• Die Köpfe hinter der Initiative «HalbeHalbe»: Hannah Blecha, Corina Vogt-Beck, Remo Looser, Martina Haas, Walter Kranz, Roland Marxer und Jnes Rampone-Wanger (v.l.).
    Die Köpfe hinter der Initiative «HalbeHalbe»: Hannah Blecha, Corina Vogt-Beck, Remo Looser, Martina Haas, Walter Kranz, Roland Marxer und Jnes Rampone-Wanger (v.l.).  (Tatjana Schnalzger)

Unterschriftensammlung für «HalbeHalbe» ist gestartet

Bis zum 20. Dezember muss das Initiativkomitee HalbeHalbe 1500 Unterschriften gesammelt haben.

Am 21. August dieses Jahres trat das überparteiliche Initiativkomitee HalbeHalbe, das sich für eine faktische Gleichstellung der Geschlechter in der Politik einsetzt, zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Nachdem am 6. November das Initiativbegehren vom Landtag geprüft und für zulässig erklärt wurde, startete nun am Freitag die Unterschriftensammlung, die am 20. Dezember endet.

Bis dann muss das Initiativkomitee 1500 Unterschriften gesammelt haben. Die ersten Unterschriften aus dem Familien- und Bekanntenkreis hätten die Initianten bereits erhalten, erklärt Mitinitiantin Corina Vogt-Beck auf Nachfrage. Sie würden fest damit rechnen, die benötigten Unterschriften innerhalb der vorgegebenen Frist zusammenzubringen. «Es ist eine grosse Aufgabe, aber sie ist machbar, da es sehr viele Personen in Liechtenstein gibt, die ebenso wie wir erkennen, wie wichtig diese Initiative für Liechtenstein ist», so Vogt-Beck.

Entscheidend sei, dass jede und jeder unterschreibt, um die Frage nach der ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in der Politik einer Entscheidung zuzuführen. «Vorweggenommen wird mit der Unterschrift nichts, entschieden über die Verfassungsinitiative wird voraussichtlich im kommenden Frühsommer bei einer Volksabstimmung, nachdem die Verfassungsinitiative im Frühling inhaltlich vom Landtag behandelt werden wird», heisst es in der gestern versandten Medienmitteilung.  

Ziel, die faktische Gleichstellung zu fördern

Die Verfassungsinitiative HalbeHalbe ist aus der Arbeit des Vereins Hoi Quote entstanden. Beim Abwägen zwischen Nutzen und Machbarkeit verschiedener Modelle entschied er sich  gegen ein Quotenmodell und für die Verfassungsinitiative HalbeHalbe. Diese verfolgt das Ziel, die Chancengleichheit und die faktische Gleichstellung der Geschlechter in der Politik zu fördern. Der in Art. 31 Abs. 2 der Landesverfassung verankerte Gleichbehandlungsgrundsatz, der eine Gleichbehandlung von Männern und Frauen vorsieht, soll um folgenden Zusatz ergänzt werden: «Die ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in politischen Gremien wird gefördert». 

Mit der Annahme der Initiative soll der Gesetzgeber den Auftrag erhalten, die ausgewogene Vertretung beider Geschlechter in politischen Gremien zu fördern, indem er entsprechende Gesetze oder Verordnungen erlässt. Eine Förderung könne in jedem Mittel bestehen, das nachhaltig eine ausgewogene Vertretung beider Geschlechter in politischen Gremien sicherstellt. Das heisst, es soll eine dynamische Entwicklung ermöglicht werden. In der Wahl der Mittel und in der Ausgestaltung ist der Gesetzgeber frei – die vorgeschlagene Massnahme müsse einzig mehrheitsfähig sein. 

Natürlich würden alle Massnahmen bei einer Unterrepräsentanz in politischen Gremien sowohl von Frauen als auch von Männern gelten. Typischerweise «frauendominierte» Bereiche wie die Familien- oder Sozialpolitik sollen von der Mitwirkung durch Männer profitieren, typischerweise «männerdominierte» Themen wie die Finanz- oder Infrastrukturpolitik von der Mitwirkung durch Frauen. (mk/pd)

11. Nov 2019 / 08:19
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
08. Dezember 2019 / 19:20
08. Dezember 2019 / 13:56
07. Dezember 2019 / 16:35
Meistkommentiert
29. November 2019 / 13:35
27. November 2019 / 21:19
Aktuell
09. Dezember 2019 / 05:00
09. Dezember 2019 / 04:16
09. Dezember 2019 / 02:01
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Weihnachtsmarkt Malbun
Zu gewinnen 3 Gutscheine im Gesamtwert von 230 Franken.
05.12.2019
Facebook
Top