• Drone Champions League 2020 - BIG DRONE
    Werbung für das heute erscheinende Drohnenrennen-Videospiel: Gestern hat Herbert Weirather, CEO der Drone Champions AG aus Ruggell (l.), die erste bemannte Drohne vorgestellt.

Auf der Couch durch Vaduz flitzen

Für die fünfte Renndrohnen-Saison können sich aufstrebende Piloten zu Hause, beim Zocken in den eigenen vier Wänden, qualifizieren. Zu einen der anspruchsvolleren Rennstrecken des Videospiels gehört der Peter-Kaiser-Platz in Vaduz.

Wer sich in einer gefahrlosen Atmosphäre – ohne Unfallpotenzial und hohe Kosten – als Renndrohnen-Pilot versuchen möchte, kann ab heute mit «DCL – The Game» vom Boden abheben. Das Videospiel ist für PC, Mac, Xbox One und Playstation 4 erhältlich. Zu den anspruchsvolleren Stecken gehört der Peter-Kaiser-Platz in Vaduz. Zum ersten Mal wurde Liechtenstein detailgetreu für digitale Luftrennen nachgestellt und flimmert so über die Bildschirme auf der ganzen Welt. Weitere der mehr als 30 Strecken mit Schwierigkeitsgraden von einfach bis schwer entführen einen zum Beispiel nach Laax, Brüssel oder zur Chinesischen Mauer. 

Hinter dem Flugsimulator steckt – zusammen mit dem österreichischen Spielhersteller THQ Nordic – die Drone Champions AG aus Ruggell. Gestern hat das Unternehmen mit der Nachricht von der ersten bemannten Drohne, die es entwickelt und Anfang Februar in Kroatien getestet hat, noch einmal kräftig die Werbetrommel für das Videospiel gerührt:

Seit 2016 organisiert das Unternehmen packende Drohnenrennen in verschiedenen Städten dieser Welt. In Liechtenstein wurden 2017 sowie 2019 bereits Grand Prix ausgetragen, bei denen die besten Drohnenpiloten der Welt um das Landtags- und Regierungsgebäude sausten. «Bis jetzt haben wir vor allem innerhalb der Community eine grosse Nachfrage, die durch unsere Demoversion auf das Spiel aufmerksam geworden ist. Dort hat es praktisch jeder vorbestellt», berichtet Co-Gründer Fabian Wachter. Das Unternehmen geht von einer potenziellen Zielgruppe von 100 000 bis 200 000 Drohnenpiloten aus, wobei diese wachse.

Den Drohnensport jedem zugänglich machen
 
Für die E-Sportler der Drone Champions League (DCL) bietet das Videospiel die Möglichkeit, ihr Training in den eigenen vier Wänden zu absolvieren. Dabei werden sie vor allen auf die PC- oder Mac-Variante setzen, die durch den Gebrauch der Drohnensteuerung eine ziemlich wirklichkeitsgetreue Wettkampfsimulation ermöglicht. Mit den Versionen auf den Heimkonsolen, die derzeit nur mit dem jeweiligen Controller gezockt werden können, sollen zusätzlich neue Piloten an die junge Sportart herangeführt werden. «Das Spiel eignet sich auch hervorragend für Einsteiger, die einfach mal das Gefühl für eine Renndrohne erhalten möchten, ohne gleich etliche Hundert Franken zu investieren», erklärt Wachter. So könne man nach und nach gewisse Assistenzprogramme ausschalten, um sich immer mehr einem echten Drohnenflug anzunähern. Sowohl auf dem Computer als auch auf der Heimkonsole werden neben weiteren Features offizielle DCL-Strecken und Online-Rennen gegen echte Kontrahenten geboten.
 
Im Vergleich zu anderen E-Sportarten stehen die Chancen gut, dass man sich durch Bestzeiten im Videospiel für die Champions League empfiehlt. «Direkt aus der eigenen Stube in Liechtenstein kann man es in die Draft Selection schaffen», formuliert Wachter. Diese findet am ersten Mai-Wochenende in London statt. Dort werden professionelle Piloten-Teams, wie etwa der letztjährige Meister «XBlades», Ausschau nach Verstärkung halten. Ganz nach dem Vorbild der National Football League in Amerika darf das schlechteste Team der vergangenen Saison zuerst aus dem Talente-Pool wählen, gefolgt vom vorletzten Platz und so weiter. Wachter verrät: «Damit möchten wir spannende Wettkämpfe garantieren, indem alle Teams etwa gleich stark sind.» 
 
Wie viele Nutzer des Videospiels zur Draft Selection eingeladen werden, ist noch nicht bekannt. Laut Wachter sollen es allerdings nicht mehr als 200 Personen sein, um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Ausserdem können die Teams nur eine geringe Anzahl an neuen Piloten aufnehmen. Ein Wettkampf wird jeweils mit vier E-Sportlern angetreten. Die Qualifikation über das Videospiel ist sozusagen das Novum der fünften DCL-Saison. Vergangenes Jahr konnte man sich mit einer Demoversion in Cannes einen Platz im Wildcard-Team erkämpften. Davor konnten aufstrebende Drohnenpiloten nur direkt von einem der Profi-Teams nominiert werden.
 
Termin für Rennen in Vaduz noch offen
 
Kürzlich hat die DCL ihren diesjährigen Rennkalender veröffentlicht. Nach der Draft Selection in London stehen Rennen am Zürichsee (2. und 3. Oktober), in Moskau (7. und 8. August), Simatai (21. und 22. August) und Vaduz auf dem Programm. Für das Heimrennen ist der Termin noch nicht bekannt. Auf Anfrage stellt Co-Gründer Fabian Wachter klar: «Wir befinden uns zurzeit noch in den finalen Abstimmungen mit der Regierung und der Gemeinde Vaduz. Sobald alle Bewilligungen da sind, werden alle Parteien den Termin gemeinsam kommunizieren.» Da es sich um ein Heimrennen handelt, sei es für die Drone Champions AG eine Herzensangelegenheit, in diesem Jahr den dritten Grand Prix Liechtenstein auf dem Peter-Kaiser-Platz durchzuführen. Optimistisch stimmt Wachter, dass man bei bei den Entscheidungsträgern auf offene Türen gestossen ist. Auch die rund 6000 Zuschauer, welche vergangenen Oktober das Lichterspektakel in der Nacht mitverfolgen, dürften sich auf die Fortsetzung freuen. (gk)
18. Feb 2020 / 13:24
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