• playing chess on a digital device outdoor, mental activity
    Onlineschach boomt, weil Wettkämpfe mit direktem Kontakt derzeit nicht empfohlen werden.  (Михаил Руденко)

Triesner Schachjugend überzeugt online

Wegen dem Coronavirus finden im Moment einige Wettkämpfe über das Internet statt.

Weltweit finden gerade keine Nahschachturniere (über dem Brett) statt oder sie wurden verschoben. Dafür hat die Onlinevariante zuletzt geradezu explosionsartig an Fahrt aufgenommen. Obwohl Schach wie keine andere Sportart prädestiniert ist, um global gleichzeitig Turniere im Internet abzuhalten und dies seit Jahrzehnten schon praktiziert wird, hat der Corona- bedingte Verzicht auf Nahschachturniere dazu geführt, dass mehr Klubs, Vereine und Verbände ihre Meisterschaften oder Turniere online abhalten. Dabei ist ein grosser Vorteil, dass jeder Schachspieler jederzeit an einem Turnier übers Netz teilnehmen kann.  Die europäische Schachunion und der Weltschachbund FIDE organisieren in dieser Zeit ebenfalls Onlineturniere. Der «Chef» persönlich, Weltmeister Magnus Carlsen, ist Initiator und Organisator von fünf hochkarätigen Online-Schachturnieren, an denen er selbst in Schnellpartien gegen die stärksten Spieler der Welt antritt. Für die fünf Turniere hat Carlsen Siegerprämien in Höhe von sage und schreibe einer Million Dollar aufgetrieben. Die Turniere erstrecken sich  bis in den August und können  in neun Sprachen auf dem Schachserver Chess24.com live mitverfolgt werden.

Bronze am grössten Online-Jugendturnier der Schweiz

Junioren des Schachclubs Triesen beteiligen sich mit Erfolg an  Online-Schachturnieren. Infolge des Mangels an wöchentlichen Klubtrainings spielen und üben sie fleissig im Internet. An der European Online Championship nahmen zwei Juniorenteams des SC Triesen teil und durften in den Kategorien U12 und U16 grossartige Erfolge gegen Teams aus Finnland, der Ukraine sowie gegen ein Team aus Prag feiern.  Die dieses Jahr vom Schachclub Therwil geplante Austragung des 38. JTTT-Jugendschachwettkampfes ging mit Beteiligung von Junioren des SC Triesen online über die Bühne. Die Spieler Luca Raffaele sowie Steve und Andrew Heron schlossen sich mit den Brüdern Simon und Pascal Schellenberg aus Pfäffikon, Zürich, zu einem Team zusammen und kämpften in der Kategorie U13 unter dem Namen «5 Chess Bro’s» um Medaillen. Das Turnier erstreckte sich über zwei Stunden, mit einer Bedenkzeit von sieben Minuten pro Partie, plus drei Sekunden pro Zug.  In den drei Kategorien U10, U13 und U18 nahmen 29 Teams mit insgesamt 195 Spielern teil. Peter Hug, seines Zeichens Präsident von «Die Schulschachprofis» (DSSP) und Organisator des Turniers, erwähnte, dass dies wohl der bisher grösste Online-Jugendschachanlass in der Schweiz war. Lange Zeit lagen die fünf grenzüberschreitenden Schachfreunde in Führung, wurden dann aber in der letzten halben Stunde noch von zwei anderen Teams überholt. Trotzdem ist die Bronzemedaille ein weiterer grossartiger Erfolg der Junioren des SC Triesen in Zusammenarbeit mit der Familie Schellenberg.  Der Vorstand des SC Triesen sowie die Eltern des Teams «5 Chess Bro’s» dürfen, wie die jungen Spieler selbst, auf weitere Turniererfolge hoffen. Interessierte und Schachspieler, die in den Schachplattformen kiebitzen oder selbst an Turnieren teilnehmen möchten, empfiehlt der Schachclub Triesen etwa Lichess.com, Chess24.com oder Chess.com. Auf allen diesen Schachportalen kann mehrheitlich kostenlos das Schachspiel oder das Kiebitzen zelebriert werden. (pd/red)

24. Mai 2020 / 21:31
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