• Liechtensteiner Landtag in Vaduz
    Der VU-Abgeordnete Manfred Kaufmann fordert auch bei den Buchungen der Reisen der Landesverwaltung «Liechtenstein first». Derzeit werden diese im Ausland gebucht.  (Daniel Schwendener)

Qualität der Reisebüros in Liechtenstein «ungenügend»?

Der VU-Abgeordnete Manfred Kaufmann deckte in der Debatte über die Reisespesen der Regierung auf, dass die Landesverwaltung alle Reisen über ein ausländisches Unternehmen bucht. Gemäss Regierungschef Hasler kann die Qualität im Inland nicht mithalten.

Schon zum wiederholten Mal wies der VU-Abgeordnete Manfred Kaufmann im Landtag auf unnötige Auftragsvergaben ins Ausland hin. Auch in der Debatte über den Nachtragskredit für die Reise- und Repräsentationsspesen für das Aussenministerium deckte er wieder einen Umstand auf, bei welchem aus seiner Sicht mehr «Liechtenstein first» angebracht wäre.

«Die Buchungen von Flügen werden derzeit über ein Tool bzw. über eine Firma getätigt, welche meines Wissens ihren Hauptsitz in England hat», so Kaufmann. Er wollte deshalb von Regierungschef Adrian Hasler wissen, ob dies tatsächlich so sei und warum keine liechtensteinischen Reisebüros berücksichtigt würden, welche Arbeitsplätze in Liechtenstein anbieten und auch Steuern bezahlen würden. «Aufgrund meiner Recherchen gibt es sehr wohl in Liechtenstein Reisebüros, welche willens und fähig sind, ein solches Online-Tool anzuschaffen», so Kaufmann.

Regierungschef Adrian Hasler bestätigte die Aussagen des Abgeordneten Kaufmann: «Es ist richtig, dass es kein liechtensteinisches Reisebüro ist. Der heutige Auftragnehmer hatte bei der ersten Vergabe ein Reisebüro in Vaduz. Dieses Reisebüro wurde aus geschäftlichen Überlegungen geschlossen und die Dienstleistungen werden nun aus der Schweiz angeboten.» Konkret werden heute die Reisen der Landesverwaltung von der Hogg Robinson Group, kurz HRG, gebucht. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in der Nähe von London.

Nächste Ausschreibung Ende 2019 geplant

Wie Regierungschef Adrian Hasler im Landtag erklärte, wird dieser Auftrag im Rhythmus von zwei Jahren ausgeschrieben. Das nächste Mal wird dies Ende 2019 der Fall sein.  «Dabei werden auch alle Reisebüros in Liechtenstein zu einer Offertstellung eingeladen. Eine unabdingbare Voraussetzung dafür ist, dass für die Verwaltung ein Online-Buchungstool zur Verfügung steht. Bisher war es so, dass dieses Online-Tool von den liechtensteinischen Anbietern entweder nicht oder nicht in der gewünschten Qualität angeboten wurde», so der Regierungschef.

Diese Aussage klingt ähnlich wie schon bei der Frage des stellvertretenden FBP-Abgeordneten Alexander Batliner im vergangenen Jahr, als dieser  wissen wollte, warum die Landesverwaltung ihren Skitag nicht in Malbun verbringe. Damals erklärte der Regierungschef, dass das Skigebiet zu wenig attraktiv sei. Die Reaktion der Unternehmen darauf blieb nicht aus. Und auch im Falle der Reisebüros können die angefragten Unternehmen vor allem die Aussage bezüglich Qualität nicht nachvollziehen. «Wir könnten preislich mithalten und würden auch das gewünschte Online-Buchungstool jederzeit für die Landesverwaltung anschaffen», erklärte ein liechtensteinisches Reisebüro, welches nicht genannt werden will. (sap)

07. Sep 2018 / 11:20
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