• Ab Montag trainiert der FC Vaduz wieder als Mannschaft.
    Ab Montag trainiert der FC Vaduz wieder als Mannschaft.  (Eddy Risch)

FC Vaduz steht vor Trainingsauftakt

Nach langer Pause nimmt der FC Vaduz am Montag seinen Trainingsbetrieb wieder auf. Laut Mario Frick kann normal trainiert werden.

Rund zwei Monate lang mussten sich die Profis des FC Vaduz gedulden. Nun endlich, wie es von allen Seiten heisst, geht es mit dem Trainingsbetrieb wieder los. Am Montag startet das Team um Mario Frick in die zweite kurze Vorbereitung dieses Jahres, um die voraussichtlich Ende Juni startende Meisterschaft anständig zu Ende spielen zu können.

Beim FC Vaduz freuen sich nicht nur die Spieler darüber, dass es endlich wieder losgeht, sondern auch der gesamte Staff. «Fussball ist unsere Berufung, oder sollte es zumindest sein. Dementsprechend hat es mir auch extrem gefehlt, zusammen mit den Jungs auf dem Platz zu stehen», meinte FCV-Trainer Mario Frick. Die letzten Wochen waren auch für Mario Frick Neuland. Noch nie hat er so eine lange Fussballpause erlebt. «Die Situation war einmalig und eine riesige Herausforderung. Auch für die Jungs, die sich mit individuellen Trainingsplänen fit halten mussten», sagte Frick. Er selbst hatte in den letzten Wochen Aufgaben, die sich auch ein wenig anders als im Alltag gestalteten. «Wir haben im Staff jeden Samstag besprochen, wie die kommende Trainingswoche aussieht und diese ausgearbeitet. Ausserdem waren wir ständig mit den Spielern in Kontakt. Franz (Burgmeier, Anm. d. Red.) und ich haben uns diesbezüglich aufgeteilt.» Dazu kamen Aufgaben wie etwa die Auswertung der Daten, welche die Spieler von ihren individuellen Trainings an den Staff übermittelten. Vor allem der Austausch mit den Spielern sei aber eine der wichtigen Aufgaben gewesen. Auch mit den Spielern, die sich in den letzten Wochen im Ausland aufhielten, war die Situation nicht immer einfach. Pius Dorn beispielsweise war bei seinen Eltern in Freiburg und konnte anfangs nur bedingt trainieren. Und Nicolae Milinceanu verbrachte den Lockdown in Nizza, wo er das Haus teilweise gar nicht verlassen durfte. «Ich glaube, einmal hat er sogar eine Busse bekommen, als er nach draussen ging», meinte Frick. Milinceanu sei aber letzten Sonntag hierher zurückgekommen. «Bei ihm müssen wir das Augen­merk auf den Fitnessstand 
legen, weil er nicht uneingeschränkt trainieren konnte. Wenn er Rückstand hat, müssen wir das individuell mit ihm anschauen», erklärte Frick.


«Gehe von normalen Trainings aus»
Für die Mannschaft des FC Vaduz geht es ab Montag vor allem darum, schnellstmöglich wieder in den Spielrhythmus zu kommen. «Wir haben vier Wochen Zeit, um parat zu sein. Ich habe ein gutes Gefühl und die Jungs sind fit, aber Mannschaftstrainings sind noch einmal etwas ganz anderes. Es geht rund zwei Wochen, bis sich der Körper wieder daran gewöhnt hat», erklärte Frick. Das Training werde laut Frick vermutlich relativ normal ablaufen, wobei sich der Alltag schon in einigen Punkten unterscheide. Beispielsweise sei man beim Aufwärmen weiter voneinander entfernt, die Spieler seien auf rund sieben oder acht Kabinen aufgeteilt und die ansonsten gemeinsam stattfindenden Mahlzeiten werden als Take-away serviert und ebenfalls individuell in den Kabinen gegessen. Bezüglich körperlicher Belastung wolle man am Anfang jedenfalls nichts überstürzen, um keine Verletzungen zu riskieren. In den englischen Wochen, die vor dem FCV liegen, sei laut Frick nämlich wichtig, dass man einen breiten Kader habe. «Mit Barrage-Spielen geht die Saison bis Mitte August. Wenn man bis dann englische Wochen hat, ist es unmöglich, alle Spiele zu spielen. Es ist wichtig, dass wir breit aufgestellt sind», sagte Frick. An sich aber habe man englische Wochen als Spieler gerne. «Man hat viele Spiele und trainiert wenig. Für einen Spieler ist das prinzipiell das Schönste», sagte er. 


Dementsprechend blicken Frick und sein Team mit viel Vorfreude auf die voraussichtliche Weiterführung der Saison. «Das Bundesliga-Wochenende hatte eine wichtige Signalwirkung und hat gezeigt, dass es funktioniert. Dementsprechend gehe ich auch davon aus, dass bei uns weitergemacht wird.» Die endgültige Entscheidung hat die Swiss Football League aber erst auf den 29. Mai an­gekündigt. Die Meisterschaft wür­de dann am Wochenende vom 19. Juni weitergeführt werden und voraussichtlich bis Mitte August andauern. Für den FC Vaduz geht es im verschobenen Saisonendspurt noch um einiges. Das Team von Mario Frick hat sich zu Beginn des Jahres nämlich auf den Barrageplatz vorgekämpft. Als Zweitplatzierter hat der FCV dementsprechend beste Chancen auf das Mitspiel um den Aufstieg. Doch einfach wird das Unterfangen nicht, denn die punktgleichen Grasshoppers und Kriens, das nur einen Punkt Rückstand auf Vaduz hat, sitzen der Frick-Elf im Nacken. Für die FCV-Akteure wird es also wichtig sein, möglichst schnell wieder in den richtigen Rhythmus zu kommen und parat zu sein.

22. Mai 2020 / 19:39
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