• Fussball LFV U21 UEFA-Qualifikation Liechtenstein - Slovakei
    Noah Frick erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2. Am Ende musste sich die Liechtensteiner U21 aber doch mit 2:4 der Slowakei geschlagen geben.  (Eddy Risch)

U21-Nationalteam belohnt sich nicht

Trotz eines starken Auftritts, vor allem in Hälfte zwei, verliert die Liechtensteiner U21-Nationalmannschaft mit 2:4 (0:2) gegen die Slowakei.
Vaduz. 

Am Ende wurde das U21-EM-Qualifikationsspiel zwischen Liechtenstein und der Slowakei noch zu einer regelrechten Zitterpartie. Was zu Beginn des Spiels nach einer einseitigen Angelegenheit ausschaute, entwicklete sich nach und nach zu einem richtigen Krimi. Am Ende behielt der Favorit aus der Slowakei aber das bessere Ende für sich und gewann doch noch mit 2:4. Liechtenstein holte zwar keine Punkte, zeigte aber einmal mehr, dass man mit einer kämpferischen Leistung auch den grösseren Nationen durchaus ein Bein stellen kann.

Passiver Beginn wird mit dem 0:1 bestraft
Doch der Reihe nach. Der Start in die Partie gelang dem Heimteam überhaupt nicht. Viel zu passiv und zurückhaltend startete die Liechtensteiner U21 und gestand dadurch den Gästen aus der Slowakei viel zu viel freie Räume ein. Daher über-raschte es auch nicht wirklich, dass bereits nach neun Minuten das erste Gegentor für Liechtenstein Tatsache war. Nach einem Freistoss stand Strelec völlig frei und konnte unbedrängt zum 0:1-Führungstreffer einköpfen. 
Die Führung fiel früh, ging zu diesem Zeitpunkt aber vollkommen in Ordnung. Doch das Gegentor zeigte bei Liechtenstein Wirkung. Auf einmal stand das Team von Stocklasa höher, störte die Slowaken beim Spielaufbau und fand nun endlich auch in die Partie. Defensiv liess das Heimteam in der Folge nur wenig zu und einzig in der 27. Spielminute musste Armando Majer im Liechtensteiner Tor eingreifen. Mit einer Glanzparade hielt dieser aber seine Mannschaft im Spiel.    Nach vorne versuchte Liechtenstein gelegentlich Nadelstiche zu setzen. Doch die wenigen Offensiv-Aktionen wurden häufig zu überhastet zu Ende gespielt, sodass kaum einmal Gefahr vor dem Tor der Slowakei entstand.
So plätscherte das Spiel vor sich hin und alle warteten nur darauf, dass der Schiedsrichter die erste Halbzeit beendete. Doch kurz vor dem Pausenpfiff jubelten plötzlich die Gäste nochmals. Ein weiter Ball auf den linken Flügel setzte die gesamte Liechtensteiner Hintermannschaft matt. Sluka musste den Ball nur noch zur Mitte legen, wo Bernat schliesslich zum 0:2 einschob. Ein dummer und vor allem unnötiger Gegentreffer so kurz vor der Halbzeit, welcher das Spiel bereits in eine gewisse Richtung lenkte.

Caglar und Frick bringen Liechtenstein zurück
Und so startete Liechtensteins U21-Nationalteam mit einer relativ grossen Hypothek in die zweite Hälfte. Gerade wenn man bedenkt, dass das Heimteam in der ersten Halbzeit keine einzige richtige Torchance hatte. Dies änderte sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte nicht. Die Slowakei drückte auf das 0:3, welches wohl die definitive Entscheidung in diesem Spiel gewesen wäre. Die beste Chance hatte Kolesar, welcher nach einem Ballverlust von Seemann plötzlich alleine vor Majer auftauchte, aber an diesem scheiterte. Nach mehreren weiteren Chancen der Slowaken, welche Liechtenstein mit vereinten Kräften aber alle 
zunichtemachen konnte, jubelten auf einmal die Liechtensteiner. Was war passiert? Ein Befreiungsschlag landete bei Lüchinger, welcher mit einem cleveren Pass in die Tiefe Caglar lancierte. Da die slowakische Abwehr auf Abseits spekulierte, stand Caglar völlig frei vor dem Tor und ver-
wandelte eiskalt zum 1:2-Anschlusstreffer. 

Dies war ein Wendepunkt in dieser Partie, welche bis dahin fest in den Händen der Gäste war. Dieses Tor gab Liechtenstein jedoch Auftrieb und das Team von Martin Stocklasa nahm auf einmal das Spieldik-tat in die Hand und kreierte auch mal etwas nach vorne. Und nur fünf Minuten später wurde man dafür belohnt. Nach einem Freistoss kam Unterrainer im gegnerischen Strafraum an den Ball, legte zurück auf Noah Frick und dieser schlenzte das Leder ins weite Eck. 2:2, und das war zu die-sem Zeitpunkt zwar etwas glücklich, aber keinesfalls gestohlen.
Auf den grossen Jubelschrei in der 68. Spielminute folgte aber nur Sekunden später Kopfschütteln. Denn kaum war wieder angespielt, führte die Slowakei schon wieder. Captain Herc brachte sein Team in der 69. Minute mit 2:3 in Front. Ein sehr ärgerliches Gegentor, denn nach dem umjubelten Ausgleichstreffer war Liechtenstein offensichtlich mit dem Kopf noch nicht bei der Sache.

Doch das Heimteam fing sich wieder und wusste auch trotz erneutem Rückstand, dass gegen diese Slowaken etwas drin liegt. Und so spielten die Liechtensteiner weiter mutig nach vorne und suchten den Ausgleich. Trotz einiger Chancen wollte dieser jedoch nicht gelingen. Stattdessen vollendete Herc in der 92. Minute einen von zahlreichen Kontern und entschied mit dem 2:4 das Spiel endgültig.
Trotz der Niederlage war U21-Nationaltrainer Martin Stocklasa aber mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. «Unter dem Strich bin ich nach 90 Minuten sehr zufrieden. Die erste Halbzeit war sicher nicht gut, da haben wir viel zu viele Fehler gemacht. Die zweite Halbzeit war dann sehr stark und ich bin unheimlich stolz, dass wir nochmals zurückgekommen sind», so Stocklasas Fazit. Das 2:3 sei dann für sein Team der «Brecher» gewesen, was natürlich sehr schade war. «Aber es ist ein Beweis mehr, dass auch gegen solche Teams für uns etwas möglich ist», so Stocklasa abschliessend. (rub)

09. Okt 2019 / 22:58
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