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BAG empfiehlt Maskenpflicht in Läden

«Wir werden die Empfehlungen prüfen», so Gesundheitsminister Pedrazzini.
Informelles Treffen der EU-Gesundheitsminister (Videokonferenz);
Mauro Pedrazzini will die Empfehlung des Schweizer Bundes prüfen. (Bild: ROLAND KORNER)

Gestern meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 220 neue Coronafälle. Damit ist 200er-Grenze erstmals seit dem 23. April wieder überschritten worden. Damit habe sich die Situation verschärft und die Lage sei ernst, erklärte Pascal Strupler, BAG-Direktor, an einer Medienkonferenz. «Wir müssen jetzt einen Gang hochschalten», so Strupler. Die Covid-19-Pandemie habe die Schweiz immer noch im Griff. «Das Virus macht keine Ferien.»
Mittlerweile sind die Kantone wieder für die Umsetzung von Massnahmen verantwortlich. Das BAG wünscht sich aber wieder einheitliche und widerspruchsfreie Verhaltensregeln. Deshalb werde mit den Kantonen nach Lösungen gesucht. Konkret empfiehlt das BAG allen Kantonen die Einführung einer Maskenpflicht in allen Geschäften oder sogar in allen öffentlich zugänglichen Räumen. Zudem soll es eine obligatorische Erfassung der Kontaktdaten von Gästen in Restaurants und Ausgehlokalen geben. Und die maximale Gästeanzahl in der Gastronomie soll auf 100 Personen begrenzt werden. Das öffentliche Leben soll nicht heruntergefahren werden. Die Zahlen müssen gemäss Strupler aber runter. Und: Man werde sich längere Zeit auf die Massnahmen einstellen müssen. Nun liegt es an den Kantonen, die Regeln zu prüfen. Die Empfehlung des BAG hat aber auch Einfluss auf Liechtenstein.

Pedrazzini: «Quarantäne von Reiserückkehrern zentral»
«Wir werden die Empfehlungen des BAG prüfen», erklärte gestern Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini auf Anfrage des «Vaterland». Dabei wird es sicher auch entscheidend sein, welche Massnahmen der Kanton St. Gallen umsetzt. «Aber letztlich werden wir eigenständig entscheiden.» Starre Kriterien, ab welchem Zeitpunkt bzw. bei welchen Fallzahlen  Massnahmen gesetzt werden, gebe es dafür nicht. Derzeit sieht es aber nicht so aus, dass eine Maskenpflicht in allen Läden von Pedrazzini forciert wird. «Die wichtigste Massnahme ist mei­nes Erachtens die Einhaltung der Quarantäne für Rückreisende aus Risikoländern», so der Gesundheitsminister. Die neuen Coronafälle in Liechtenstein im Juli seien bis auf einen Fall auf 
Reiserückkehrer zurückzuführen. Die Aus­nahme war eine Kontaktperson einer infizierten Person.

Mauro Pedrazzini rechnet damit, dass die Liste der Risikoländer noch länger wird. Bei der gestrigen Medienkonferenz des BAG in Bern wurde erklärt, dass vor allem die Entwicklung in Spanien Sorge bereitet. Ursprünglich war geplant, die Liste der Risikoländer nur einmal monatlich anzupassen. Gestern wurde aber klargestellt, dass der Bund die Liste anpasse, wenn «er es für sinnvoll erachtet». Diese Liste gilt auch in Liechtenstein. Doch Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini rät: «Auch Rückkehrer aus anderen Ländern sollten sich in den ersten zwei Wochen gut beobachten und bei Symptomen sofort testen lassen.» (sap)

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