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Noah Frick schielt nach Deutschland

Pünktlich zur Aufstiegsfeier ist der Vertrag des 18-jährigen Offensivspielers ausgelaufen. Heute startet er die Suche nach einem neuen Verein.
Schweiz Fussball Barrage-Rueckspiel FC Thun - FC Vaduz
Die beruflichen Wege von Vater Mario Frick und Sohn Noah Frick (r.) trennen sich nach dem Aufstieg in Thun.

Auf der Rückfahrt von Thun, mittendrin in der Aufstiegsfeier, endete der Vertrag zwischen Noah Frick und dem FC Vaduz – nach 45 Einsätzen und vier Toren in der Challenge League (Spielzeit: insgesamt 1141 Minuten). Weitere Auftritte hatte der Nationalspieler in der Europa-Quali (4) und im FL-Cup (3). 

Die letzten zwölf Minuten der Barrage erlebte er auf dem Fussballplatz. Die zwei Saisons in Vaduz waren nicht einfach für den 18-Jährigen, der als Sohn des Trainers stets unter einer ­besonderen Beobachtung stand. Kürzlich sagte Mario Frick gegenüber der Zeitung «Blick»: «Natürlich wird viel geredet.» 

Dass nach diesem gemeinsamen Erfolg zum Abschied eine gewisse Wehmut aufkommt, ist nachvollziehbar. «Es war eine sehr emotionale und lange Nacht für mich, für uns alle. Zum ersten Mal seit längerer Zeit habe ich wieder einmal Alkohol getrunken», erzählt Noah Frick. Seinen FCV-Weggefährten wünscht er nur das Beste, dass sie die Super League halten können: «Schlussendlich bin ich stolz auf alle und froh, dass wir es geschafft haben.»

Wie der gesamte Kader trug er seinen Teil zum Aufstieg bei. In Erinnerung bleiben vor allem seine beiden Tore gegen die Grasshoppers jeweils kurz vor Schluss, womit zweimal eine Punkteteilung gegen den ärgsten Konkurrenten um die Barrage gelang. «Sie sind wichtig gewesen, damit GC nicht vor uns gelandet ist. Letztlich war es aber eine Mannschaftsleistung», relativiert Noah Frick.

Interessenten aus der zweiten Bundesliga
Bislang gab es nur ein Thema für den jungen Stürmer: den Aufstieg in die Super League. Nun gilt seine Aufmerksamkeit dem nächsten Karriereziel, neben einer neuen Erfahrung wünscht er sich mehr Spielzeit: «Jetzt konzentriere ich mich darauf, dass ich irgendwie einen neuen Verein finde.»

Der Neo-Vertragslose möchte heute mit seinem Berater reden und schauen, was sich ergibt. Konkrete Verhandlungen wurden bisher mit keiner Mannschaft geführt, bislang sind auch keine Probetrainings vereinbart. Allerdings bestehen ihm zufolge Kontakte zur zweiten Deutschen Bundesliga. Diese startet in etwas mehr als fünf Wochen in die neue Saison, womit die Zeit drängt. Sein Vater traut ihm den Durchbruch im Ausland zu: «Noah wird seinen eigenen Weg gehen und muss sich vom Talent her nicht verstecken. Es gibt einige Interessenten.» (gk)

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