• Crossed arms Swiss soldier with national waving flag on background - Switzerland Military theme.
    Die Eidgenossenschaft teilte mit, dass die Armee in der Lage ist, Liechtenstein bei der Betreuung von Patienten zu unterstützen, sollte das medizinische Personal hierzulande an seine Grenzen stossen.  (sezer ozger)

Hilfe aus der Schweiz zugesichert

Bis gestern Abend wurden 72 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Die Schweizer Armee hilft im Notfall.

Kurz vor der gestrigen Medienorientierung der Innenministerin Dominique Hasler und des Gesellschaftsministers Mauro Pedrazzini erhielt die Regie-rung die erfreuliche Nachricht: Dem Ersuchen um militärische Unterstützung für gegenseitige Hilfeleistung in der Corona-Krise hat der Schweizerische Bundesrat zugestimmt. Die Eidgenossenschaft teilte mit, dass die Armee in der Lage ist, Liechtenstein bei der Betreuung von Patienten zu unterstützen, sollte das medizinische Personal hierzulande an seine Grenzen stossen.

Wie Dominique Hasler sagte, heisst dies konkret, dass im Bedarfs-fall dem Land 16 Sanitätssoldaten zur Verfügung stehen, die das Spital in Vaduz oder allenfalls den zweiten Behandlungsstandort in Mauren unterstützen. «Um diesen möglichen Einsatz vorbereiten zu können, werden sich in den nächsten Tagen Vertreter der Armee vor Ort ein Bild über ihren allfälligen künftigen Einsatzort verschaffen», so die Innenministerin. Wann die Armee definitiv zum Einsatz kommt, hänge von der Entwicklung der Krise ab. «In der Geschichte unseres Landes ist das ein einmaliges Ereignis», so Dominique Hasler. Über diese wohlwollende Unterstützung sei sie sehr dankbar. «Die Bereitschaft für Hilfeleistung in herausfordernden Zeiten wie diesen ist ein anerkennender Ausdruck der tiefen Verbundenheit zwischen Liechtenstein und der Schweiz.»

Weitere Entwicklung kann nicht abgeschätzt werden

Bislang wurden in Liechtenstein insgesamt 72 Personen positiv auf Co-vid-19 getestet. Dies bedeutet einen Anstieg um weitere vier Fälle. Ausserdem kann laut Pedrazzini davon ausgegangen werden, dass etwa 15 Personen geheilt sind. «Im Moment sind wir weit von einer Überlastung des Gesundheitswesens entfernt», betont er weiter. Zwei Personen befinden sich derzeit in ärztlicher Behandlung im Landesspital. Allerdings ist keine von ihnen auf eines der fünf Beatmungsgeräte angewiesen, die allenfalls auch gleichzeitig in Betrieb genommen werden könnten. Liechtenstein habe bislang Glück gehabt, dass es nur milde Verläufe des neuen Coronavirus gab, sagte der Gesellschaftsminister. Wie sich die Situation weiterentwickelt, kann jedoch nicht abgeschätzt werden. Deshalb sind im Landesspital 43 Betten in der Isolation eingerichtet – 15 weitere können nach Bedarf mobilisiert werden.  

Für das Personal des Landesspitals ist indes keine Kurzarbeit geplant – obwohl planbare Eingriffe eingestellt wurden. «Demnach ist es wie in anderen Betrieben auch so, dass teilweise Überstunden abgebaut werden», so der Gesellschaftsminister. 

Wichtige Entscheide im Schulwesen gefällt

Im Hinblick auf die Osterferien und auf die weitere Schulzeit bis zu den Sommerferien hat die Regierung gestern wichtige Entscheidungen getroffen: Kein Schüler wird die Schulstufe wiederholen müssen, alle erhalten ein Zeugnis und sämtliche Abschlüsse sind soweit sichergestellt. Ausserdem werden die öffentlichen Schulen während den Osterferien ein zeitlich reduziertes Fernangebot für die Schüler zur Verfügung stellen. Wie Bildungsministerin Dominique Hasler sagte, ist noch unklar, ob der Unterricht nach den Osterferien als Fernunterricht oder wieder im normalen Schulbetrieb durchgeführt werden kann. (jka/bfs)

 

01. Apr 2020 / 22:51
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Lova Center
Zu gewinnen einen Lova Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken.
10.03.2020
Facebook
Top