• Swiss Army
    Die Schweiz stellt Liechtenstein im Bedarfsfall 16 Sanitätssoldaten zur Verfügung.  (assalve)

Schweizer Soldaten machen sich Bild vor Ort

Heute informierten Bildungsministerin Dominique Hasler und Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini über den aktuellen Stand in Sachen Coronavirus. So werden unter anderem Schweizer Sanitätssoldaten nach Liechtenstein kommen, um sich auf einen allfälligen Einsatz vorzubereiten.

Zusammenfassung:

Bislang wurden insgesamt 72 Personen, die in Liechtenstein wohnhaft sind, positiv auf COVID-19 getestet. Auch wenn die Entwicklung der in den letzten Tagen beobachteten Fallzahlen eine Stabilisierung vermuten lässt muss weiterhin mit einem Anstieg der Krankheitsfälle gerechnet werden. Die Regierung setzt weiterhin alles daran, um eine Ausbreitung des Coronavirus so gut wie möglich zu verlangsamen und damit eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern.

Da das Ausmass der Pandemie derzeit noch nicht abschliessend abgeschätzt werden kann und die Personalressourcen im Land selbst begrenzt sind, hat die Regierung auf Grundlage des mit der Schweiz abgeschlossenen Hilfeleistungsabkommen ein Hilfsbegehren eingereicht, im Rahmen dessen um zusätzliches Personal zur Unterstützung des Gesundheitswesens gebeten wird. Am Mittwoch, 1. April 2020 hat die Schweiz informiert, dass das Hilfsbegehren im Rahmen der Gesamtplanung der Armee berücksichtigt wird.

Konkret heisst das, dass die Schweiz Liechtenstein im Bedarfsfall 16 Sanitätssoldaten zur Verfügung stellt. Um diesen möglichen Einsatz vorbereiten zu können, werden sich morgen Donnerstag Vertreter der Armee vor Ort ein Bild über ihren künftigen Einsatzort verschaffen. In der kommenden Woche werden die Sanitätssoldaten im Rahmen von zwei Einführungstagen mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut gemacht und auf ihren möglichen Einsatz vorbereitet. Nach diesem Ausbildungsgang kehrt die Armee nach Frauenfeld zurück. Die Bereitschaft für die Hilfeleistung der Armee in herausfordernden Zeiten wie diesen ist Ausdruck der tiefen Verbundenheit der beiden Länder.


Alle Inhalte der heutigen Pressekonferenz sind untenstehend im Ticker nachzulesen:

Inhalt wird aktualisiert

Liveticker Pressekonferenz Regierung (1.4.2020)

18:07

Die Pressekonferenz ist beendet.

18:06

Die Kontrollen der Landespolizei zeigen, dass die Bevölkerung die Massnahmen einhält. Zuwiderhandlungen gebe es allenfalls in Einzelfällen, sagt Innenministerin Dominique Hasler.

18:03

Dominique Hasler appeliert nochmals an die Bevölkerung, Einkäufe massvoll zu tätigen. Hamsterkäufe seine kontraproduktiv. 

18:00

Mauro Pedrazzini: "Wir werden in zwei Wochen viel mehr wissen, als wir heute wissen." Das werde beim wohl überlegten Abbau der Massnahmen helfen.

17:59

Dominique Hasler verweist neuerlich auf die enge Zusammenarbeit mit der Schweiz. "Wir sind dadurch in die allgemeine Versorgung eingebunden." Es gibt keinerlei Grund zur Sorge.

17:58

Eine Frage noch zur allgemeinen Versorgungsfrage. "Muss man sich Sorgen machen?"

17:57

Liechtenstein bekommt laut Mauro Pedrazzini täglich "viele Angebote" für Schutzmasken. Aber viele der Quellen seien nicht seriös, es sei schwierig die Qualität zu überprüfen und die Preise seien teilweise auch sehr hoch.

17:54

Liechtenstein macht sich auch eigene Gedanken, so Pedrazzini. Die Schulschliessungen etwa seien eigenständige Entscheidungen gewesen. Trotzdem betont er bezüglich des Ergreifens von Massnahmen die Wichtigkeit der Bindung an die Schweiz in vielen Bereichen.

17:52

Einiges über das Virus sei bekannt, sagt Pedrazzini. Das grosse Rätsel ist laut Pedrazzini die Frage, wie viele Menschen eine Ansteckung schon mitgemacht hätten. Hier gelte, je mehr, desto besser: "Denn diese Personen kommen dann nicht mehr als Transporteure in Frage."

17:51

Vieles werde auch mit flankierenden Massnahmen einhergehen - etwa Desinfektionsmittel oder Masken in Geschäften.

17:50

"Mit jedem Schritt, den wir rückgängig machen, gehen wir auch ein Risiko an, weil das Risiko noch immer da ist und sich die Leute noch immer anstecken können."

17:50

Aktuell gehe es um die Frage, wie man die Massnahmen abbauen könne. Ein Wann sei noch nicht zu beantworten. "Aber das Zurückgehen in Schritten wird sich über Monate erstrecken."

17:48

Frage: Hat die Regierung Pläne, wann die Massnahmen wieder abgebaut werden können?

17:47

Antwort von Pedrazzini: "Wir haben Fälle in allen Altersgruppen." Eine aussagekräftige Statistik gebe es aufgrund der geringen Fallzahl noch nicht.

17:44

Welche Altersgruppe ist in Liechtenstein besonders von Infektionen betroffen?

17:43

Er verweist auch nochmals auf die Erhöhung der Testkapazitäten. Nach Island teste man im Verhältnis zur Bevölkerung weltweit am meisten.

17:42

Das habe man anfänglich gemacht, sagt Pedrazzini. Aber sie würden letztlich nicht allzu viel aussagen.

17:41

Frage: Müssen auch die Testzahlen veröffentlicht werden?

17:40

Es gehe darum, Prozesse gemeinsam abzustimmen. Aber man versuche, die Lehrabschlüsse sicherzustellen. "Die Gespräche sind noch im Gang, aber es gibt natürlich eine enorme Bandbreite an Berufen."

17:40

"Wir stehen im Austausch mit der Schweiz."

17:40

Frage: Finden die Lehrabschlussprüfungen statt?

17:39

"Wir hatten bislang das Glück, dass wir bisher milde Verläufe hatten."

17:39

Diese Frage bekomme er oft gestellt, sagt Pedrazzini. "Wir gehen davon aus, dass jetzt etwa 15 Personen geheilt sind."

17:38

Gibt es Zahlen zu mittlerweile wieder gesunden Personen?

17:37

Mauro Pedrazzini: Kurzarbeit ist derzeit nicht geplant. 

17:37

Frage: Gibt es Kurzarbeit im Landesspital?

17:36

Pedrazzini sagt, dass hier individuell nach Lösungen gesucht werden müsse. Aber das sei teilweise sehr schwierig. "Die Hilfsbereitschaft der Menschen im Land ist jedoch enorm."

17:36

Eine Frage zu den 24-Stunden-Pflegerinnen: Ist hier die Versorgung gesichert?

17:35

Ja, sagt Pedrazzini, den Aufnahemstopp gebe es. 

17:35

Frage: Wie ist die Situation in den Pflegeheimen? Gibt es einen Aufnahmestopp?

17:35

Frage: Können die fünf Beatmungsplätze gleichzeitig betreut werden?

Antwort: Ja.

17:34

"Im Moment sind wir weit von einer Überlastung des Gesundheitswesens entfernt", betont Mauro Pedrazzini.

17:33

Von den positiven 72 Fällen sind derzeit zwei in Behandlung im Spital. Das Spital verfügt über 5 Beatmungsplätze. Von den beiden Erkrankten, sie im Spital sind, muss aber niemand einen solchen Platz in Anspruch nehmen.

17:32

Das schlechteste zeigt der Blick nach Norditalien. "Aber diese Szenarien werden nicht eintreten, wenn sich die Liechtensteiner Bevölkerung weiter derart diszipliniert an die Regeln hält."

17:32

Antwort von Mauro Pedrazzini: Das beste Szenario ist, dass wir mit unseren Spitalkapazitäten durchkommen.

17:30

Eine Frage: Was ist das übelste, was das beste Szenario?

17:30

Die Fragerunde ist eröffnet.

17:29

Mauro Pedrazzini weist noch auf die nächste Pressekonferenz am Freitag hin. Thema dann: Das Hilfspaket 2.0 für die Wirtschaft.

17:28

Für die Berufsabschlussprüfungen und den Maturitätsprüfungen ist noch Koordinationsarbeit mit den Schweizer Gremien angesagt.

17:28

Gesuche hierfür sind bis spätestens am 29. Mai bei der Schulleitung oder beim Schulamt einzureichen.

17:26

Eine freiwillige Wiederholung ist trotzdem möglich, betont Hasler. 

17:25

Erreicht ein Schüler den Promotionsschnitt nicht, wird er trotzdem in die nächsthöhere Schulstufe befördert. Dies aufgrund der ausserordentlichen Umstände. "Keine Schülerin und kein Schüler soll in diesem Jahr sitzenbleiben."

17:25

Zu den Schulzeugnissen: Ende Schuljahr werden an Primarschulen, Ober-, Realschule und Gymnasium Zeugenisse abgegeben.

17:24

Die Maturaprüfungen sollen noch vor den Sommerferien stattfinden.

17:23

Alle Übertrittsprüfungen werden neu am 6. Mai stattfinden.

17:23

"Die Fernangebote werden von den Schulleitungen organisiert. Das Lehrpersonal steht den Eltern in notwendigem Ausmass zur Verfügung."

17:22

Bei Kindergärten und Primarschulen sind es 10 Stunden pro Woche, bei allen anderen 15 Stunden.

17:22

Die öffentlichen Schulen werden während der Osterferien ein zeitlich reduziertes, freiwilliges Fernangebot zur Verfügung stellen. So werden Familien entlastet und Kinder unterstützt.

17:21

"Kein Kind und kein Jugendlicher soll in seiner Schullaufbahn beeinträchtigt werden", sagt Hasler im Bezug auf einige heute getroffene Massnahmen durch die Regierung. Diese führt sie nun aus.

17:20

Erste Umfragen zeigen, dass die "massive Umstellung" gut angelaufen sei, so Hasler.

17:19

Nun spricht Dominique Hasler über die Schliessung der Schulen.

17:19

"Für mich sind die Erfahrungen der letzten Wochen verbunden mit vielen Momenten der Dankbarkeit."

17:18

Auch in vielen anderen Bereichen kann das Land an den Ressourcen des Bundes partizipieren, betont Hasler.

17:18

Dominique Hasler sieht in der Hilfsbereitschaft der Schweiz einen starken Ausdruck der Freundschaft zwischen den beiden Ländern.

17:17

Ausserdem werden die Soldaten auf einen allfälligen Einsatz vorbereitet.

17:17

Vertreter der Armee werden sich in den nächsten Tagen vor Ort ein Bild vor Ort machen.

17:16

Heute erhielt man Antwort aus der Schweiz: Die Armee ist demnach in der Lage im Bereich der subintensiven Lage dem Begehren zu entsprechen. Sanitätssoldaten könnten so im Spital in Vaduz oder im umfunktionierten LAK-Gebäude in Mauren eingesetzt werden.

17:15

Die Regierung hat bereits vor mehreren Tagen ein Hifsbegehren bei der Schweiz für zusätzliches Personal gestellt.

17:15

Sie betont die wichtige Rolle von LAK und Samaritervereinen.

17:14

Wichtige Herausforderungen für das Innenministerium sind die Sicherstellung der Infrastruktur und die Sicherstellung des Personals, das dort arbeitet.

17:14

Nun ist Innenministerin Dominique Hasler an der Reihe.

17:13

Auch zum Thema Zuhause bleiben hat der Minister einen Input bereit: Spazierengehen ist in Ordnung, man darf durchaus auch mal vor die Tür. Aber es gilt die Bestimmungen zu beachten - bspw. die Abstandsregelung. Pedrazzini schliesst mit den aktuellen Fallzahlen: 72 Personen in Liechtenstein sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

17:12

Wichtig ist auch die Frage: Wie zurück in den "Normalbetrieb"? Das sei sehr gut zu überlegen, betont Pedrazzini. "Es geht darum, möglichst wenig Risiko einzugehen."

17:12

Das Spital ist fast leer. Es gibt Kapazitäten für COVID-Erkrankte. Derzeit gibt es dort fünf Beatmungsplätze. Aktuell wird aber keine Person dort beatmet.

17:11

Die Regierung beschäftigt sich auch mit Notfall-Szenarien. Das sei unumgänglich, so der Gesundheitsminister.

17:10

"Wir testen keine symptomlosen Fälle. Das macht keinen Sinn", betont Pedrazzini. Das gleiche gelte für Reisewillige.

17:09

Die positiven Fälle werden zudem auch dem Landesspital gemeldet. Dies, damit das Spital jede erkrankte Person alle 48 Stunden nach ihrem Befinden befragt werden kann.

17:09

Die Instruktionen gelten vor allem für die Selbstisolation.

17:08

"Wenn ein Fall positiv getestet wird, ruft das Amt für Gesundheit die Person an, und instruiert sie."

17:08

Er verweist auf die Telefonhotline-Bedienung durch die Ärzteschaft.

17:07

Pedrazzini erklärt nun kurz das Vorgehen in Liechtenstein.

17:07

Pedrazzini dankt an dieser Stelle der Bevölkerung.

17:06

Nachlassen wäre ein "grober Fehler", appelliert er weiterhin an die Vernunft und Disziplin der Bevölkerung. "Es wird hart sein, das alles durchzuhalten, was wir jetzt alles erdulden müssen."

17:06

Die Dunkelziffer, so lauten Vermutungen, dürfte relativ hoch sein, sagt Pedrazzini. "Wir dürfen nicht nachlassen!"

17:05

Es sind in den letzten Tagen vier positiv geteste Personen hinzugekommen.

17:05

In Liechtenstein ist das Wachstum auch nicht mehr exponentiell sondern linear.

17:05

In allen Ländern Europas ist eine Abflachung zu erkennen.

17:04

In der Schweiz und in Österreich steigt die Kurve auch weniger stark. Auch das seien gute Zeichen. Aber eben: Die Kurven steigen noch immer.

17:04

Dass in Italien die Kurve abflacht, ist für ihn ein "positives Zeichen".

17:03

Er führt durch die aktuellen Fahlzahlen in Europa.

17:02

Die Pressekonferenz startet mit leichter Verspätung. Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini ergreift das Wort.

16:45

Willkommen beim Liveticker. Um 17 Uhr geht's los.

 

01. Apr 2020 / 15:36
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