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Spanisches Festland neu auf Risikoliste

Die Schweiz setzte gestern Nachmittag neue Länder auf die Corona-Risikoliste – andere wiederum wurden wieder gestrichen.

Neu befindet sich auf der Liste der Corona-Riskoländer auch das spanische Festland. Ausgenommen davon sind die Balearen mit der grössten Insel Mallorca sowie die Kanaren. Das teilte das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) bei der gestrigen Pressekonferenz mit. Personen, die von dort in die Schweiz einreisen, müssen zehn Tage in Quarantäne. Diese Liste gilt auch für Liechtenstein und wird vom hiesigen Gesundheitsamt übernommen. Insgesamt befinden sich nun neu 46 Länder auf der Risikoliste. Demgegenüber wurden Russland, Aserbaidschan oder auch die Vereinigten Arabischen Emirate wieder von der Liste genommen.

33 Personen hierzulande in Quarantäne
Seit Anfang Juli müssen Personen aus einem Risikogebiet in Quarantäne. Innerhalb von zwei Tagen müssen sich die Eingereisten beim Amt melden. In der Schweiz waren Stand gestern Nachmittag 16 269 Rückkehrer in Quarantäne. In Liechtenstein befinden sich laut den Zahlen des BAG derzeit 33 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland zurückgekehrt sind. Es könnten nach der gestrigen Nachricht jedoch noch mehr werden, denn auch Personen, die aufs spanische Festland gereist sind, bevor die Region auf die Risikoliste genommen wurde, müssen in Quarantäne – vorausgesetzt, sie reisen am Samstag oder später in die Schweiz zurück. Gemäss Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, BAG, dürfte es aber auch Touristen geben, die nun versuchen werden, vor Samstag heimzukehren. Für sie gelte keine Quarantänepflicht. «Nur schon im Bezug auf Flüge dürfte es relativ schnell eng werden», sagte er.

Schwangere sind neu «besonders gefährdet»
Das BAG gab an der Pressekonferenz zudem bekannt, dass neu auch schwangere Frauen als «besonders gefährdete Personen» eingestuft werden. Ob und inwiefern dies auch für Liechtenstein gilt, dazu konnte das zuständige Ministerium bis gestern Abend keine Auskunft erteilen. In der Schweiz wird dieser Schritt als Vorsichtsmassnahme gewertet. Denn es bestehen viele offene Fragen in Bezug auf dieses Thema. Insbesondere liegen bisher wenig Daten zu den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft vor. Ausschlaggebend für die Entscheidung war, dass neuere Studien vermehrt Hinweise darauf geben, dass schwangere Frauen bei einer Coronavirus-Erkrankung im Vergleich zu nicht Schwangeren im gleichen Alter ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben können. Dies sei jedoch die Minderheit. Gemäss Studien hatten die schwangeren Frauen mit schweren Krankheitsverläufen laut dem BAG meist auch andere Risikofaktoren wie Übergewicht, höheres Alter und Vorerkrankungen. Ein schwerer Krankheitsverlauf kann einen negativen Einfluss auf die Schwangerschaft sowie das ungeborene Kind haben. Laut Mathys sollen die Schwangeren nun neben dem Einhalten der Hygiene- und Distanzregeln eine Maske tragen, wenn die Distanz nicht eingehalten werden kann. Könne bei der Arbeit der Mindestabstand nicht eingehalten werden, dann sollten schwangere Frauen im Homeoffice arbeiten.

Datenaustausch soll verbessert werden
Gestern wurde auch über den aktuellen Stand der Swisscovid-App informiert. Sie verzeichnet 2,15 Millionen Downloads, das entspreche ungefähr 25 Prozent der Schweizer und Liechtensteiner Bevölkerung. Auch soll der Datenaustausch zwischen Bund und Kantonen wie auch Liechtenstein verbessert werden. (qus)

Hinweis
Die Liste der Risikoländer ist unter www.bag.admin.ch einsehbar.

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