• Fussball Challenge-League FC Vaduz - GC
    GC-Trainer Uli Forte (l.) und Mario Frick verbindet eine gemeinsame Vergangenheit.  (Eddy Risch)

Uli Forte: «Müssen Vaduz in Schach halten»

Heute tritt Vaduz um 20 Uhr im Letzigrund an. Grasshoppers-Trainer Uli Forte hat im 2:2-Hinspiel gesehen, wie gefährlich die Elf seines ehemaligen Spielers Mario Frick sein kann.

Forte kann sich noch gut an das Hinspiel im Rheinpark Stadion erinnern: «In der ersten Halbzeit machte Vaduz ein tolles Spiel im ‹Ländle›. Nachher dominierte meine Mannschaft. Wir haben allerdings verpasst, den Sack zuzumachen.» Damals trennten sich beide Mannschaften mit einem 2:2-Unentschieden, wobei Noah Frick dem FCV per Sonntagsschuss in letzter Sekunde (94.) einen Punkt rettete. 

Während sich die Frick-Elf momentan unweit der Abstiegsplätze befindet, stehen die Zürcher auf dem zweiten Platz; auch die bisherigen Begegnungen (sechs Siege, acht Remis und drei Niederlagen) sprechen für die Grasshoppers. Nichtsdestotrotz hätte dieser 1. September Forte gezeigt, wie gefährlich Vaduz sein kann. Deshalb spricht er von einer «wichtigen Partie» und mahnt zur Vorsicht: «Wir müssen die Konter von Vaduz minimalisieren.» Wichtig sei, dass man – anders als im Rheinpark Stadion – das erste Goal erziele und Vaduz in Schach halte. 

«Letzte Saison ist bei uns vieles brachgelegen» 

Schlüsselspieler habe Vaduz mehrere, analysiert der GC-Trainer. Er kann auch Namen nennen: «Cicek und Sutter sind gefährliche Stürmer. Hinten haben sie mit Simani und Dorn ein Bollwerk.» Den Grasshoppers steht heute «mehr oder weniger» der komplette Kader zur Verfügung, verrät er. Allen Njie ist aufgrund seiner vierten gelben Karte gesperrt, Anthony Goel zer fehlt verletzt. 

Forte sieht seine Mannschaft aktuell im Soll. Jedenfalls hätte er vor der Saison sofort unterschrieben, wenn GC nach elf gespielten Runden auf dem zweiten Platz steht. «Man darf nicht vergessen, was letzte Saison passiert ist. Vieles ist brach- gelegen», erinnert er an den «hässlichen Abstieg» aus der Super League, wie ihn die «Neue Zürcher Zeitung» betitelte. Nach 70 Jahren in der höchsten Spielklasse sorgten aufgebrachte GC-Fans im Abschiedsspiel gegen Luzern für einen bitteren Spielabbruch. Über einen «direkten Wieder- aufstieg» denke Forte nicht nach. Diesen habe man sich vor der Saison nicht zum Ziel gesetzt. Die Verantwortlichen würden wissen, in welch schwieriger Situation die Grasshoppers gerade stecken. Der Wiederaufstieg scheint in der Kabine allerdings durchaus ein Thema zu sein: «Als Sportler versuchen wir natürlich, das Beste rauszuholen.» 

Ehemaliger Schützling trifft auf seinen Trainer 

Fortes Prognose, welche Richtung das Spiel nehmen wird, deckt sich mit jener von seinem Kontrahenten Mario Frick. An der Pressekonferenz vor zwei Tagen sprach dieser als Mittel zum Sieg die offenen Räume an, die das Pressing von GC anbiete. Rückblickend auf die vergangene Partie gegen Winterthur (0:1-Niederlage) vermisste Frick diese Sicherheit vor dem Tor. Allerdings habe der Gegner den ballführenden Vaduzer stets im Griff gehabt. In der Vorbereitung auf GC habe man keinen aussergewöhnlichen Fokus auf die Chancenverwertung gelegt. Denn viel hänge mit der inneren Einstellung zusammen, wie sehr man den Abschluss möchte und wie man sich vor dem Tor positioniere. Natürlich übe Vaduz gewisse Abläufe, doch so etwas zu simulieren sei ziemlich schwierig. «Unter dem echten Druck eines Pflichtspiels ist es immer etwas anderes als im Training», erläutert Frick. 

Sein Vaduzer Pendant ist für den GC-Trainer kein Unbekannter. Beim Namen «Mario Frick» kommt ihm als erstes der 12. Juli 2009 in den Sinn. Uli Forte hatte den FC Gallen zurück in die Super League geführt. Unter seiner Führung feierten die «Espen» ihre Rückkehr direkt mit einem 2:0-Sieg gegen Basel. Vor einer ausverkauften AFG-Arena (heute Kybunpark) erzielte der Liechtensteiner Rekordtorschütze, als Neuzugang aus Siena, nach einer Flanke den Führungstreffer und vermasselte Trainer Thorsten Fink damit dessen Debüt auf der FCB-Bank. «Mario hat schon als Spieler wie ein Trainer gedacht. Bei St. Gallen ist er einer unserer wichtigsten Routiniers gewesen», so der italienische Trainer. An die gemeinsame Zeit habe er «schöne Erinnerungen». Deshalb freue sich Forte darauf, heute um 20 Uhr an der Seitenlinie noch einmal gegen seinen ehemaligen Schützling anzutreten. (gk)

25. Okt 2019 / 11:04
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