• Werner Kranz, Leiter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, Regierungschef Adrian Hasler, Regierungsrätin Dominique Hasler und Arnold Kind, Leiter Schulamt.

Fernunterricht: Gewisse Abstriche unumgänglich

Heute informierten Regierungschef Adrian Hasler, Regierungsrätin Dominique Hasler, Arnold Kind, Leiter Schulamt und Werner Kranz, Leiter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, über die aktuellen Entwicklungen im Bildungsbereich und den Fernunterricht.

Liveticker Pressekonferenz Bildung (24.3.2020)

17:52

Zusammenfassung:

- Die Nachfrage nach liquiditätssichernden Krediten für Unternehmen ist hoch. Seit Montag sind bereits 45 Kreditanträge mit einem Volumen von rund 4,5 Mio. Franken gestellt worden.

-Rund die Hälfte der Anträge konnte bereits bewilligt werden.

- Am Montag vor einer Woche wurden im Rahmen des Überbrückungsangebotes von den Gemeindeschulen im Land insgesamt noch 44 Kinder betreut. Am Freitag waren es noch 24.

- Eltern, die in kritischenInfrastrukturen arbeiten, können beim Land einen Antrag auf Betreuung stellen, wenn keine andere Betreuungsmöglichkeit besteht.

- Auch wenn mit dem Fernunterricht die vorgesehenen Lernziele nicht vollumfänglich abgedeckt werden können, lernen alle Beteiligten in dieser Situation sehr viel und sammeln wertvolle Erfahrungen. 

- Dennoch müssen natürlich auch hier Prioritäten gesetzt und gewisse Abstriche gemacht werden.

- Von den zuständigen Bildungsbehörden wird in Abstimmung mit den schweizerischen Bildungsgremien geprüft, wie Übertrittsverfahren, Aufnahme-, Schul- und Lehrabschlussprüfungen sowie Maturaprüfungen auf Ende des Schuljahres organisiert und durchgeführt werden können. 

17:47

Die Pressekonferenz ist beendet. 

17:46

Adrian Halser ergreift nochmals das Wort und wendet sich an die Bevölkerung. «Es ist wichtig, dass wir uns auf unsere Stärken zu besinnen und uns daran erinnern, dass auch diese Phase vorbeigeht.»

17:46

- Sind schon Lehrpersonen am Coronavirus erkrankt?
- Ja. 

17:45

- Warum wird nicht mitgeteilt, wie viele Personen vom Coronavirus geheilt wurden?
- Das kann man sich überlegen. 

17:42

- Dürfen Kinder ihre Freunde noch besuchen?
- Es ist darauf zu achten, dass die Gruppen weniger als fünf Kinder umfasst. Es gilt, den gesunden Menschenverstand zu wahren die Kinder beispielweise nicht bei Freunden übernachten zu lassen. 

17:41

- Wie lange dauern die Schulschliessungen?
- Wir beurteilen die Lage jeden Tag neu. Stand jezt gilt die Regelung bis nach den Osterferien. 

17:39

- Gibt es Unterstützung für Familien aus bildungsfernen Schichten?
- Ja, entsprechende Fachpersonen stehen zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine Arbeitsgruppe, die sich spezifisch mit dieser Frage auseinandersetzt. 

17:36

- Ist Kleingruppenunterricht ein Thema?
- Nein, das wäre im Moment nicht zielführend. 

17:35

- Besteht die Gefahr, dass der Lehrplan nicht eingehalten werden kann?
- Natürlich läuft es nicht genau gleich weiter wie beim Präsenzunterricht. Aber die Lehrer geben ihr Bestes, um die Schüler zu fördern. Trotzem finden einige Lerneinheiten nicht statt, wie zum Beispiel das soziale Lernen in der Gruppe. 

17:33

- Wo können sich Einwohner, die Hilfe bei der Kinderbetreuung brauchen, melden?
- Man kann sich beispielsweise an die Corona Hilfe Liechtenstein wenden, die seit heute aktiv ist. Aber auch das Amt für Soziale Dienste kann helfen und unterstützen. 

17:32

- Gibt es schon neue Fallzahlen?

- Nein, aber sie werden heute Abend noch kommuniziert. 

17:31

Jetzt dürfen die Journalisten Fragen stellen. 

17:30

Das Amt für Berufsbildung berät derzeit per Telefon, Chat oder Videokonferenz. Das Berufsinformationszentrum bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Man hat auf Fernberatung umgestellt. 

17:28

Bezüglich Lehrabschlussprüfungen werden verschiedene Szenarien geprüft. Eine Arbeitsgruppe wurde einegsetzt. Man stehe in engem Kontakt mit den Schweizer Verantwortlichen. 

17:28

Auch bei den überbetrieblichen Kursen findet kein Präsenzunterricht mehr statt. 

17:27

Es wurden folgende Massnahmen umgesetzt: Seit Mitte März wurde der Präsenzunterricht an den Berufsschulen eingestellt. Auch dort gibt es jetzt Fernunterricht. Exkursionen und Sprachreisen wurden abgesagt. 

17:26

Jetzt spricht Werner Kranz. Leiter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung.

17:25

Offene Fragen gehen zum Beispiel noch um den Übertritt in die weiterführenden Schulen oder die Maturaprüfungen. Diese  können voraussichtlich termingerecht durchgeführt werden.

17:24

Wie geht es weiter? Man sei zwar auf Kurs, aber man stehe auch erst ganz am Anfang. Man müsse den Beteiligten noch etwas Zeit geben, um die Abläufe zu optimieren. Dort, wo es möglich ist, wird an digitalen Lösungen gearbeitet. 

17:23

Kinds erstes Fazit: Die Lehrpersonen und Schüler leisten derzeit eine gute Aufbauarbeit. 

17:22

Die Lehrer arbeiten etwa mit Erklärvideos oder anderen digitalen Kanälen, so Kind. Sie werden vom Zentrum für Schulmedien unterstützt. 

17:21

Zum Fernunterricht: Es lasse sich leider nicht verhindern, dass Eltern - besonders bei jüngeren Schülern - Betreuungsaufgaben übernehmen müssen.

17:18

Die Schulleitungen stehen in engem Austausch mit den Lehrpersonen, sagt Kind. Die Lehrerinnen und Lehrer seien sehr kreativ in der Ausgestaltung des Fernunterrichts. Man achte auch darauf, dass nicht zu viele Aufträge an die Schüler vergeben werden. 

17:18

Es gibt eine Hotline beim Schulamt. Diese sei schon rege genutzt worden. In der Hälfte der Fälle sei es um die ausserhäusliche Betreuung gegangen. 

17:17

Er spricht die Eltern an: Viele seien jetzt enorm gefordert. Die Lehrpersonen bemühten sich aber, die Eltern zu unterstützen. Die Kommunikation habe sich an den meisten Schulen schon gut etabliert. 

17:16

Trotz Pandemieplan sei man nicht auf einen solchen Ernstfall vorbereitet gewesen.

17:16

«Schulschliessungen in dieser Form hat es noch nie gegeben», so Kind. Die Schüler hätten sich in der neuen Situation aber erstaunlich gut zurechtgefunden. 

17:14

Das Wort geht an Arnold Kind, Leiter des Schulamts.

17:12

Es werden beispielsweise Lerntagebücher geführt oder Sportunterricht per Skype abgehalten.

17:11

Der Fernunterricht läuft seit letztem Montag. Er wede von den Lehrpersonen vielfältig gestaltet - sowohl digital als auch analog. 

17:10

Die Übergangslösung, die bis letzten Freitag galt, sei nur von wenigen Familien genutzt worden. Für alle Fälle sei jetzt eine Lösung gefunden worden.

17:09

Innert kürzester Zeit sei es gelungen, vom aktiven Unterricht auf Fernunterricht umzustellen. 

17:08

Sie wolle das oberste Ziel nochmals hervorheben: Die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Dazu gehöre auch die Schliessung der Schulen und Kitas. Diese Entscheidung sei schwer gewesen. 

17:07

Das Wort geht an Dominique Hasler. 

17:06

Es gebe auch erfreuliche Entwicklungen, so Hasler. Die Gesellschaft rücke zusammen. Viele Menschen engagieren sich aktiv und bieten ihre Hilfe an. 

17:04

Das Massnahmenpaket für die Wirtschaft läuft seit Montag. Eine Massnahme sind die Liquiditätskredite. Diese werden stark genutzt - bis heute Mittag wurden schon Anträge im Volumen von 4,5 Mio. Franken gestellt.

17:04

Hasler appelliert nochmals daran, sich an die Empfehlungen der Regierung zu halten.

17:03

In Liechtenstein wird pro Einwohner am meisten getestet. «Wenn sich das Virus weiter ausbreitet, werden auch wir Fälle haben, die Spitalpflege benötigen.» 

17:02

In der Schweiz und Österreich sei aber noch nichts von einer Trendwende zu sehen. Auch in Liechtenstein sei die Zunahme exponentiell. Hasler wiederholt nochmals, wie wichtig eine Verlangsamung der Ausbreitung ist. 

17:00

Regierungschef Adrian Hasler eröffnet die Medienkonferenz. Er nennt die aktuallen Zahlen, wie viele Menschen weltweit am Coronavirus erkrankt sind. Das exponentielle Wachstum halte an. «Eine Trendwende ist noch nicht in Sicht.» Die Zahlen aus Italien zeigten aber, dass das Wachstum abflachen könne.

16:45

Willkommen beim Liveticker! Um 17 Uhr gehts los.

 

 

24. Mär 2020 / 15:15
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