• Im Weltcup im Einsatz
    Im Weltcup im Einsatz  (Jürgen Posch)

Den nächsten Schritt machen

Der Weltcup in Davos ist seit letztem Jahr ein fester Bestandteil in der Saisonplanung von Martin Vögeli und Michael Biedermann. Nach der Premiere 2017 mit vielen neuen Eindrücken, soll in diesem Jahr der Abstand zur Weltspitze verringert werden.
Langlauf. 

69 Tage dauert es noch, bis das Saisonhighlight der Langläufer ansteht – die nordische Ski-WM in Seefeld. Es bleiben also noch rund zwei Monate, um sich für diesen Grossanlass zu qualifizieren und anschliessend auch noch die Top-Form zu finden. Einen ersten Schritt, um die erste Hürde zu meistern, machen die beiden Liechtensteiner Langläufer Martin Vögeli und Michael Biedermann am kommenden Wochenende beim Weltcup in Davos.

Verhaltener Saisonauftakt bei Swiss-Cup in Goms
Anfang Dezember starteten die Liechtensteiner Langläufer in die Wintersaison 2018/19. Beim Swiss-Cup in Goms konnten sich Vögeli und Biedermann das erste Mal mit der Konkurrenz messen und sehen, wo sie nach dem harten Sommertraining stehen. Biedermann überzeugte vor allem in seiner Spezialdisziplin Sprint. Mit der achtbesten Zeit im Prolog qualifizierte er sich souverän für die Finalläufe. Dort hielt er bis zum Halbfinale ganz gut mit, doch dann ging dem U23-Läufer die Luft aus und er klassierte sich am Ende auf Rang elf. Sein Teamkollege Martin Vögeli, der über die Distanz seine Stärken hat, konnte sich ebenfalls für die Finalläufe qualifizieren, scheiterte aber bereits früher, ihm reichte es auf Schlussrang 20.
Im Distanzrennen am Sonntag waren die Rollen der Liechtensteiner dann gerade umgekehrt. Vögeli klassierte sich mit knapp drei Minuten Rückstand auf Rang 21, Biedermann kam rund eine Minute später ins Ziel und wurde 27. «Der Sprint von ­Michi (Biedermann) war ganz gut. Im Distanzrennen ging ihm wie schon im Sprinthalbfinale die Luft aus. Martin (Vögeli) startete sehr gut, brach dann aber ein und verpasste am Ende die Top 20», meinte LSV-Trainer Othmar Pider.

Was auffällt: Bereits vor einem Jahr eröffneten Biedermann und Vögeli ihre Saison in Goms und damals klassierten sie sich beinahe auf den gleichen Posi­tionen. Haben sie in diesem Jahr also keine Fortschritte gemacht? «Doch doch, die Zeitabstände konnten wir verringern. Aber ja, es war sicher nicht das beste Rennen. Doch man darf das noch nicht überbewerten, die Saison ist noch lang», erklärt Pider.

Pider: «Das Ziel ist es, die Abstände zu verringern»
Es ist fast genau ein Jahr her, als Martin Vögeli und Michael Biedermann in Davos zum ersten Mal Weltcup-Luft schnuppern durften. Damals ging es für die beiden vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln. Nun, ein Jahr später, kehren sie an die gleiche Stätte zurück und geben ihr Saisondebüt im Weltcup. Mit welchen Ambitionen gehen sie in diesem Jahr nach Davos? «Man muss sich bewusst sein, dass wir im Weltcup nicht über die vorderen Plätze reden müssen. Unser Ziel ist es, die Abstände im Vergleich zum Vorjahr zu verringern und die FIS-Punkte zu senken. Damit können wir uns für weitere Weltcuprennen empfehlen und auch die Quali für die WM und die U23-WM schaffen», gibt Pider das Ziel vor.
Michael Biedermann werde sich vor allem auf den Sprint am Samstag konzentrieren. Dort ist es das Ziel, sich im Mittelfeld zu klassieren, die Qualifikation für die Finalläufe ist aber wohl noch eine zu hohe Hürde. Ob Biedermann auch über die 15 Kilometer klassisch am Sonntag startet, wird kurzfristig noch entschieden.
Der Fokus bei Martin Vögeli liegt auf dem Distanzrennen über 15 Kilometer klassisch. «Bei Martin sieht die Ausgangslage ähnlich wie bei Michi im Sprint aus. Platzierungen im Mittelfeld sind sicher das Ziel», so Pider.


Vögeli: «Davos ist im Kalender rot angestrichen»
Auch wenn man vor dieser Saison erklärt hat, dass man sich vor allem auf die COC-Rennen konzentrieren möchte, sind Weltcuprennen immer ein Highlight. So sehen das auch Michael Biedermann und Martin Vögeli. «Die Vorfreude ist langsam da. Bei Weltcuprennen kann man sich mit den Besten der Welt messen, und daher ist das immer etwas Spezielles. Doch auf diesem Niveau ist es schwer, Ziele zu definieren, da ich ja auch noch nicht so viele solcher Rennen gelaufen bin. Aber sicher will ich mich gegenüber dem letzten Jahr steigern», so Biedermann.

Auch für seinen Teamkollegen Martin Vögeli, der ja im letzten Februar an den Olympischen Spielen in Pyeongchang mit dabei war, ist ein Start im Weltcup etwas Besonderes. «Der Weltcup in Davos ist seit letztem Jahr in meinem Kalender rot angestrichen und hat somit für mich einen hohen Stellenwert. Die Vorfreude aufs Wochenende ist riesig. Mein Ziel ist es, mich in der ersten Ranglistenhälfte zu klassieren, doch das wird auf jeden Fall nicht einfach werden.»

11. Dez 2018 / 22:37
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
räss
Zu gewinnen 2 x 2 Karten für das Open Air Konzert mit Räss am Samstag, 20. Juli, 20 Uhr
04.06.2019
Facebook
Top