• Petitionsübergabe in Vaduz
    Das Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit übergab ihre Petition heute an Landtagspräsident Albert Frick.  (Daniel Schwendener)

Petition überreicht zur Aufstockung der humanitären Hilfe

In einer Petition, die heute morgen an den Landtag überreicht wurde, äussert das Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit seine grosse Sorge um die Menschen in den ärmeren Ländern, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten. Regierung und Landtag werden ersucht, einen ausserordentlichen Betrag von einer Million Franken für die dringliche humanitäre Hilfe zu sprechen.

Mittlerweile ist COVID-19 in fast allen Ländern dieser Welt angekommen. Die Verläufe der Infektionen sind je nach Region unterschiedlich. Die Menschen in den Entwicklungsländern leiden jedoch insbesondere unter den massiven Auswirkungen des globalen wirtschaftlichen Stillstands und unter den einschneidenden Massnahmen, welche zur Bekämpfung des Virus verhängt wurden. 

Die ärmsten und schwächsten Bevölkerungsgruppen sind vielerorts in Existenznot geraten. Die rapide Zunahme der Menschen, die an Hunger leiden, ist alarmierend. Das Welternährungsprogramm rechnet in diesem Jahr mit 265 Millionen Menschen, die von Unterernährung betroffen sind. Das bedeutet eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Darunter sind auch Millionen von Kindern, die aufgrund der Schulschliessungen um ihre einzige Mahlzeit am Tag gebracht werden.

Die Vereinten Nationen und andere internationale Akteure sprechen von einer humanitären Ausnahmesituation. Sie bitten die Staatengemeinschaft um eine rasche Aufstockung der humanitären Hilfe, um die weitere Ausbreitung des Virus und die Entstehung von Hungersnöten, Konflikten und Fluchtbewegungen zu verhindern. Der Mittelbedarf wird im Nothilfeplan der Vereinten Nationen auf 6,7 Milliarden USD veranschlagt. Ein Ziel, das erreichbar wäre, wenn alle wohlhabenden Länder ein Prozent ihrer nationalen Wirtschafts- und Konjunkturpakete für die Entwicklungsländer einsetzten. Gemessen an den Corona-Unterstützungsmassnahmen im Inland ergäbe das für Liechtenstein einen Beitrag von rund einer Million Franken für die internationale humanitäre Hilfe.

Die 22 Mitgliedsorganisationen des Netzwerks wenden sich an den Landtag, um auf diese zunehmende Not aufmerksam zu machen. Es handelt sich um eine weltweite Ausnahmesituation, die es rechtfertigt, die internationale Solidarität in diesem Jahr anzuheben. Liechtenstein kann mit einem grosszügigen und zusätzlichen Beitrag die ärmsten Länder in der Bekämpfung von COVID-19 unterstützen und den notleidenden Menschen dringend benötigte Hilfe zukommen lassen.

Die Petition wird von 22 Mitgliedsorganisationen des Netzwerks gemeinsam eingebracht. Sie soll in der Juni-Session des Landtags behandelt werden. (pd)

26. Mai 2020 / 10:54
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1 KOMMENTAR
Für die kommenden Jahre...
muss das Geld , welches schon jetzt in die Entwicklungshilfe fliesst reichen. Wir werde für unsere Wirtschaft allg, die kleinen Betriebe sowie die arbeitslos gewordenen (Zahl noch nicht absehbar) Familienväter/Mütter noch viel Geld benötigen. Was wird sich wohl der Steuerzahler/in denken, wenn zBsp. sein hart erarbeitetes Häuschen wegen Arbeitslosikeit oder jetzt schlechter bezahltem Job versteigert wird und nebenbei grad nochmals eine Million ins Ausland geschickt wird ? Auch bei uns gibt es Familien, welche hart am Exestienzminimum durch's Leben müssen. Es ist eine absolute Frechheit, grad zu diesem Zeitpunkt noch mehr Geld ins Ausland schicken zu wollen.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 26.05.2020 Antworten Melden

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