• Zwei Bombendrohungen innerhalb weniger Tage im Dezember 2019 waren auch für die Landespolizei nicht alltäglich.
    Zwei Bombendrohungen innerhalb weniger Tage im Dezember 2019 waren auch für die Landespolizei nicht alltäglich.  (Daniel Schwendener)

Landespolizei war 2019 stark gefordert

2019 war für die Landespolizei arbeitsintensiv – vor allem im Bereich der Drogen- und Wirtschaftsdelikte. Das Total an Straftaten ist rückläufig.

Der jährliche Bericht der Landespolizei Liechtenstein gewährt Einblicke in die Arbeit der Beamten und offenbart teils erstaunliche Zahlen zur Kriminalität in Liechtenstein. Der Bericht vom vergangenen Jahr wurde gestern veröffentlicht – dies wegen der Corona-Krise aber nicht wie gewohnt begleitet von einer Pressekonferenz, sondern von einem Schreiben an die Redaktionen. Für die Mitarbeitenden der Landespolizei war 2019 arbeitsintensiv. Vor allem die Betäubungsmittel- und Finanzkriminalität haben die Polizei stark in An­spruch genommen. Insgesamt jedoch hat die Anzahl an Straftatbeständen im Vergleich zum Vorjahr abgenommen: Sie belief sich auf 1087, während sie im Jahr 2018 bei 1136 gelegen hatte. 

Die Aufklärungsquote hat um zwei Prozentpunkte auf 75 Prozent zugenommen. «Damit steht die Landespolizei im internationalen Vergleich ausgezeichnet da», heisst es im Jahresbericht. Im Berichtsjahr begingen 489 Personen Straftatbestände. Das stellt eine Abnahme zu 2018 um vier Prozent dar. Von den ermittelten Tatverdächtigen besitzen 34 Prozent die Liechtensteiner Staatsbürgerschaft, 66 Prozent eine ausländische. 

Die Beamten der Sicherheits- und Verkehrspolizei sind im Schichtdienst rund um die Uhr zur Stelle. Sie decken ein breites Spektrum an Einsätzen ab, wie beispielsweise Verkehrsunfälle, häusliche Ge­walt, Fussballspiele oder Suizidan­kündigungen. 2019 haben die Tätigkeiten in diesem Bereich – verglichen mit dem Vorjahr – zugenommen. Vor allem die Anzahl an Einsatzkräften bei Fussballspielen im Inland wurde von 191 auf 289 erhöht. Zur Prävention von Einbrüchen wurde auch die Patrouillentätigkeit erhöht: Doppelpatrouillen wurden zu gewissen Zeiten an wichtigen Knotenpunkten eingesetzt.

Einsatzzentrale hat 6691 Meldungen verarbeitet
Die Beamten bei der Landesnotruf- und Einsatzzentrale haben zwei Prozent mehr Anrufe entgegengenommen als im Vorjahr. So gingen 6691 Meldungen ein. Laut dem Jahresbericht wählten die meisten Anrufer den Polizeinotruf, gefolgt vom Sanitätsnotruf und dem internationalen Notruf. Insgesamt gab es bei der Landespolizei im vergangenen Jahr 123,7 Stellen – im Vorjahr waren es 120,1. Seit Oktober 2019 befinden sich zwei Polizeiaspiranten in Ausbildung. Ein langjähriger Begleiter der Polizei – Polizeihund Reiko – ging im Januar 2020 in seinen wohlverdienten Ruhestand. Sibylle Marxer, Mediensprecherin der Landespolizei, erklärt: «Einen neuen Polizeihund gibt es wegen des fehlenden Diensthundeführers derzeit keinen.» (qus)

 

31. Mär 2020 / 20:47
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