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     (Daniel Schwendener)

Die Vaduzer Gastronomen erhalten mehr Platz

Vaduzer Gaststätten dürfen ihre Gastronomieflächen auf gemeindeeigenem Boden in der Fussgängerzone im Städtle temporär ausdehnen.

In Liechtenstein können Gastronomen seit dem 15. Mai zwar wieder Gäste bei sich begrüssen, aufgrund des gebotenen Mindestabstands von zwei Metern zwischen den einzelnen Tischen allerdings in deutlich reduziertem Umfang. In vielen Fällen schmälert das die Freude über die Wiedereröffnung doch merklich. Um den wirtschaftlichen Negativeffekten der Corona-Pandemie effektiv entgegenwirken zu können, reichen die Kapazitäten kaum aus.

Miete für gemeindeeigene Flächen entfällt 2020

In Vaduz hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 19. Mai deshalb einstimmig beschlossen, Hilfestellung zu bieten. Zum einen müssen Gastwirte für die angemieteten Gastroflächen in der Fussgängerzone im Städtle 2020 keine Miete bezahlen. Zum anderen wird ihnen im Wortsinn mehr Spielraum verschafft, indem sie ihre  Gastronomieflächen auf gemeindeeigenen Flächen ausdehnen dürfen. Auf diese Weise wird es den Betrieben ermöglicht, mehr Gäste zu empfangen, ohne dass dabei die Distanzregeln verletzt würden. Die Sondergenehmigung soll gemäss Protokoll so lange gültig bleiben, wie die Abstandsbestimmungen einzuhalten sind, spätestens aber am 30. September enden. Dieser Termin wurde gemäss Gemeinde deshalb gewählt, weil die öffentliche Fläche, sollten grössere Veranstaltungen bis dahin wieder möglich sein, dann frei sein müsse. Je nach Entwicklung sei aber auch eine Verlängerung der Ausdehnung möglich. 

Gastwirte müssen diverse Auflagen beachten

Der Entscheid des Gemeinderats ist freilich nicht als Einladung zu verstehen, das Städtle nun nach Herzenslust mit zusätzlichen Tischen und Stühlen zu versehen. Vielmehr ist die Bewilligung für die Gastro­nomen mit diversen Auflagen verknüpft. Zuvorderst dürfen durch die Erweiterung maximal so viele Plätze angeboten werden, wie unter normalen Umständen auf der bisherigen Gastronomiefläche bewilligt wurden. Weiters dürfen durch die Ausdehnung keine Rettungsachsen und Fluchtwege tan­giert werden, und die zusätzliche Fläche muss vor dem eigenen Betrieb liegen. «Bei einer Fläche vor einem anderen, angren­zen­den Geschäft muss zwingend vorgängig das schriftliche Einverständnis der Grund­stücks­eigentümerschaft der betroffenen Liegenschaft eingeholt werden», heisst es hierzu im Sitzungsprotokoll. Ferner wird betont, dass sämtliche Auflagen und Einschränkungen, die mit der Haupt­bewilligung verbunden sind, auch für die tem­poräre Zusatzfläche gültig sind. Ausserdem ist bei Bauarbeiten an Strassen, Gehsteigen und Gebäuden vor Ort keine Flächenerweiterung möglich. (bo)

22. Mai 2020 / 09:17
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