• Interview Fürst Hans-Adam
    S.D. Fürst Hans-Adam II sieht keinen Bedarf für ein eigenes Landesspital.  (Daniel Schwendener)

Fürstenhaus: «Wir brauchen kein eigenes Landesspital»

Fürst Hans-Adam II. hat gestern die Haltung des Fürstenhauses zum Landesspital gegenüber Radio L wiederholt. Aus Sicht des Monarchen braucht Liechtenstein kein eigenes Spital.
Vaduz. 

So schreibt der Landessender in einer Online-Meldung: «Wegen der Kleinheit des Landes würde Liechtenstein nie die nötigen Fallzahlen erreichen, um die notwendige Qualität zu garantieren. Und wenn ein neues Landesspital zusätzliche Patienten anziehen würde, schwäche dies die anderen Spitäler in der Region. Dies könnte schlimmstenfalls gar zur Schliessung des Spitals Grabs oder Walenstadt führen, meint der Landesfürst.» Das komplette Interview mit Fürst Hans-Adam II. wird  Radio L heute Mittag ausstrahlen.

Diese Haltung des Fürstenhauses ist nicht neu. Erbprinz Alois hat schon im «Vaterland»-Interview zu seinem 50. Geburtstag am 11. Juni 2018 erklärt, dass Liechtenstein nicht unbedingt ein eigenes Spital brauche. Ein eigenes Landesspital ist für Erbprinz Alois genauso wenig ein entscheidendes Merkmal für die Souveränität Liechtensteins «wie ein eigener Flughafen oder eine eigene Universität». «Wir waren lange souverän ohne eigene Universität und ohne eigenes Spital, obwohl wir heute beides haben», so der Erbprinz vor einem guten Jahr.

Gesundheitsminister Pedrazzini: «Das ist nicht die Frage»
Zur Online-Meldung von Radio L erklärte gestern Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini auf Anfrage: «Der Fürst denkt, dass ein eigenes Spital nicht nötig ist und unsere Versorgung durch die Schweiz sichergestellt werden kann. Das ist aber nicht die Frage. Wir haben ein Spital und eine breite Mehrheit des Volks möchte dieses nicht schliessen. Es geht bei der Abstimmung um die Frage, ob wir weiter Geld in ein altes Gebäude stecken wollen oder ob dieses Geld besser in einem neuen Gebäude investiert ist. Meines Erachtens ist ein Neubau die weitaus bessere Investition.»

Das Stimmvolk wird am 24. November über einen Kredit über 65,5 Millionen Franken für einen Neubau des Landesspitals auf dem ehemaligen «Wille-Areal» bei der alten Rheinbrücke in Vaduz abstimmen. Bei einem Nein würde das Spital weiterhin im heutigen, alten Gebäude betrieben. Um einen einwandfreien Spitalbetrieb sicherzustellen, werden gemäss Regierung dann aber kostspielige Sanierungen und Renovationen nötig sein. Mit einer Abkehr von einem eigenen Landesspital steht das Fürstenhaus derzeit alleine da. Selbst für die Gegner des Neubaus ist dies kein Thema. So schreiben die Unabhängigen in der offiziellen Abstimmungsbroschüre: «Wir setzen uns ein für ein gut funktionierendes Landesspital am heutigen Standort».  (sap)

13. Nov 2019 / 22:34
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2 KOMMENTARE
Bei so viel Kohle
Würde ich auch nicht in Vaduz liegen,da kann man leicht dagegen sein,das man das nicht braucht,aber jeder hat Meinungsfreiheit,aber nicht jeder gibts gleich in der Zeitung preis,und probiert,die Leute in Liechtenstein zu beeinflussen.Aber ich gehe lieber im eigenen Land in ein Spital als in die Schweiz.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 14.11.2019 Antworten Melden
Gott sei Dank.
Gottseidank gibt es noch das Fürstenhaus welches sich nicht durch gewisse Interessenskreise und Regierungsmitglieder manipulieren lässt und nicht dem Grössenwahn verfallen ist. Danke Durchlaucht für diese objektive und klare Stellungnahme.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 14.11.2019 Antworten Melden

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