutige Auswärtsspiel gegen Winterthur gerichtet (Anpfiff 18.15 Uhr im Utogrund): «Wie im restlichen Leben ist es nach einem solch herben Rückschlag wichtig, dass man wieder aufsteht und weitermacht.»  Eine solche Kämpfereinstellung wird auch notwendig sein, um die Hoffnungen auf einen Aufstieg in die Super League weiterhin am Leben zu erhalten. Auch aus diesem Grund werden die Abschlusstrainings bis Saisonende hinter geschlossenen Türen stattfinden, wie der Trainer erklärt: «Es geht vor allem um taktische Angelegenheiten. Wir wollen nicht, dass die Aufstellung vorher publik wird.» Acht Spiele vor Schluss beträgt der Abstand auf GC fünf Punkte. Möglich bleibt alles, wie das Näherrücken an 
Tabellenführer Lausanne-Sport zuletzt unterstrich. Weitere Fehler darf sich der FCV jedoch nicht mehr erlauben.  «Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand und müssen hoffen, dass die Gegner vor uns straucheln», so Frick. Unter folgender Voraussetzung ist er überzeugt davon, dass Vaduz den Barrageplatz noch zurückerobert: Wenn heute eine Siegesserie initiiert wird.  

Frick will mit der «stärksten Formation» antreten
Beim letzten Aufeinandertreffen mit Winterthur vor etwas mehr als zwei Wochen, zum Re-start der Challenge League, überzeugte Vaduz mit einem klaren 4:1-Sieg im Rheinpark Stadion. Davor gab es diese Saison zwei knappe 0:1- respektive 1:0-Niederlagen gegen das Team, das sich momentan auf dem fünften Rang befindet und gerade Liechtensteins ehemaliger Nationaltrainer Ralf Loose betreut. Mario Frick geht von einer hart umkämpften Partie aus: «Das 4:1 wäre ebenfalls ein Spiel auf Augenhöhe gewesen, wenn Alvares nicht eine Rote Karte gekriegt hätte.» (Anm. d. Red.: In der 45. Minuten wegen Reklamation.) Die mentale wie körperliche Frische werde entscheiden, wer die drei Punkte mit nach Hause nehme. Richtig gelesen: Weil die Schützenwiese derzeit einen neuen Rasen erhält, trägt der FC Winterthur seine Partien seit dem Restart im Utogrund als Geisterspiele aus. Das «Zürcher Exil» ist mit dem Auto rund 30 Minuten von ihrer Heimat entfernt.
Allzu grosse Experimente möchte Frick gegen Winterthur nicht wagen. Neben den drei Verletzten muss er wegen einer Notbremse auf Pius Dorn verzichten: «Wir werden heute mit unserer stärksten Formation auflaufen.» Beim 2:2-Remis vor einer Woche in Schaffhausen verbrannte er sich mit acht neuen Spielern in der Startelf die Finger. Gegen GC wollte er sich für diesen Mut belohnen. Stattdessen wurde noch einmal Salz in die Wunde gestreut. 
Eine tragende Rolle wird heute Tunahan Cicek einnehmen. Über die ganze Saison hinweg, aber gerade auch in den vergangenen Partien präsentierte sich der vielseitige Mittelfeldspieler in einer überragenden Form. In den fünf Spielen seit dem Restart traf er den Kasten drei Mal und war genauso oft Vorlagengeber für die Kollegen. Beim 4:1-Sieg gegen Winterthur nahm er dem FCV mit seinem frühen Führungstreffer (5.) die Last von den Schultern. «Am Schluss spielt es für mich keine Rolle, wer das Goal macht. Trotzdem wäre es schön, wenn ich heute wieder treffen darf», sagt Cicek mit einem spitzbübischen Grinsen. Angesprochen auf seine kritischen drei Gelben Karten blieb er locker: «Ich werde schon aufpassen.» Sein Trainer und auch die rund 100 Kinder, welche gestern Nachmittag voller Freude ins FCV-Fussballcamp gestartet sind, hoffen ebenfalls auf ein Tor des schweizerisch-türkischen Fussballers. (gk)

FC Winterthur - FC Vaduz
Gesperrt:  Pius Dorn. Verletzt: Milan Gajic, Cédric Gasser, Benjamin Büchel. Fraglich: Yannick Schmid, Mohamed Coulibaly. 
Gefährdet: Tunahan Cicek.

06. Jul 2020 / 22:13
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1 KOMMENTAR
geschwätz
der FC Vaduz muss gar nichts, er kann. Bravo gute Saison
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 07.07.2020 Antworten Melden

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