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    Der Liechtensteiner Nationaltrainer hofft, dass auch sein Team baldmöglichst wieder zum Fussballspielen kommt.  (Eddy Risch)

Geisterspiele und die Liechtensteiner Nati

Liechtensteins Nationaltrainer Helgi Kolvidsson zu Geisterspielen, der Corona-Pandemie und seinem auslaufenden Vertrag.

Am 11. März trennten sich Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln 2:1. Über zwei Monate ging wegen der Corona-Pandemie in der Bundesliga dann nichts mehr. Das lange Warten aller Fussballfans hatte am Samstag aber ein Ende. Die Meisterschaft kann dank Geisterspielen weitergehen. Im Hause Kolvidsson lief auf alle Fälle das ganze Wochenende über der Fernseher. «Klar, wenn endlich wieder einmal Fussball stattfindet. Mit Ausnahme des Montagsspiels habe ich überall reingeschaut», erklärt der Liechtensteiner Nationaltrainer, der früher selber in der Bundesliga spielte. In 110 Partien stand er als Verteidiger im Einsatz, bei Mainz 05 zusammen mit dem jetzigen Liverpool-Trainer Jürgen Klopp. So wie Kolvidsson ging es dieses Wochenende noch vielen weiteren Fussballfans. Sie alle haben sehnlichst auf den Wiederbeginn gewartet und hoffen, dass es bald auch in der Super und Challenge ­League­ weitergeht. Ein Entscheid dazu fällt bekanntlich am 29. Mai an der ausserordentlichen Generalversammlung der Liga.

«Ein Saisonabbruch wäre keine faire Sache gewesen»
Kolvidsson verfolgte die Geisterspiele natürlich anders als der «normale» Fussballfan. «Ich war gespannt, wie die Spieler zurückkommen nach dieser langen Pause», so der Nationaltrainer. Ein Unter­bruch der Meisterschaft von zwei Monaten ist ein Novum, für jeden Spieler. «So etwas hat bisher niemand in seiner Karriere erlebt. Normal dauern Pausen zehn Tage bis zwei Wochen. Das Niveau der Spiele am Wochenende war aber gut – fast normal würde ich sagen.» Für Kolvidsson war die Entscheidung, die Meisterschaft mit Geisterspielen zu Ende zu bringen, richtig: «Ein Abbruch wäre nicht fair gewesen.» Für die Schweizer Liga und damit auch den FC Vaduz meint er: «Die ­Situation muss weiter im Auge behalten werden. Im Moment scheint es, dass wir das Virus langsam in den Griff bekommen. So müssen wir weitermachen.» Und dann sollte es auch mit Geisterspielen für den FC Vaduz klappen.

Geisterspiele könnten auch für die Fussballnati zum Thema werden. Im Herbst startet die neue Nations League. Ob, wann und wie gespielt werden kann, steht noch nicht fest. «Das wird terminlich eine Herausforderung, zumal auch die U21 dann Spiele austrägt. Wir haben uns richtig gefreut auf die Spiele im Frühling in Malta und kommende Woche gegen die Schweiz. Das wäre eine Top­vorbereitung auf die Nations ­League geworden», so Kolvidsson. Nun wird als Ersatz in Richtung Sommerzusammenzug mit Training geplant. Konkretes steht noch nicht fest. Kolvidsson dazu: «Es wird auf alle Fälle keinen Sommerurlaub geben.» Noch keine Zeit gab’s bisher für Vertragsverhandlungen. Im Winter läuft der Zweijahresvertrag von Kolvidsson aus. «Es gab jetzt Wichtigeres, andere Prioritäten. Ich mache meine Arbeit hier aber sehr gerne.» (kop)

20. Mai 2020 / 05:00
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