• Wie weiter im Liechtensteiner Schwimmsport?
    Wie weiter im Liechtensteiner Schwimmsport?  (Günther Büchel)

Grosser Knall bei Liechtenstein Swimming

Die Delegierten von Liechtenstein Swimming hielten am Freitag Abend eine ausserordentliche Delegiertenversammlung ab. Die Versammlung war nicht öffentlich, die Medien wurden bewusst nicht eingeladen. Dabei trat fast der ganze Vorstand zurück
Schwimmen. 

Liechtenstein Swimming hat bereits am Nachmittag mittels einer Pressemitteilung über den Inhalt der Versammlung informiert. Diese Mitteilung war mit einer Publikationssperre für die Öffentlichkeit bis 19 Uhr versehen. Patrick Greuter als Präsident von Liechtenstein Swimming führt in dieser Medienmitteilung aus, dass der gesamte Vorstand zurücktreten wird. „ Alles wird neu. Ab heute werden bei Liechtenstein Swimming neue Personen am Ruder sein und die Zukunft des Schwimmsportes auf Verbandsstufe in Liechtenstein gestalten“, heisst es wörtlich. Die Gründe dafür sind vielfältig, wie Greuter  weiter ausführt. Einer der grössten Gründe betrifft das YPS Swim-Team. Dieses wurde nach längjährigem Rechtstreit im März 2018  durch das Fürstliche Landgericht in den Verband aufgenommen. Gemäss Statuten stellt jedes Verbandsmitglied ein Vorstandsmitglied. Nach den langen Streitereien konnte man sich nun bei Liechtenstein Swimming nicht vorstellen mit denselben Personen, mit denen man Jahre lang gestritten hat, wohlwollend und ohne Vorurteile weiter zu arbeiten.

Greuter bringt aber noch weitere Gründe für den Entscheid. Dabei geht es auch um die Förderung durch das Land Liechtenstein. Das vorangekündigte Leistungssportförderkonzept sei nicht wie geplant am 1. Januar 2018 in Kraft getreten, sondern folge erst am 1. Januar 2019. Der Verband müsse sich im Moment mit Fördergeldern von anonymen Gönnern, hohen Trainingsbeiträgen von Eltern und Clubs, und nun auch drohenden höheren Mitgliederbeiträgen der Clubs über Wasser halten, heisst es und weiter: „Angesichts der immer erklärenden Ziele der Regierung und Liechtensteiner Institutionen, nämlich den Leistungs- und Spitzensport im Land zu fördern, ist dies für den alten Vorstand nicht immer nachvollziehbar“. Dasselbe gelte auch für die Sportstätten im Land. In der Medienmitteilung heisst es: „Hier hat das Land, nach Meinung des alten Vorstandes, gerade bei den Bädern ein massives Defizit. Auch wenn man das stets versucht schön zu reden. Die Wasserknappheit für Trainingseinheiten auf Leistungssportniveau, die Badumstände mit zu hohen Wassertemperaturen für Leistungssporttrainingseinheiten, die zu heisse Luft in den Bädern, die immer wiederkehrenden und zermürbenden Diskussionen mit Amtsinhabern im Zusammenhang mit den Sportstätten haben eine noch bessere Förderung massiv und zum Teil auch unnötig gebremst. Beispiele wie man es machen könnte, gibt es genug. San Marino hat es auch hinbekommen eine Sportstätte zu realisieren, die sowohl für den Schul- und Clubbetrieb als auch den Leistungssport eingesetzt werden kann. Für ein Land, welches als eines der reichsten Länder der Erde gilt, ist diese momentane Situation eigentlich nicht akzeptabel“.

Aus all diesen Gründen ist der Vorstand von Liechtenstein Swimming gemäss der erwähnten Medienmitteilung zurückgetreten. Dem Vorstand gehörten Patrick Greuter (Präsident), Petra Müller-Scheibelhofer (Vertretung Synchronschwimmen), Doris Wille (Technische Leitung), Daniela Bini (Beisitzerin), Andrea  Brunner (Technische Leitung National Elite), Nicole Kunkel (Technische Leitung National Junioren), Peter Slanschek (Technischer Leiter International und Sportschulen), Claudia Berliat (Aktuarin), André Bloch (Kassier), Thorsten Feirich (Beisitzer) und Markus Hassler (Clubvertreter SCUL) an.

Nicht zurückgetreten sind schliesslich Doris Wille und Daniela Bini. Sie sind auch im neuen Vorstand dabei. Neuer Präsident wurde der Vater von Schwimmer Christoph Meier. Thomas Meier wird die Geschicke von Liechtenstein Swimming neu führen. Im weiteren wurde der folgende Vorstand gewählt: Amir Alijmovic (Kassier), Susanne Burtscher (Aktuarin), Verena Neidow (Techn. Leitung International), Peter Mohler Erne (Techn. Leitung Elite), Daniela Bini (Techn. Leitung Junioren), Doris Wille (Technische Leitung Nachwuchs), Michaela Thöny (Events & Services), Alexandra Schiedt (Sponsoring).

Der zurückgetretene Präsident Greuter erklärt weiter: „Trotz all diesen Umständen, sind wir uns sicher, dass es mit neuen Kräften nochmals einen Schub geben kann, das gesamte Umfeld zu verbessern. Um im Sport weiterzukommen, braucht es das auch von Zeit zu Zeit. Keine Vorbelastungen, können auch Flügel verleihen. Aus diesem Grund, macht der bisherige Vorstand Platz“. (kop)

28. Sep 2018 / 19:00
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