• Fussball FC Vaduz Rheinpark Stadion Schneeraeumung
    Künftig muss im Rheinpark Stadion nicht mehr geschaufelt werden.  (Eddy Risch)

Neuer Rasen im Rheinpark Stadion wird teurer

Der Vaduzer Gemeinderat beantragt zusätzliche 330 000 Franken für das neue Spielfeld samt elektrischer Rasenheizung.

Seit der Saison 1997/98 spielt der Vaduz im Rheinpark Stadion. In dieser Zeit habe sich die Unterlage zunehmend verdichtet, wodurch die Wasserdurchlässigkeit abnehme. Für die Totalsanierung hat der Gemeinderat Vaduz am 20. August einen Baukredit von rund 4,5 Millionen Franken bewilligt. Für diese Summe soll ein neuer Naturrasen mit einer eingebauten elektrischen Rasenheizung her, wie es der Anforderungskatalog der Swiss Football League (SFL) bei einer Spielfelderneuerung voraussetzt. Gleichzeitig ist damit garantiert, dass der Rasen eine frostfreie Zone wird und Schneeschaufeln der Vergangenheit angehört. Über den europäischen Fussballverband UEFA wird der Liechtensteiner Fussballerband (LFV) das Projekt mit einer Million Franken unterstützen.

Inzwischen sind die Offerten geprüft worden. Als kostengünstigstes Angebot stellt sich laut Protokoll jenes der Firma Wilhelm Büchel AG aus Gamprin-Bendern heraus, das mit dem Thurgauer Subunternehmer Real Sport AG eingereicht wurde. Allerdings weicht ihr Angebot 330 000 Franken vom bisherigen Kostenanschlag ab, womit sich der gesamte Baukredit auf 4 845 000 Franken beläuft. Der Nachtragskredit wurde am 3. Dezember bei dreizehn Anwesenden mit acht Ja-Stimmen ähnlich knapp wie der ursprüngliche Antrag im August (sieben Ja-Stimmen) angenommen.

Mehrkosten, weil der Markt nicht mitgespielt hat


Die Mehrkosten werden im Vaduzer Gemeinderatsprotokoll vordergründig durch das überschaubare Angebot begründet. «Aufgrund der wenigen Offerteneingaben hat offensichtlich der Markt nicht gespielt», heisst es. Nach einer Ausschreibungszeitraum von einem Monat hätten drei Unternehmen ein Angebot eingereicht. Davon sei jenes der Willhelm Büchel AG als einziges umfrang dokumentiert gewesen. Da «zu wenig spezialisierte Unternehmen» in Liechtenstein vorhanden seien, wurden zusätzlich 17 weitere Hersteller im Ausland eingeladen. Bei den Absagen habe sich herausgestellt, dass die Auftragshöhe für die grösseren Unternehmer zu klein gewesen sei. Als weitere potenzielle Gründe für einen Verzicht werden die «restriktiven Ausschreibungsbedingungen» genannt, wozu eine kurze Ausführungsdauer von zwölf Wochen und eine hohe Konventionalstrafe gehören. Zwei weitere Argumente belasten die Attraktivität des Bauprojekts. So könne trotz der 30 Sondierbohrungen auf dem Stadionspielfeld nicht ausgeschlossen werden, dass während der Sanierung neben dem Aushub «unbestimmte Altlasten» wie umweltschädliche Stoffe auftreten, womit auf Risiko des Bauherrn allenfalls zusätzliche Mehrkosten und unvorhersehbare Zeitverluste einhergehen. Auch der geplante Installations- und Medienkanal an der Spielfeldabgrenze und der Sicherheitszaun entlang der Gegentribüne, den der SFL und die UFEA im Nachhinein verlangten, führe zum höheren Baukredit. 


Die Sanierung des Hauptspielfeldes im Rheinpark Stadion sollen zwischen dem 25. Mai und dem 16. August 2020 stattfinden. Auf diese Weise soll der FC Vaduz laut Protokoll die Saison 2019/2020 in der Challenge League ordnungsgemäss austragen können. Für allfällige Qualifikationsspiele in der Europa-League, die beim Liechtensteiner Rekord-Cupsieger beinahe Pflicht sind, und mögliche Aufstiegsspiele für die Saison 2020/21 muss der FCV unumgänglich auf einen anderen Platz ausweichen. (gk)

18. Dez 2019 / 16:47
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1 KOMMENTAR
Dilettantische Ausschreibung
Leider haben die Planer die Hausaufgaben nicht gemacht. Bei einem so wichtigen Projekt muss im Vorfeld eine saubere Ausführungsplanung und Ausschreibung erstellt werden.
Ausschreibung-Ausführungspläne-Kostenplanung müssen bauseitig unter Kontrolle sein.
Dort sieht man Schwachstellen und kann die Schnittstellen der einzelnen Gewerken genau bestimmen.
In Vaduz wurde Teile der Planung an die Unternehmer abgeschoben, eine klare Ausschreibung existiert nicht, nur ein Pflichtenheft. Das trotz den hohen Honorarsummen an die Planer/Bauleitung siehe öff. Protokoll). Es werden noch viel Mehrkoten auf den Bauherr zukommen. Das Vorgehen ist absolut Laienhaft. Man wird noch viel davon lesen.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 22.12.2019 Antworten Melden

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