• Liechtenstein Fussball Challenge-League FC Vaduz - FC Aarau
    Beim Hinspiel in Vaduz sorgte der eingewechselte Mohamed Coulibaly (76./87.) mit seinem späten Doppelpack für den 5:2-Sieg.  (Eddy Risch)

FC Vaduz will Auswärtsfluch brechen

FCV-Trainer Mario Frick will heute in Aarau zum ersten Mal in dieser Saison drei Punkte über die Grenze schmuggeln.

An der gestrigen Pressekonferenz blickte FCV-Trainer Mario Frick mit Freude auf den jüngsten 4:2-Sieg zurück: «Wie geplant konnten wir nach Aarau und Stade-Lausanne jetzt auch die Erfolgsserie von Wil stoppen. Dieser Sieg war sowohl für das Selbstvertrauen als auch die Tabelle wichtig.» Seine Mannschaft habe den Schwung ins Training mitgenommen. Nun möchte sie am Sonntag im Brügglifeld beweisen, dass man nicht nur im eigenen Rheinpark Stadion gewinnen kann. «Wir fahren hungrig nach Aarau und möchten dort endlich den ersten Auswärtssieg in dieser Saison einfahren», betonte Frick. Treten seine Spieler so auf, wie zuletzt gegen Wil und die Grass­hoppers (3:3-Remis), sind die drei Punkte für ihn eine klare Angelegenheit.

Das 5:2-Hinspiel in Vaduz vom 29. September bezeichnete Frick als «harzigen Sieg». Sein Team ging mit zwei schnellen Treffern (6./14.) in Führung, kassierte dann in der 61. Minute den 2:2-Ausgleich. Als Reaktion darauf wurde Mohamed Coulibaly eingewechselt, der von einer Verletzung zurückkehrte und dessen Doppelpack (76./87.) dem FCV zum Sieg verhalf. Die Situation sei nicht mehr dieselbe, meint der FCV-Trainer: «Inzwischen sind wir im athletischen Bereich deutlich weiter.» Dies dürfte seinen Spieler auf dem tief liegenden, schweren Brügglifeld entgegenkommen.

Einsatz von Aarau-Schreck Coulibaly bleibt Geheimnis

Beim Gegner erwartet Frick die selbe Aufstellung wie beim 0:2-Sieg gegen Stade-Lausanne am Sonntag. «Sie haben auf ein 4-4-2 umgestellt. Captain Elsad Zvetori ist vom Mittelfeld in die Innenverteidigung gerückt», stellte der FCV-Trainer bei der Analyse fest. Stefan Maierhofer ist für das Spiel gegen Vaduz vom eigenen Verein suspendiert worden. Weil er 80 Minuten auf der Bank schmorte, hatte der österreichische Stürmer die 0:3-Pleite seiner Mannschaft in Wil auf den sozialen Medien mit «No Major no Party» kommentiert.

Wie sein Kontrahent möchte Vaduz auf die gleichen Spieler wie beim 4:2-Sieg gegen Wil setzen. «Sie haben es sich verdient. Aber auch jene Spieler, die reingekommen sind, haben ihre Aufgabe gut gemacht. Ich habe die Qual der Wahl», so Frick. Ob Coulibaly startet, wollte er nicht verraten: «Er ist immer eine Waffe. Egal, ob er von Anfang kommt oder eingewechselt wird.» Zuletzt spielte der Senegalese, welcher gegen Aarau in sechs Spielen fünf Treffer verzeichnet, am dritten Spieltag über die volle Distanz.

Auf der Absenzenliste stehen nach wie vor die Langzeitverletzten Christopher Drazan und Sandro Wieser. Jens Hofer fällt aufgrund seiner Gehirnerschütterung aus. Fraglich sind die angeschlagenen Pius Dorn (Verhärtung am Oberschenkel) und Cédric Gasser. Beide konnten Teile des Mannschafttrainings absolvieren. «Gasser ist schon länger ausgefallen und muss sich schrittweise herantasten. Bei Dorn habe ich ein gutes Gefühl. Er konnte eigentlich beschwerdefrei trainieren, wir wollten einfach nichts riskieren», berichtet Frick. Sowohl Berkay Sülüngoz als auch Boris Prokopic ist mit jeweils drei gelben Karten gefährdet, was eine Sperre betrifft.

Ziel: Auswärts-Aberglaube gegen Aarau durchbrechen

Eine Frage drängte sich an der Pressekonferenz auf: Warum hat es in dieser Saison noch nicht mit dem Auswärtssieg geklappt? «Wenn ich das Geheimrezept wüsste, würde ich es längst anwenden», antwortete Frick. Die Leistungen hätten auch ausserhalb des Rheinpark Stadions gestimmt, nur die Resultate nicht. Der FCV-Trainer geht von einer Kopfsache aus: «Langsam spielt auch ein gewisser Aberglaube mit. Diesen müssen wir jetzt gegen Aarau durchbrechen.» Durch den 5:2-Sieg im Hinspiel hat Vaduz eine Wende eingeleitet, welche von den unteren Tabellenplätze gen Mitte führte. Nun möchte Frick eine Schippe drauflegen und einen Angriff auf die vorderen Plätze starten. Bricht der FC Vaduz am Sonntag den Auswärts-Bann, wofür die Offensive in Topform spricht (16 Tore in den letzten fünf Spielen), gehört er vorerst zur angestrebten oberen Hälfte der Challenge League. (gk)

08. Nov 2019 / 23:25
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