•  (iStock)

Amt erteilt Anweisung für zweite Covid-19-Welle im Herbst

Die Betriebe im Gesundheitswesen sollen sich jetzt mit Schutzmitteln für etwa  vier Monate eindecken.

Gestern meldete die Regierung eine neue laborbestätigte Covid-19-Infektion in Liechtenstein. Wie Manuel Frick, Generalsekretär des Ministeriums für Gesellschaft gegenüber «Radio L» erklärte, befinde sich die Person in Quarantäne. Wo sie sich angesteckt habe, sei derzeit noch unklar.  Gemäss einer Liste des Amts für Statistik wird derzeit nur noch eine Person in Liechtenstein als erkrankt geführt. Eine Person ist im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Covid-19-Erkrankung bisher in Liechtenstein verstorben. 

Trotz des niedrigen Infektionsgeschehens hat das Amt für Gesundheit in der letzten Woche die Betriebe im Gesundheitswesen angewiesen sich auf die «nächste Covid-19-Welle» vorzubereiten.  Begründet wird dies mit unvorsichtigem Verhalten und der Reisetätigkeit über den Sommer. «Deshalb müssen wir damit rechnen, dass es auch in Liechtenstein wieder zu einem grösseren Anstieg von Covid-19-Erkrankungen kommen wird», schreibt das Amt im Brief vom 10. Juli. Zusätzlich werde im Herbst der Beginn der Erkältungs- und Grippesaison zu Unsicherheit führen, ob jemand mit Covid-19 infiziert ist oder nicht. «Wir fordern Sie deshalb auf, sich auf eine nächste Pandemiewelle vorzubereiten», schreibt das Amt. Konkret sollen die Betriebe im Gesundheitswesen andauernd Materialreserven wie etwa Schutzmasken, Handschuhe, Desinfektionsmittel und Schutzkittel für vier Monate bereit halten. «Im Moment können die Reserven noch grösstenteils ohne Probleme aufgefüllt werden.»

Einen besonderen Hinweis gab es dabei auch noch für die Physiotherapeuten und medizinschen Masseure. Auch dort ist es aufgrund der der neuen Corona-Verordnung der Regierung nötig, dass Patienten eine Schutzmaske tragen, wenn der Abstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. Zudem sollen die Schutzkonzepte auf der Homepage des Betriebes oder des Verbandes veröffentlicht werden. 

Weitere Länder werden auf die Quarantäne-Liste gesetzt
In der Schweiz sind dem Bundesamt für Gesundheit gestern 92 neue Infektionen gemeldet worden. Wie Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) an einer Pressekonferenz erklärte, gab es in dieser Woche mehr als 600 neue Corona-Fälle in der Schweiz. Von allen durchgeführten Tests seien etwa 2 Prozent positiv Etwa 10 Prozent der positiven Fälle seien importiert. Daher hat der Bund eine Liste von Staaten erstellt, aus denen eine Einreise in die Schweiz eine zehntägige Quarantäne nach sich zieht. Diese Quarantäne-Liste gilt per Verordnung der Regierung auch für Liechtenstein. Derzeit sind 29 Staaten auf der Quarantäne-Liste. Die Liste werde, wie bereits angekündigt, derzeit überarbeitet. Noch aber sei man nicht so weit. Das BAG kündigt aber an, dass wohl ein Dutzend weitere Länder auf die Liste kommen. Die neue Liste dürfte anfangs nächster Woche bekannt werden. Auf die Liste kommen werden wahrscheinlich, nebst einigen exotischen Destinationen, Länder wie Luxemburg, Montenegro, Malediven, Bosnien und Herzegowina, Seychellen und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für die Kontrolle würden Stichproben durchgeführt. (sap)

17. Jul 2020 / 22:23
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistkommentiert
07. August 2020 / 09:00
30. Juli 2020 / 20:37
Aktuell
13. August 2020 / 16:53
13. August 2020 / 16:13
13. August 2020 / 16:00
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Lova Center
Zu gewinnen einen Lova Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken.
25.06.2020
Facebook
Top