• 8. Treffen des  Gesundheitsquintetts: Gesundheitsminister aus De
    Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini traf sich mit seinen deutschsprachigen Amtskollegen zu einer Ministerkonferenz per Video. Die Durchimpfungsrate bei Influenza war ein Thema.  (ROLAND KORNER)

Grippeimpfung im Fokus

Liechtensteins Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini traf sich mit seinen deutschsprachigen Amtskollegen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg zu einer Ministerkonferenz per Video. Die Grippeimpfung war ein Thema.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Corona-Pandemie wie auch die Vorbereitung des Zusammentreffens von Covid-19 und der Influenza im Herbst. Denn dies würde ansonsten, laut der Mitteilung der Regierung, zu einer Überlastung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen führen. Grippale Infekte, Influenza und Covid-19 haben keine eindeutig unterscheidbare Symptomatik. Im Unterschied zu Covid-19 sei gegen die Influenza bereits jetzt ein effektiver Impfstoff vorhanden. Dies würde sich aber auch hierzulande nicht in der Durchimpfungsrate der Bevölkerung widerspiegeln. Die deutschsprachigen Länder wollen sich verstärkt für Informations- und Aufklärungsarbeit einsetzen und insbesondere die Influenza-Impfung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich forcieren.

Impfstoff-Bestellungen müssen frühzeitig ausgelöst werden

Auf Anfrage erklärt das Liechtensteiner Gesundheitsministerium, dass hierzulande weiterhin von einer Impflicht abgesehen werden soll. Zudem würde auch keine Reservation auf Grippe-Impfstoffe getätigt: «Das Land hat das bereits in früheren Jahren nicht gemacht und plant dies auch für die Grippesaison 2020/2021 nicht.» Das Amt für Gesundheit habe aber die Apotheken und Ärzte sowie das Landesspital darauf hingewiesen, dass die Bestellungen frühzeitig ausgelöst werden müssen.

In der Schweiz fordert der Tessiner Kantonsarzt eine flächendeckende Grippeimpfung. Der Bund unterstütze diese Strategie laut einem Bericht des SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) und bemühe sich darum, genügend Grippe-Impfstoff zu beschaffen.

Lehre aus Covid-19 

Die Gesundheitsminister diskutierten auch darüber, ob die öffentlichen Gesundheitssysteme der deutschsprachigen Länder pandemiefest sind und wie sie in Zukunft mit derartigen Situationen umgehen sollen. Dabei wurden die Grenzschliessungen im Personen- und Warenverkehr sowie der Umgang mit dem Tourismus thematisiert. Wenn auch die deutschsprachigen Länder vergleichsweise gut auf die Corona-Pandemie reagiert haben, bekräftigte das Gesundheitsquintett seine Absicht, zukünftig im Pandemiefall noch enger und besser beispielsweise mittels interregionaler Pandemieplanung in den Grenzregionen zu kooperieren.

Das nächste Treffen des Gesundheitsquintetts wird im Jahr 2021 in Luxemburg stattfinden. (qus/ikr)

08. Jul 2020 / 08:53
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