• Aurelia Frick
    Mehrere Organisationen hätten ihr angeboten die Reisekosten nach New York zu übernehmen, erklärte Aussenministerin Aurelia Frick gegenüber Radio L.  (Marc McAndrews)

Frick reist auch an UNO-Generalversammlung

Auch die zweite Reise, welche Aussenministerin Aurelia Frick letzte Woche abgesagt hat, wird sie wahrnehmen. Wie sie gegenüber Radio L erklärte, wird sie auch an die UNO-Generalversammlung nach New York reisen. Das Pikante: Die Kosten sollen von einer Stiftung übernommen werden.

Sie bestätigte gegen Radio L auch, dass sie sich gerade auf dem Flughafen Zürich befinde, um ans Treffen der deutschsprachigen Justizminister nach Luxemburg reise. Gezahlt wird der Flug vom luxemburgischen Justizminister Félix Braz. «Das Justizministerium von Luxemburg hat uns angeboten, dass sie die Kosten für diese Reise übernehmen würden. Mein Kollege in Luxemburg hat die Berichterstattung im Blick gesehen und hat mich dann angerufen und erklärt, dass er natürlich für Kosten aufkommen werde», so Aussenministerin Frick gegenüber Radio L. Luxemburg sei es wichtig, dass sie am Treffen der Justzizminister teilnehme.

Die Regierung ist mit dem Umstand, dass das Gastgeberland für die Reisekosten aufkommt, nicht recht. «In der Regierung finden Gespräche statt, ob es andere Möglichkeit gibt, um diese Kosten zu tragen. Im Moment ist noch nicht ganz geklärt, wer die Kosten schlussendlich übernimmt, aber was geklärt ist, ist dass die Finanzierung sicher gestellt ist», so Frick.

Die Berichterstattung über die die Ablehnung des Nachtragskredits für die Reisekosten habe bewirkt, dass mehrere Organisationen an sie herangetreten seien, um ihr auch die Reise an die UNO-Generalversammlung nach New York zu ermöglichen. 

Vor einer Woche entschied der Landtag mit 14 Stimmen, dass der gewünschte Nachtragskredit über 80 000 Franken für Reisen des Aussenministeriums nicht genehmigt wird. Der Tenor war, dass die Regierung mit dem bestehenden Gesamtbudget auskommen soll. Gemäss Regierungschef Adrian Hasler hat das Gesamtbudget der Regierung  bisher auch immer gereicht. Bei der Entscheidung  ging es den Abgeordneten nicht um die Qualität der Arbeit von Aussenministerin Aurelia Frick. Im Gegenteil: Abgeordnete aus allen Fraktionen lobten sie für ihre Arbeit im Dienste Liechtensteins.

Die Aussenministerin nahm das Signal des Landtags aber sehr ernst. Obwohl sie in der Debatte im Landtag ausführte, dass es eine «vertiefte Analyse» brauche, um zu entscheiden, welche Reisen 2018 noch notwendig sind, erklärte sie 12 Stunden später, dass sie nicht am deutschsprachigen Justizministertreffen in Luxemburg und an der UNO-Generalversammlung in New York teilnehmen und den Besuch in Rumänien, welches 2019 den EU-Ratsvorsitz hat, absagen wird. Viele bezeichneten diesen schnellen Schritt als «Trotzreaktion», andere als «nur konsequent».

 

14. Sep 2018 / 14:47
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2 KOMMENTARE
Armes Liechtenstein!
Lächerlich wenn eine Aussenministerin nicht mehr reisen kann (darf)!
Liechtenstein macht sich zur Lachnummer!!
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 14.09.2018 Antworten Melden
Verdrehte Tatsachen
Das hat mit nicht dürfen nichts zu tun. Das hat damit zu tun, dass die Regierung mit den von ihr im Budget beantragten Mitteln auszukommen hat. Dafür muss man halt miteinander reden.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 15.09.2018 Antworten Melden

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