• NLA-Squash: Meisterschaftsauftakt Vaduz-Panthers
    Der SRC Vaduz wird heute mit Davide Bianchetti, Roger Baumann, Jens Schoor und Michel Haug (v. l.) antreten. Die Grabser Formation ist derweil noch nicht ganz fixiert. Ob Topspieler Joel Makin wirklich mitmischt, wird sich erst heute zeigen.  (Stefan Trefzer)

Grabs will sich den Meistertitel kaufen

Die Squashvereine der NLA haben das «Gentlemen’s Agreement» bezüglich der Limitierung von ausländischen Spielern nicht mehr unterzeichnet. Theoretisch kann nun mit vier Legionären gespielt werden. Grabs, das heute in Vaduz spielt, hat aufgerüstet.

Bereits in der zweiten Runde der neuen Meisterschaft kommt’s heute Abend um 19.30 Uhr im Vaduzer Squashhause zum Derby zwischen dem SRC Vaduz und Grabs. Die Stärkenverhältnisse sind aber nicht mehr so wie in den letzten Jahren, als Vaduz mehrheitlich favorisiert in die Partien ging. Grabs hat aufgerüstet – und wie. Zu den bestehenden Legionären Rudi Rohrmüller aus Deutschland und Aqeel Rehman aus Österreich gesellen sich auf die neue Saison hin drei Spieler von den britischen Inseln. Daryl Selby aus England ist die Weltnummer 21, Joel Makin aus Wales die Nummer 33 und Alan Clyne aus Schottland die Nummer 36. In den früheren Jahren hätte jeder den Kopf geschüttelt über diese Neuzugänge – schliesslich durften pro Spieltag nur zwei Ausländer ran. 

Seit dieser Saison können die Grabser aber auch mit einem Quartett aus Top-40-Spielern der Welt antreten und dabei ihre eigenen Spieler theoretisch auf der Bank lassen. Möglich macht dies eine Regeländerung. Die Vereine haben das sogenannte «Gentlemen’s Agreement», welches die Anzahl Legionäre auf deren zwei beschränkt, nicht mehr unterschrieben. Die Squash-Meisterschaft wird damit zum finanziellen Abenteuer. Theoretisch kann sich der reichste Verein mit dem meisten Geld den Titel schlicht und einfach dank ausländischen Topspielern erkaufen. 

Mit fünf Legionären zum Schweizer-Meistertitel

Beim Squashclub Grabs findet man die Änderung eigentlich schlecht. Präsidentin Elisabeth Lamprecht erklärte im «Werdenberger und Obertoggenburger», dass dies nicht das Ziel war. Und trotzdem: Einmal scheint in Grabs keinmal zu sein. Mit den Neuverpflichtungen und der Aufstockung auf fünf Legionäre geht man genau den Weg, den man selber kritisiert. Höhere Sponsoren-Einnahmen würden dies möglich machen, heisst es, und «Dieses Jahr nutzen wir es aus und springen auf diesen Zug auf. Wir wollen Schweizer Meister werden», meint Lamprecht. 

Wilhelmi-Brüder nicht in Vaduz

Beim SRC Vaduz geht man einen anderen Weg und wartet erstmal ab, wie sich alles entwickelt. Ob ebenfalls noch weitere Spieler verpflichtet werden, bleibt offen, ist aber unwahrscheinlich. Der Start in die Saison wurde mit den gleichen Spielern wie in der Vorsaison getätigt und gegen die Krienser Pythons gab’s damit ein Remis mit Zusatzpunkt. Heute Abend steht dann aber wohl die erste Niederlage an. Grabs tritt mit drei Legionären an oder hat dies zumindest vor. Auf Position eins ist für die Zuschauer ein Topspiel geplant. Jens Schoor spielt gegen den Waliser Joel Makin und dürfte die Partie verlieren. Davide Bianchetti als Vaduzer Trainer dazu: «Makin ist besser und in einer Topform. Aber ich glaube, er kommt gar nicht nach Vaduz. Er steht in den Achtelfinals des US-Open, was lukrativer und wichtiger als die Schweizer Meisterschaft ist.» Wie Grabs darauf reagieren würde, ist unklar.

Vielleicht kommt Daryl Selby zum Zug oder aber Alan Clyne. Möglich ist auch, dass Rudi Rohrmüller, der auf Position zwei gegen Davide Bianchetti gespielt hätte, auf Position eins spielen wird. Dann wären die Chancen für Vaduz aber auf einen Schlag wieder intakt. Auf den Positionen drei und vier sind bei Vaduz Roger Baumann und Michel Haug geplant. Nicht dabei ist David Maier, der am Wochenende beim Nordic Junior Open in Schweden mitspielt. Auf Grabser Seite ist hinter Makin und Rohrmüller der Einsatz von Aqueel Rehmann aus Österreich und Pasquale Ruzika geplant. Nicht dabei sind dort die Liechtenstein-Schweizerischen Doppelbürger Luca und Yanik Wilhemli. Der ältere der beiden Brüder fehlt die komplette Vorrunde, weil er die Rekrutenschule besucht. Yanik Wilhelmi ist mit seiner Familie in den Ferien. (kop)

10. Okt 2018 / 21:52
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