• Die drei Schnellsten des Tages: Joel Elsener (2.), Luca Bruggmann (1.), Fabian Weilenmann (3.) (v. l.) standen nach dem Superfinale auf dem Podest.

Luca Bruggmann Sieger im Superfinale

Wer dröhnende Motoren, Schlamm und ganz viel Dreck als beste äussere Rahmenbedingungen bevorzugt, war gestern in Triesen richtig.
Triesen. 

Zahlreich waren die Zuschauer erschienen und verfolgten das Motocross-Spektakel hautnah am Streckenrand – oft so nah, dass manch einer den Kopf einzog, wenn die Rennmaschinen vorbei donnerten. Eingebettet in diese Veranstaltung des Motocross Clubs Triesen (MCCT) waren auch die diesjährigen 22. Liechtensteiner Landesmeisterschaften. Auch durften die Nachwuchsfahrer zeigen, was sie schon können. Insgesamt standen so über 70 Piloten in den verschiedenen Kategorien am Startbalken, um bei wirklich herrlichen Bedingungen in der MX-Arena Hälos die Sieger zu ermitteln. Vor den Rennläufen erfolgte aber die Einteilung der Fahrer in die Klassen Race und Fun, die aufgrund der Platzierung aus den Zeittrainings zustande kam. So war auch gewährleistet, dass in der jeweiligen Klasse das Leistungsgefälle der Teilnehmer nicht zu gross war. Die jeweils sechs Rennschnellsten der beiden RaceKlassen Gäste und Club qualifizierten sich für das Superfinale – der Höhepunkt des Wochenendes. Dieses Feld wurde zudem von den beiden besten 85ccm-Junioren komplettiert.

Lyonel Reichl Juniorensieger
Bei den 85ccm siegte der am-tierende Schweizer Meister Lyonel Reichl deutlich vor Noryn Polsini und Liam Sprenger. Der in Frümsen wohnhafte Triesenberger liess nie einen Zweifel über den Ausgang der Rennläufe aufkommen. Reichl hatte mit seiner Kalberer-Husqvarna TC85 in beiden Läufen die schnellste Rennrunde und nur Polsini beendete seinen Lauf jeweils in der gleichen Runde wie der grosse Hoffnungsträger des MCCT. Sascha Schibli gewann bei den Kleinsten die 50ccm-Kategorie und Emil Ziemer war in der Klasse 65ccm nicht zu schlagen. 

Luca Bruggmann gewinnt das Superfinale
Kompromisslos nahmen die vierzehn Finalisten das Superfinale über zwanzig Minuten plus zwei Finalrunden auf und so kam es bereits in der ersten Kurve zu waghalsigen Manövern. Luca Bruggmann erwischte mit seiner 450er Yamaha einen guten Start und kam optimal aus der ersten Kurve. Er war bereits vor dem Start als haushoher Sieganwärter gehandelt worden und feierte nach zwanzig Minuten Renndauer einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. «Da viele meiner Rennkollegen verletzungsbedingt fehlten, musste ich heute nicht in jeder Runde pushen und ans Limit gehen», so Luca Bruggmann. Der spätere Superfinal-Sieger fuhr sich trotzdem ein komfortables Zeitpolster heraus, auf das er im Rennverlauf noch zugreifen musste. Eine Unachtsamkeit brachte ihn nämlich nach dem Zielsprung kurz aus dem Rhythmus. Er habe die Konzentration für einen kurzen Moment verloren gehabt. Der Sturz blieb für Bruggmann aber ohne Folgen und er brachte sein Arbeitsgerät vor Joel Elsener ins Ziel. Als Dritter fand Fabian Weilenmann den Weg aufs Podest und konnte sich 
vor dem 13-jährigen Youngster Lyonel Reichl einreihen. Reichl schlug sich in diesem Finale mehr als beachtlich. Der MCCT-Pilot war mit seiner 85ccm-Maschine zwar arg benachteiligt, machte dieses Defizit aber mit fahrerischem Können und jugendlichem Eifer wett.  

Landesmeistertitel an Bruggmann
Im Rahmen der Rennwochenendes des MCCT wurden auch die 22. Motocross Landesmeisterschaften ausgetragen. Erwartungsgemäss konnte Lokalmatador und Titelverteidiger Luca Bruggmann diesen Titel vor Fabian Weilenmann (2.) und Lyonel Reichl (3.) für sich verbuchen. Bruggmann gewann jeden seiner Läufe mit zum Teil grossem Vorsprung und stellte dementsprechend auch die besten Rundenzeiten auf. (bugu)

13. Okt 2019 / 21:30
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