Leichtathleten sind zurück im Training

Ein erster Schritt in Richtung Normalität: Striktes Hometraining ist bei den Liechtensteiner Leichtathleten ab sofort Geschichte. 

Bei den Lockerungen der Trainingsmöglichkeiten im Breitensport kann nicht jede Sportart gleich profitieren. Die Leicht­athleten, die ohne Körperkontakt auskommen, sind hier privilegiert. Fast alles ist mit den vorgeschriebenen Hygienemassnahmen und der Einhaltung des Schutzkonzeptes wieder möglich. Klar gilt: Der Abstand untereinander muss ein­gehalten werden, was auf einer weitläufigen Sportanlage wie derjenigen in Schaan aber kein Problem ist. Am Dienstagabend legten darum auch wieder knapp 40 Leichtathleten von jung bis alt los. Die Sportler kamen aus den Vereinen LC Vaduz, LC Schaan, TV Schaan und dem TV Eschen-Mauren. Mit dabei waren auch sämtliche Kaderathleten. 

Jede Menge Arbeit, bis es endlich losgehen konnte

Der Weg vom individuellen Hometraining zum ersten Training in der Gruppe war ein steiniger. Erst brauchte es die Lockerung des Schweizer Bundesrates und danach das Mitziehen der Liechtensteiner Regierung. «Dann mussten wir schnellstmöglich ein Schutzkonzept erstellen. Wir hatten hier Kontakt zum Schweizer Leichtathletikverband», erklärt Roman Jäger vom LLV. 

Nach der Absegnung des Konzeptes durch die Stabstelle für Sport und den LOC musste allerdings auch noch ein Schutzkonzept für die Sportstätte erstellt werden. Doch auch hier gab es ein Okay, womit es am Dienstag endlich losgehen konnte. «Die Sportler waren bereits im Vorfeld gut informiert, und so gab es praktisch keine Fragen. Wir haben den Platz wie bei einem Wettkampf aufgeteilt. Es gab verschiedene Stationen, womit keine Gruppen über fünf Personen trainierten», erklärt Jäger weiter. Es war ein erster Schritt in Richtung Normalität, obwohl doch noch einiges speziell ist. So gilt es, beim Sprint versetzt zu starten oder dann aber jeweils eine Bahn auszulassen. Somit konnten beispielsweise bei einem Sprinttraining nur Bahn 1, 3 und 5 besetzt werden. Daran gewöhnt man sich aber, und seit Mittwoch ist das Versammlungsverbot von fünf Personen aufgehoben worden. Somit sind wohl in Kürze auch wieder Trainings mit mehr Personen pro Gruppe möglich, solange die Abstände zwischen den Personen eingehalten werden. Nicht möglich ist zur Zeit zum Beispiel auch ein Staffeltraining. Hier würde man sich, was sonst in der Leichtathletik fast nirgends ein Problem ist, zu nahe kommen. Die Liechtensteiner Leichtathletikszene hat sich auf alle Fälle mit den aktuellen Gegebenheiten arrangiert und freut sich nun auf die Vorbereitung auf Wettkämpfe. 

Hoffen auf  die Landesmeisterschaft 

Wann es aber wieder um Punkte und Medaillen geht, ist ungewiss. Roman Jäger wagt eine Prognose: «Vor September glaube ich nicht daran. Wir hoffen aber, dass wir am 12. September unsere Landesmeisterschaft und den UBS-Kids-Cup durchführen können. So hätten wir wenigstens einen grossen Event in diesem Jahr.»  (kop)

22. Mai 2020 / 09:45
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