• Liechtenstein Fussball Challenge-League FC Vaduz - SC Kriens
    Beim «Spitzenspiel» Vaduz gegen Kriens hielt Murat Yakin Ausschau nach Neuzugängen für Schaffhausen.  (© Eddy Risch)

Murat Yakin war im Rheinpark Stadion

Der Schaffhausen-Trainer zog am Samstag das Vaduz-Spiel jenem seiner Mannschaft vor.

Wenige Minuten bevor Vaduz gegen Kriens antrat, verabschiedete sich Schaffhausen, der heutige Gegner der Frick-Elf, mit einem 1:1-Remis in die Kabine. Nicht nach Lausanne reiste ihr Trainer Murat Yakin, der beim 4:2 im Rheinpark Stadion gesichtet wurde. Gegenüber dem «Vaterland» nannte er einen einfachen Grund dafür: «Ich bin ein fussballbegeisterter Fan.» Wenn die Begegnungen auf denselben Tag angesetzt seien, überlasse er schon einmal seinem Co-Trainer Hakan Yakin die Seitenlinie, um die Partie des nächsten Gegners live zu sehen. Die eigenen Spiele sehe er sich dann später im Fernsehen an.  

Yakin erhielt Einlass durch Scouting-Ticket

Angesprochen auf das Gerücht, dass er Schaffhausen verlässt und seinem jüngeren Bruder damit den Platz freimacht, lacht der ehemalige Schweizer Na-tionalspieler (49 Einsätze) laut: «Hakan kann, sobald er die Diplome erfolgreich absolviert hat, vielleicht übernehmen. Im Moment ist das jedoch kein Thema, sondern nur ein unausgereifter Gedanke.» Dass sich der ältere Bruder durchaus noch mit dem FCS beschäftigt, zeigt sich im eigentlichen Grund seines Vaduz-Ausflugs. So wollte er nicht nur den nächsten Kontrahenten beobachten. «Generell wollte ich einige Spieler unter die Lupe nehmen. Das ist vor Ort einfacher», erklärt Murat Yakin. Am Samstag war der Eintritt ins Rheinpark Stadion noch auf 300 Personen beschränkt. Das Scouting-Ticket organisierte FCV-Spieler Tunahan Cicek, den er früher in Schaffhausen betreute. 

Vaduz befinde sich zu Recht auf dem Barrageplatz

Murat Yakin habe es sehr geschätzt, nach längere Zeit wieder einmal ohne Druck eine andere Partie mitzuverfolgen. Der 4:2-Sieg gegen Kriens sei «ein Spitzenspiel auf hohem Niveau» gewesen. «Vaduz hat gute Chancen, vorne zu bleiben. Die Barrage wäre sicher nicht gestohlen», meint der FCS-Trainer. Diesen Rang habe sich der FC Vaduz hart erarbeitet – mit einem erfahrenen Team, das eine hohe Intensität auf dem Platz demonstriere und jederzeit für gefährliche Standards gut sei.

Die bisherigen Spiele zwischen Schaffhausen und Vaduz in dieser Saison sind mit einer 0:3- respektive 2:0-Niederlage klar zugunsten der Frick-Elf ausgefallen. Doch davon lässt sich der Tabellenneunte, für den die Saison wegen des Abbruchs im Amateurfussball bereits abgehakt ist, nicht unterkriegen: «In diesen beiden Spielen haben wir schlecht ausgesehen, aber heute gibt es eine neue Chance. Unsere junge Truppe wird versuchen, das Beste daraus zu machen.» (gk)

29. Jun 2020 / 19:51
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