• Die Gesundheitsminister aus Liechtenstein, Deutschland, der Schweiz und Österreich: Mauro Pedrazzini, Jens Spahn, Alain Berset, Brigitte Zarfl sowie Anne Calteux, erste Regierungsrätin aus Luxemburg
    Die Gesundheitsminister aus Liechtenstein, Deutschland, der Schweiz und Österreich: Mauro Pedrazzini, Jens Spahn, Alain Berset, Brigitte Zarfl sowie Anne Calteux, erste Regierungsrätin aus Luxemburg  (Christian Schnur)

Austausch über Ländergrenzen

Liechtensteins Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini traf sich am 15. und 16. September 2019 mit seinen deutschsprachigen Amtskolleginnen und -kollegen, aus Deutschland, Österreich der Schweiz und Luxemburg, dem so genannten Gesundheitsquintett. Das jährlich stattfindende Treffen fand zum siebten Mal in Folge statt. Gastgeber war der Schweizer Bundesrat Alain Berset.

Das jährliche Arbeitstreffen fördert den Austausch und die Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg. Neben Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini reisten auch die Amtskolleginnen und -kollegen aus Österreich, Luxemburg und Deutschland an. Die Arbeitssitzung wurde mit einer Bilanz des vergangen Jahres begonnen. Danach folgte die Diskussion zum ersten Thema, dem Umgang mit bzw. dem Zugang zu innovativen Arzneimitteln und Therapien. Tanja Krones, Leiterin Ethikkomitee des Unispitals Zürich führte mit ihrem Referat in die sehr lebhafte Diskussion, wie und nach welchen Kriterien man einen fairen Preis für sehr teure Medikamente finden kann und wie die Entscheidungsfindung über deren Verwendung gestaltet werden kann.

Cannabis - medizinischer und nicht-medizinischer Gebrauch

Einen Schwerpunkt der Diskussionen bildete das Thema Cannabis und zwar im Zusammenhang mit einer medizinischen aber auch nicht medizinischen Verwendung. Als "Einstimmung" in das Thema stand am Sonntag dann auch ein Besuch des Platzspitzes auf dem Programm. Der Zürcher Stadtpark stand insbesondere in den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts für seine offene Drogenszene im Fokus. Vor Ort erhielten die Minister eine Einführung in die Drogengeschichte des Platzspitzes durch Michael Herzig, ehemaliger Drogenbeauftragter der Stadt Zürich. Des Weiteren gab es auch eine Präsentation des mobilen Drug-Checking des Kantonsapothekeramts Bern.

Die Diskussion zum Thema Cannabis wurde dann am Folgetag fortgesetzt. Luxemburg berichtete über seine Erfahrungen und den Stand des Projektes zur Legalisierung des Konsums von Cannabis. Dabei wurde in einem ersten Schritt die medizinische Verwendung von Cannabisprodukten ermöglicht. Hier wurde durch die Luxemburgischen Experten die Herausforderungen insbesondere in der Distribution und Qualitätssicherung aber auch die regulatorischen Herausforderungen insb. im EU-Kontext ausgeführt. Die Legalisierung soll eng von staatlichen Regulierungen und Präventionsmassnahmen sowie wissenschaftlich begleitet werden.

eHealth und  Gouvernanz digitaler Gesundheitsdaten

Ein weiteres Thema, welches regelmässig bei den Gesundheitsministertreffen auf der Agenda steht, ist das Thema eHealth. Dieses Mal stand im Besonderen die Gouvernanz digitaler Gesundheitsdaten im Fokus. Regierungsrat Pedrazzini nutzte die Möglichkeit, die Anwesenden über die Fortschritte des  elektronischen Patientendossiers in Liechtenstein zu informieren und hob die Wichtigkeit hervor, die Akzeptanz der Bevölkerung für eine ePatientenakte gewinnen zu müssen. Die Anwesenden waren sich einig, dass insbesondere die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit sehr hoch sein müssen und dieses unerlässlich für eine breite Akzeptanz ist.

Das nächste Treffen des Gesundheitsquintetts im Jahr 2020 wird in Österreich stattfinden.

16. Sep 2019 / 15:04
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