• Interview mit S.D. Erbprinz Alois
    Erbprinz Alois: «Problematischer sehe ich es aus der innenpolitischen Perspektive. Der Ruf der Politik leidet natürlich unter solchen Vorfällen und damit wird es nicht einfacher, fähige Leute für die Politik zu gewinnen.»  (Daniel Schwendener)

Erbprinz: «Imageschaden erachte ich als gering»

Für Erbprinz Alois wird die Abberufung von Regierungsrätin Aurelia Frick international keine grosse Auswirkungen haben. Auch das Medienecho war gering.
Vaduz. 

Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein erklärte gestern gegenüber Radio L, dass nach dem deutlichen Misstrauensvotum des Landtags die Abberufung von Regierungsrätin Aurelia Frick durch ihn der logische Schritt war. «Mit dem klaren Votum des Landtags, war es auch für mich klar, dass das für eine konstruktive Regierungsarbeit notwendige Vertrauenverhältnis für Regierungsrätin Aurelia Frick nicht mehr gegeben war», so der Erbprinz.

Den befürchteten Imageschaden im Ausland sieht das stellvertretende Staatsoberhaupt nicht: «Den internationalen Imageschaden erachte ich eher als gering. Es ist so, dass Misstrauensvoten gegen Regierungsmitglieder in anderen Staaten immer wieder vorkommen. Problematischer sehe ich es aus der innenpolitischen Perspektive. Der Ruf der Politik leidet natürlich unter solchen Vorfällen und damit wird es nicht einfacher, fähige Leute für die Politik zu gewinnen.» 
Das Medienecho im Ausland zur Abberufung von Regierungsrätin Aurelia Frick war bis gestern eher gering. 
 

FBP auf der Suche: Eine Frau steht im Fokus
Die FBP hat bereits gestern die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger gestartet. Die Ortsgruppen wurden aufgefordert, Namensvorschläge an das Präsidium zu melden. Im Fokus steht dabei gemäss FBP-Präsident  Marcus Vogt eine Frau. Bis im Herbst will die FBP dem Landtag einen Wahlvorschlag präsentieren. Die nächste ordentliche Landtagssitzung ist auf den 5. September terminiert.

FBP und VU wollen Koalitionsarbeit fortsetzen
Die beiden Regierungsparteien erklärten gestern in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass sie sich «weiterhin zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit bekennen und für eine miteinander abgestimmte Politik verpflichten». Man werde die Koalitionsarbeit bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 mit einem neuen Regierungsmitglied fortsetzen. Bis die Nachfolge geregelt ist, wird Regierungsrat Mauro Pedrazzini die Amtsgeschäfte im Ministerium für Äusseres, Justiz und Kultur führen. «Die Fortsetzung der Arbeit ist damit gewährleistet und die Regierung kann ihre Aufgaben kontinuierlich wahrnehmen», erklärte Regierungschef Adrian Hasler gestern dazu. Und weiter hielt er fest: «Ich setze mich dafür ein, dass wir uns in der Regierung  weiterhin für die Interessen des Landes einsetzen, und die erfolgreiche Arbeit fortsetzen.»
Diese Aussagen machen deutlich, dass man nach den turbulenten Wochen so rasch wie möglich zur Normalität zurückkehren will. Dies ist auch im Sinne von Erbprinz Alois: «Wichtig ist, dass sich die Politik jetzt rasch wieder den wichtigen Zukunftsthemen widmet.» (sap)

 

03. Jul 2019 / 22:25
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