• Visualisierung: Die vertikale Windturbine ist kleiner als konventionelle Windenergieanlagen.  (Agile)

Neuer Anlauf für Windkraft

Die Solargenossenschaft Liechtenstein zieht vertikale Windturbinen in Betracht.

Das Thema Windenergie ist für die Solargenossenschaft Liechtenstein nicht vom Tisch. Auch wenn der Windpark oberhalb von Balzers im Februar 2017 von der Balzner Bevölkerung eine klare Abfuhr erhalten hatte, befasst sich die Solargenossenschaft immer wieder mit dieser erneuerbare Energiequelle. Unter anderem verfolgt sie die Entwicklung einer neuen Technologie für vertikale Wind­kraftwerke. Die Schwei­zer Firma Agile entwickelt die­se Vertikalturbine mit Echtzeit-Rotorblatt-Pitch-Steuerung für dezentrale Energiemärkte. Mit dieser Technologie soll es möglich sein, die Rotorblätter blitzschnell optimal der Windrichtung anzupassen und damit einen besseren Wirkungsgrad als bei den bisherigen Vertikal­modellen zu erreichen.

Wie Andi Götz, Geschäftsführer der Solargenossen­schaft, sagt, hat diese Innova­tion aus der Schweiz einige Vorteile zu bieten. «Die Um­laufgeschwindigkeit ist dreimal weniger als bei den konventionellen Windrädern. Dadurch wird die wahrgenommene Laut­stärke nochmals gesenkt», sagt er. Ausserdem ist das Risiko für Vögel und Fledermäuse laut dem Hersteller 90 Prozent geringer. Die Installation und der Unterhalt sei ebenfalls einfacher und günstiger. Auch wenn der Ertrag dadurch geringer ist, könne diese Tech­no­logie interessant für Liechtenstein sein. 
Der Prototyp solch einer Ver­tikalachsenwindturbine wird in Bremen, Deutschland, errichtet. Der Bau soll demnächst abgeschlossen sein und die Anlage kann besichtigt werden. Die Solargenossenschaft plant eine Exkursion nach Bremen, um sich ein genaueres Bild von der Turbine zu machen. Der nächste Schritt wäre, geeignete Standorte in Liechtenstein zu finden. Dabei könnte auf die bereits vorhandenen Windmessungen zurückgegriffen wer­den, aber es müssten auch neue, dem Projekt angepasste Auswertungen gemacht werden. 

Windenergie soll Thema bleiben
Das Projekt einer horizontalen Windkraftanlage bei Balzers wird indes nicht nochmals aus der Schublade geholt: «Den Entscheid der Bevölkerung akzeptieren wir. Ein Projekt in dieser Form ist unwahrscheinlich», sagt Götz. Im Gespräch war allerdings ein Windkraftwerk auf St. Luzisteig, doch das wird momentan nicht prioritär verfolgt, da der Kanton Graubünden andere Standorte für die Produktion von Windenergie vorsieht. 

Ob die «Sky», wie die neuartige Turbine heisst, in Liechtenstein Strom produzieren kann, hängt laut Götz aber auch davon ab, ob der Staat sich daran beteiligen wird. «Im Moment haben wir das Gefühl, dass die Regierung das Thema abgehakt hat. Wir sind jedoch der Meinung, dass sie die Op­tion Windkraft nicht aufgeben und in einer anderen Form weiterverfolgen sollte.» (ms)

17. Jul 2020 / 22:15
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3 KOMMENTARE
Mehrblattrotoren mit Doppelflügel-Blatt und Umkehrschub läuft ruhiger und schützt Vögel
Der "Wilhelm-Rotor" (Vertikal-) und der neuartige Horizontal-Rotor sind serienreif und stehen kurz vor der Vermarktung. Repowering: Starten werden wir mit Austausch der Rotoren bei alte Klein-Windanlagen zur Leistungssteigerung, Sicherheit und Vogelschutz später bis in den MW-Bereich. Lichtenstein könnte uns dabei helfen und eine Vorreiterrolle übernehmen. Bitte um Kontaktaufnahme: aswhitec27@gmail.com IG-Power (i.G.) mit Sitz in Köln.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 19.07.2020 Antworten Melden
Lernen Sie..
zuerst einmal Liechtenstein (Lichtenstein) richtig schreiben.....
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 20.07.2020 Antworten Melden
Liechtenstein, tut mir leid - und zum Inhalt des Kommentars, was fällt Ihnen ein?
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 20.07.2020 Antworten Melden

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